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Goldman-Sachs-Deutschlandchef: Dibelius nutzt Karibikfirmen zum Steuersparen

Der Deutschland-Chef von Goldman Sachs, Alexander Dibelius, hat bei der Finanzierung einer Immobilie in London zwei Briefkastenfirmen eingesetzt. Ziel: Steuern sparen. Ihm droht Ärger jetzt mit dem deutschen Fiskus.

Der Deutschlandchef des Bankhauses Goldman-Sachs, Alexander Dibelius. Quelle: dpa
Der Deutschlandchef des Bankhauses Goldman-Sachs, Alexander Dibelius. Quelle: dpa

BerlinDer Deutschlandchef der US-Investmentbank Goldman Sachs, Alexander Dibelius, hat mit Hilfe von zwei Briefkastenfirmen in der Karibik ein millionenschweres Immobiliengeschäft in London abgewickelt, um Steuern zu sparen. Dibelius bestätigte der „Bild am Sonntag“, dass seine Firmen Soprano Enterprises und Jadana mit Sitz in der Steueroase British Virgin Islands das Geschäft machten.

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„Private Transaktionen“ führe er „selbstverständlich aus versteuertem Einkommen oder Krediten durch“, betonte er. Die „BamS“ schrieb dagegen unter Berufung auf ihr vorliegende Dokumente, Dibelius habe bei den deutschen Finanzbehörden nicht angegeben, dass er mehr als 25 Prozent einer ausländischen Gesellschaft besitze. Das sei mutmaßlich ein Verstoß gegen deutsches Steuerrecht.

Größte Investmentbanken im globalen Fusionsgeschäft

  • Rang 10

    Deutsche Bank

    41 Milliarden Dollar*

    (-61 Prozent gg. Vorjahr)

    *alle Zahlen: Betreutes Übernahmevolumen weltweit im 1. Quartal 2013 / Quelle: Merger Market

  • Rang 9

    Centerview Partners

    48 Milliarden Dollar

    (+631 Prozent gg. Vorjahr)

  • Rang 8

    Citi

    52 Milliarden Dollar

    (-49 Prozent gg. Vorjahr)

  • Rang 7

    Barclays

    55 Milliarden Dollar

    (-51 Prozent gg. Vorjahr)

  • Rang 6

    Morgan Stanley

    57 Milliarden Dollar

    (-41 Prozent gg. Vorjahr)

  • Rang 5

    Credit Suisse

    69 Milliarden Dollar

    (-27 Prozent gg. Vorjahr)

  • Rang 4

    Lazard

    70 Milliarden Dollar

    (+132 Prozent gg. Vorjahr)

  • Rang 3

    Bank of America Merrill Lynch

    90 Milliarden Dollar*

    (+43 Prozent gg. Vorjahr)

  • Rang 2

    Goldman Sachs

    104 Milliarden Dollar

    (-14,5 Prozent gg. Vorjahr)

  • Rang 1

    JPMorgan

    124 Milliarden Dollar*

    (+6,5 Prozent gg. Vorjahr)

    *alle Zahlen: Betreutes Übernahmevolumen weltweit im 1. Quartal 2013 / Quelle: Merger Market

Laut „BamS“ kaufte die Firma Jadana im Jahr 2008 für Dibelius eine Immobilie im Londoner Nobelviertel Belgravia für umgerechnet rund 4,2 Millionen Euro, die Finanzierung sei über die Firma Soprano gelaufen. Das Geschäft sei in der Karibik abgewickelt worden, wo keine Steuern anfielen. Zwischengeschaltet sei die Schweizer Firma BasTrust gewesen, die offiziell die Briefkastenfirmen führt.

Dibelius teilte der Zeitung mit, er habe „nicht versucht, etwas zu verschleiern“. Er habe lediglich „die Dienstleistung eines Firmenverwalters in Anspruch genommen“. Der Deutschland-Chef von Goldman Sachs hatte in der Finanzkrise wiederholt einen Wertewandel eingefordert und die eigene Branche zu „kollektiver Demut“ aufgerufen.

  • 16.12.2013, 08:48 Uhr

    Laut „BamS“ kaufte die Firma Jadana im Jahr 2008 für Dibelius eine Immobilie im Londoner Nobelviertel Belgravia für umgerechnet rund 4,2 Millionen Euro, die Finanzierung sei über die Firma Soprano gelaufen. Das Geschäft sei in der Karibik abgewickelt worden, wo keine Steuern anfielen. Zwischengeschaltet sei die Schweizer Firma BasTrust gewesen, die offiziell die Briefkastenfirmen führt.
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    Dibelius :"„Private Transaktionen“ führe er „selbstverständlich aus versteuertem Einkommen oder Krediten durch“.

    Die im Handelsblatt genannten Fakten reichen nicht aus, um eine Steuerhinterziehung "annehmen" zu können.

  • 16.12.2013, 08:53 Uhr

    Es zeigt nur wieder einmal,das es mit dem Schuldgeldsystem und deren Auswüchsen wie eines Krebsgeschwüres nicht so weiter geht.Es zeigt auch ein Verhalten das genauso asozial einzustufen ist,wie das von Armen die nur zu faul sein sollen!!!Jeder Hartz 4 Empfänger
    wird mehr gegängelt als diese Herrschaften und dürfen dann noch ein und ausgehen bei den Politikdarstellern,denn
    mehr sind sie nicht mehr.Weil sie nur noch Lobbyisten Worte öffentlich machen und nicht vermitteln zwischen Volk und Wirtschaft.Diese Marktwirtschaftliche sogn.Demokratie hat fertig!!!Ich werde nicht müde jedem Mitleser sich mal wertelos,sich mit Herrn Prof.Dr.Franz Hörmann(Human Way) oder der Wissenmanufatur im Internet zu beschäftigen.

  • 16.12.2013, 09:31 Uhr

    :D

    also für mich ist es ein alter hut - jede grosse firma, jede reiche frau und jeder reicher mann (richtig reiche natürlich!) nutzen irgendeine form von steueroptimierung = steuervermeidung.

    und das vollkommen legal. neoliberalismus halt. und nein, das die FDP erstmal verschwunden ist, wird daran nix ändern ;) auch alle anderen partein nicht :P

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