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Geldengpass in Europa: Ratingagentur S&P fürchtet Kreditklemme

Die schärfere Regulierung von Banken und Versicherern wird nach Einschätzung der Ratingagentur Standard & Poor's Kredite für Unternehmen deutlich verteuern - am härtesten könnte es europäische Firmen treffen.

Die Ratingagentur S&P erwartet Kreditengpässe in Europa. Quelle: Reuters
Die Ratingagentur S&P erwartet Kreditengpässe in Europa. Quelle: Reuters

FrankfurtDie Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) warnt vor Kreditengpässen in Europa. Wesentlicher Grund sei die schärfere Regulierung von Banken und Versicherern, erklärten die Bonitätswächter am Donnerstag. Diese führe zu einer Verteuerung und Verknappung von Krediten in der Wirtschaft. Das werde europäische Unternehmen stärker treffen als US-amerikanische, da diesseits des Atlantik die Abhängigkeit von der Bankenfinanzierung größer sei.

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Am Wochenende hatten zahlreiche Top-Banker in Washington am Rande eines Branchentreffens das Schreckgespenst einer Kreditklemme an die Wand gemalt. „Wenn man den Finanzsektor jetzt in diesem schwierigen Umfeld weiter schwächt, wird auch die Realwirtschaft einen hohen Preis zu zahlen haben“, warnte etwa Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann. Auch Sparkassen-Präsident Heinrich Haasis signalisierte, dass Kredite teurer werden könnten, wenn immer neue Lasten hinzukämen. Die Sparkassen gehören neben den Volksbanken zu den wichtigsten Kreditgebern des Mittelstands in Deutschland.

Zu wenig Eigenkapital Auf welche Banken es die Politik abgesehen hat

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Die schärferen Eigenkapitalvorschriften für Banken - Basel III - und die härteren Vorgaben für Versicherer - Solvency II - werden schrittweise ab 2013 eingeführt. Nach den Berechnungen von S&P dürften sich die Kreditkosten für Firmen in Europa um jährlich 30 bis 50 Milliarden Euro erhöhen, sobald die neuen Regeln voll
gelten. In den USA seien es lediglich neun bis 14 Milliarden Dollar. Das entspreche jeweils einem Anstieg um zehn bis zwanzig Prozent.

Dabei unterstellt die Agentur, dass die Banken auf die härteren Kapital- und Liquiditätsvorgaben mit einer Anhebung der Kreditzinsen reagieren, um das Renditeniveau von acht bis 15 Prozent nicht in Gefahr zu bringen.

Krisenrisiken Wo die größten Gefahren für die Banken lauern

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Engpässe könnten zudem dadurch entstehen, dass einige Geldhäuser zum Abbau von Risiken gezwungen sind, betonten die S&P-Experten. Für Banken sei es derzeit sehr schwierig, den Bedarf an zusätzlichem Kapital am Markt zu decken. Und auch die Versicherer halten sich als Investoren zurück. Daher bleibe vielen Instituten nur die Verkleinerung der Bilanz - mit entsprechenden Folgen für die Kreditvergabe. S&P rechnet daher damit, dass mehr europäische Firmen den Kapitalmarkt als Finanzierungsquelle entdecken, um unabhängiger von Banken zu werden.

  • 29.09.2011, 17:49 UhrAnonymer Benutzer: lowabras

    So ein Originalabdruck einer Nachrichtenagentur (in diesem Fall Reuters) hat doch mit Journalismus überhaupt nichts zu tun, sondern nur mit Anzeigenwerbung!
    Wieso sich ein Blatt wie Dieses sich überhaupt einen Namen gibt?
    Kolportageblatt wäre die richtige Bezeichnung!

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