
WIEN. Es ist drückend heiß an diesem Abend in der "Beletage" des Palais Liechtenstein in Wien. Trotz der schweißtreibenden dunklen Anzüge sind die versammelten Top-Manager erleichtert, denn die Mammutveranstaltung der Bankenlobby IIF strebt ihrem Höhepunkt zu. Drei Tage lang reihte sich in der Wiener Hofburg eine Plenumsdiskussion nahtlos an die nächste, am Freitagnachmittag hatte die ersten Zuhörer der Sekundenschlaf übermannt.
Die Bilanz war insgesamt ernüchternd. Eine Regulierung der Branche aus einem Guß? Nicht in Sicht. Gnade seitens der Politik? Wohl kaum. Beruhigen sich die Märkte? Nein, es lauern neue Risiken.
Doch jetzt, beim "Closing Dinner" im barocken Rahmen, läuft IIF-Chairman Josef Ackermann als Mutmacher noch einmal zur Höchstform auf. "Er steht voll im Saft, er denkt nicht ans Aufhören", heißt es aus dem engen Umfeld des Deutsche-Bank-Chefs, um die Nachfolgespekulation einzudämmen.
Bekannt wird aber auch, dass Ackermann und Aufsichtsratschef Clemens Börsig schon eine Kriterienliste aufgestellt haben, um den Kronprinzen zu küren. "Das wird jetzt abgearbeitet", heißt es. Angesprochen auf die Favoritenrolle von Anshu Jain, dem Star-Investmentbanker des Geldkonzerns, wird man schmallippig. Kein Kommentar, kein Dementi.
Zu schon etwas fortgeschrittener Stunde leitet Ackermann auf den Stargast des Abends über: Griechenlands Ministerpräsident Giorgos Papandreou. Der überzeugt nicht nur mit seinem akzentfreien Englisch, sondern auch mit Zahlen, die heute handfester sein sollen als früher.
Ackermann, wie er leibt und lebt. Showman und Pfeife hoch drei -strengster kapitalistischer Prägung - Hauptsache die eigene Kohle stimmt und die "Politiker-/ Volks verarsche" geht weiter. wann entfernt man diesen burschen von den Futtertrögen?
bitte bleibt doch einfach bei den fakten und erspart den lesern die ironie zwischen den saetzen! das Hb war mal angenehmer zu lesen....
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