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Dibelius nutzt Karibikfirmen zum Steuersparen

Goldman-Sachs-Deutschlandchef
Dibelius nutzt Karibikfirmen zum Steuersparen

Der Deutschland-Chef von Goldman Sachs, Alexander Dibelius, hat bei der Finanzierung einer Immobilie in London zwei Briefkastenfirmen eingesetzt. Ziel: Steuern sparen. Ihm droht Ärger jetzt mit dem deutschen Fiskus.
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BerlinDer Deutschlandchef der US-Investmentbank Goldman Sachs, Alexander Dibelius, hat mit Hilfe von zwei Briefkastenfirmen in der Karibik ein millionenschweres Immobiliengeschäft in London abgewickelt, um Steuern zu sparen. Dibelius bestätigte der „Bild am Sonntag“, dass seine Firmen Soprano Enterprises und Jadana mit Sitz in der Steueroase British Virgin Islands das Geschäft machten.

„Private Transaktionen“ führe er „selbstverständlich aus versteuertem Einkommen oder Krediten durch“, betonte er. Die „BamS“ schrieb dagegen unter Berufung auf ihr vorliegende Dokumente, Dibelius habe bei den deutschen Finanzbehörden nicht angegeben, dass er mehr als 25 Prozent einer ausländischen Gesellschaft besitze. Das sei mutmaßlich ein Verstoß gegen deutsches Steuerrecht.

Laut „BamS“ kaufte die Firma Jadana im Jahr 2008 für Dibelius eine Immobilie im Londoner Nobelviertel Belgravia für umgerechnet rund 4,2 Millionen Euro, die Finanzierung sei über die Firma Soprano gelaufen. Das Geschäft sei in der Karibik abgewickelt worden, wo keine Steuern anfielen. Zwischengeschaltet sei die Schweizer Firma BasTrust gewesen, die offiziell die Briefkastenfirmen führt.

Dibelius teilte der Zeitung mit, er habe „nicht versucht, etwas zu verschleiern“. Er habe lediglich „die Dienstleistung eines Firmenverwalters in Anspruch genommen“. Der Deutschland-Chef von Goldman Sachs hatte in der Finanzkrise wiederholt einen Wertewandel eingefordert und die eigene Branche zu „kollektiver Demut“ aufgerufen.

Kommentare zu "Dibelius nutzt Karibikfirmen zum Steuersparen"

Alle Kommentare
  • Laut „BamS“ kaufte die Firma Jadana im Jahr 2008 für Dibelius eine Immobilie im Londoner Nobelviertel Belgravia für umgerechnet rund 4,2 Millionen Euro, die Finanzierung sei über die Firma Soprano gelaufen. Das Geschäft sei in der Karibik abgewickelt worden, wo keine Steuern anfielen. Zwischengeschaltet sei die Schweizer Firma BasTrust gewesen, die offiziell die Briefkastenfirmen führt.
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    Dibelius :"„Private Transaktionen“ führe er „selbstverständlich aus versteuertem Einkommen oder Krediten durch“.

    Die im Handelsblatt genannten Fakten reichen nicht aus, um eine Steuerhinterziehung "annehmen" zu können.

  • Es zeigt nur wieder einmal,das es mit dem Schuldgeldsystem und deren Auswüchsen wie eines Krebsgeschwüres nicht so weiter geht.Es zeigt auch ein Verhalten das genauso asozial einzustufen ist,wie das von Armen die nur zu faul sein sollen!!!Jeder Hartz 4 Empfänger
    wird mehr gegängelt als diese Herrschaften und dürfen dann noch ein und ausgehen bei den Politikdarstellern,denn
    mehr sind sie nicht mehr.Weil sie nur noch Lobbyisten Worte öffentlich machen und nicht vermitteln zwischen Volk und Wirtschaft.Diese Marktwirtschaftliche sogn.Demokratie hat fertig!!!Ich werde nicht müde jedem Mitleser sich mal wertelos,sich mit Herrn Prof.Dr.Franz Hörmann(Human Way) oder der Wissenmanufatur im Internet zu beschäftigen.

  • :D

    also für mich ist es ein alter hut - jede grosse firma, jede reiche frau und jeder reicher mann (richtig reiche natürlich!) nutzen irgendeine form von steueroptimierung = steuervermeidung.

    und das vollkommen legal. neoliberalismus halt. und nein, das die FDP erstmal verschwunden ist, wird daran nix ändern ;) auch alle anderen partein nicht :P

  • Soprano Enterprises? Es lässt ja tief blicken, dass der Herr Investmentbankchef seine Firma ausgerechnet nach einem TV-Mafiaboss benennt. Noch einer, der offensichtlich in den letzten Jahren gar nichts dazu gelernt hat.

  • Na und ? Etwaige Gewinne aus Immobiliengeschäften in Grossbritannien sind dort - und nicht in Deutschland - steuerpflichtig und auch die Holdingkonstruktion beurteilt sich nach englischem Steuerrecht, wo so etwas gang und gäbe ist - kurzum: Si tacuisses ... bei einem Wirtschaftsblatt sollte man eigentlich steuerrechtliche Grundkentnisse voraussetzen und etwas weniger populistisch dummes Zeug schreiben.

  • Wieder einer, der den Hals nicht voll kriegen kann!

  • Sind Sie sich da so sicher? Ich hätte gedacht, die Frage der Steuerpflicht richtet sich a.) nach der Staatsangehörigkeit und b.) nach der Aufenthaltsdauer im Inland. Falls Herr Dibelius Deutscher ist und sich weniger als 183 Tage im Jahr in eiem anderen Land aufhält, müssten doch eigentlich auch seine Londoner Einkünfte in Deutschland zu versteuern sein - sei es auch nur im Wege der Differenzbesteuerung, oder?

  • Das lässt tief blicken - die Werte solcher Menschen bestehen darin, die Gesellschaft, so gut es irgendwie geht, nach Kräften auszubeuten. Alles für mich ! Es ist schick & cool, den Staat zu verarschen. Und solche Menschen führen dann Investmentbanken - es muss endliche von staatlicher Seite eine ganz harte Welle an Regulierungen kommen, es muss endlich eingesehen werden, dass in unserem bestehenden Finanz- und Geldsystem die Banken (mit riesigem Abstand) die größte, bestehende Bedrohung für unser Wirtschaftssystem und schlussendlich für unsere Gesellschaft und den Frieden sind.

    Wenn die Banken zerschlagen und reguliert sind, dann können solche Menschen wie dieser Goldman-Sachs-Dibelius zumindest nur noch begrenzten Schaden anrichten. Und auch dann haben diese Menschen in meinen Augen nichts anderes als Verachtung verdient

  • Die deutsche Steuerpflicht hängt in erster Linie am Wohnsitz - nicht an der Staatsbürgerschaft. Im übrigen sind auch ausländische Einkünfte grds. in Deutschland steuerpflichtig, in Bezug auf im Ausland belegene Immobilien aber aufgrund von Doppelbesteuerungsabkommen von der deutschen Besteuerung ausgenommen. Ob die Einkünfte aus der Soprano allerdings nicht der Hinzurechnungsbesteuerung hätten unterliegen müssen, wird sich noch zeigen...

  • Wundert dies? Ich kenne keinen bekannten aktiven oder ehemaligen Goldman-Sucks-Mitarbeiter, der kein Verbrecher ist. Leider landen diese Leute nicht einfach mal im Knast, das ist der Unterschied.

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