Banken

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Geldhäuser: Sloweniens Banken werden zur Gefahr

Das größte slowenische Geldhaus hat nach staatlicher Hilfe gerufen. Wegen der massiv gewachsenen Verschuldung kann die Regierung die Institute jedoch kaum noch stützen. Und auch westliche Geldgeber zögern.

Ein Mann passiert Sloweniens Zentralbank in der Hauptstadt Ljubljana. Quelle: Reuters
Ein Mann passiert Sloweniens Zentralbank in der Hauptstadt Ljubljana. Quelle: Reuters

WienDem kleinen Slowenien droht als nächstem Euro-Mitgliedsland Gefahr durch die eigenen Banken. Der gesamte Sektor wird voraussichtlich auch 2012 und damit das dritte Jahr in Folge Verluste schreiben. Größter Problemfall ist die vom Staat beherrschte Nova Ljubljanska Banka (NLB), mit einem Marktanteil von etwa 30 Prozent das wichtigste Institut des Landes. Auf der Hauptversammlung haben die NLB-Aktionäre gestern die Ausgabe sogenannter „CoCo-Bonds“ beschlossen. Damit will die Bank die Lücke beim Eigenkapital zumindest kurzfristig schließen. Zunächst wird der Staat die Bonds kaufen, bis zum Jahresende soll ein privater Investor gefunden werden.

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Slowenien will unter allen Umständen verhindern, dass das Land wie Spanien oder Irland um Hilfe aus dem europäischen Rettungsfonds bitten muss. „Das wäre im Moment ein sehr schlechtes Signal“, sagte der slowenische Finanzminister Janez Sustersic bereits in der vergangenen Woche.

Börsenwert Die größten europäischen Banken

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Die NLB war wegen ihrer geringen Eigenkapitalausstattung beim letzten Stresstest der Europäischen Bankenaufsicht (Eba) durchgefallen. Wie alle anderen systemrelevanten Banken in Europa muss auch die NLB bis zum Stichtag 30. Juni eine Eigenkapitalquote von neun Prozent erreichen.

Slowenien hat wegen der Finanzkrise kaum noch eigenes Geld, um seinen Banken zu helfen. Außer der NLB brauchen auch die zweit- und die drittgrößte Bank des Landes, NKBM und Abanka, frisches Eigenkapital. Die slowenischen Banken hängen inzwischen am Tropf der EZB. Etwa zwei Milliarden Euro der von der Zentralbank zu Jahresbeginn aufgelegten Hilfsprogramme („LTROs“) sind nach Slowenien geflossen. „Der Politik ist jeder Spielraum verloren gegangen“, sagt Hermine Vidovic vom Wiener Institut für Internationale Wirtschaftsvergleiche (WIIW). Weil die Verschuldung des Staates seit Ausbruch der Finanzkrise rasant nach oben geschnellt ist, könne sich die Regierung in Ljubljana keine Bankenhilfsprogramme erlauben.

Im Jahr 2008 lag der Anteil der Staatsschulden an der Wirtschaftsleistung bei 22 Prozent. In diesem Jahr wird der Schuldenstand eine Quote von knapp unter 50 Prozent erreichen. „Diese Dynamik ist gefährlich“, sagt Slowenien-Expertin Vidovic.

  • 28.06.2012, 17:47 Uhrpeterpain

    Willkommen im Club !

    Jetzt können wir wohl aus Pifig ein "Pifigs" machen, aber da fällt mir ein Zypern ist ja auch schon im Rettungsboot.

    Also wie wärs mir: "Pizfigs" ?

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