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Geringe Provision: Goldman drückt die Preise für GM-Börsengang

Die US-Investmentbank Goldman Sachs vermiest der Konkurrenz das Geschäft mit dem Börsengang von General Motors. Goldman unterbietet mit einem Dumping-Angebot alle übrigen Konsortialbanken beim Thema Provision. Gutes Geld fließt zwar immer noch, aber es hätte noch viel mehr sein können.

GMs Börsengang bringt den Banken nicht so viel ein, wie erhofft. Quelle: Reuters
GMs Börsengang bringt den Banken nicht so viel ein, wie erhofft. Quelle: Reuters

Bloomberg NEW YORK. Die US-Investmentbank Goldman Sachs hat sich beim geplanten Börsengang von General Motors den Zorn der Konkurrenten zugezogen. Denn wegen der Goldies wird der erneute Gang des Autobauers aufs Parkett bei weitem nicht so lukrativ wie von den Konsortialbanken erhofft. Zwar kassieren die Banken, darunter JPMorgan Chase & Co. und Morgan Stanley, voraussichtlich insgesamt 120 Mio. Dollar an Provisionen. Aber sie hätten viermal so viel einstreichen können, wenn Goldman Sachs sie nicht mit einer Billigofferte unterboten hätte.

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Goldman hatte sich gut unterrichteten Kreisen zufolge im Mai gegenüber dem Finanzministerium bereit erklärt, eine Provision von 0,75 Prozent zu akzeptieren. Das ist nur ein Bruchteil der drei Prozent, die üblicherweise bei großen Börsengängen verlangt werden, und liegt erheblich unter den zwei Prozent, die Bank of America und andere Banken dem Finanzministerium geboten haben.

Trotz des Billigangebots erhielt Goldman kein führendes Mandat bei dem IPO. Das Institut war damals gerade von den Aufsichtsbehörden wegen Betrugs verklagt worden und unterhält zudem Beziehungen zum GM-Konkurrenten Ford. Die Regierung, die nach einer 50 Mrd. Dollar schweren Rettungsaktion 61 Prozent an GM hält, habe jedoch die von Goldman akzeptierte Provision bei allen Konsortialmitgliedern angesetzt.

Mitarbeiter des Finanzministerium und GM-Managern waren besorgt, dass es Kritik wegen Verschwendung von Steuergeldern geben würde, wenn bekannt würde, dass die Regierung nicht auf die niedrige Offerte von Goldman Sachs eingegangen wäre. Zusammen mit der Investmentbank Lazard, die das Finanzministerium berät, beschlossen sie, die Goldman- Offerte zur Verhandlung zu nutzen.

"Es überrascht mich nicht, dass andere Banken wütend auf Goldman sind", sagte Samuel Hayes, emeritierter Professor für Investmentbanking an der Harvard Business School in Boston. "Sie haben den Eindruck, dass damit die Regierung ein Druckmittel an die Hand bekam, die Provisionen der Underwriter zu senken. Aber der Deal bringt dennoch viel Ansehen." Auch finanziell ist er durchaus lohnend: Er wirft zwar nur ein Viertel der üblichen Provisionen ab, diese erreichen aber immer noch etwa 16 Prozent der gesamten US-Provisionserlöse von rund 728 Mio. Dollar bisher in diesem Jahr.

GM will mit dem Börsengang 12 bis 16 Mrd. Dollar einnehmen. Der Börsengang wird unter anderem von JPMorgan und Morgan Stanley als Konsortialführer sowie der Bank of America und Citigroup Inc. begleitet. Goldman Sachs und Credit Suisse werden den Kreisen zufolge ein kleineres Mandat erhalten.

Einige Banken versuchten mit besonderen Offerten den Zuschlag zu bekommen: So hätten Bank of America und die Credit Suisse in Aussicht gestellt, einen Teil ihrer Provisionen zum Kauf von GM - Fahrzeugen zu verwenden oder Mitarbeiterkäufe von GM-Autos und Lkws zu subventionieren.

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