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Großbank: UniCredit plant Rückkauf von Hybridanleihen

Die italienische Großbank UniCredit plant den Rückkauf von Hybridanleihen in Milliardenhöhe. Die Maßnahme erinnert an das Rückkaufprogramm der Commerzbank im Dezember 2011.

UniCredit plant ein milliardenschweres Rückkaufprogramm von Hybridanleihen. Quelle: dapd
UniCredit plant ein milliardenschweres Rückkaufprogramm von Hybridanleihen. Quelle: dapd

Mailand/LondonDie italienische Großbank UniCredit bastelt weiter kräftig an ihrer Kapitalbasis. Das Geldhaus kündigte am Mittwoch den Rückkauf von Hybridanleihen für bis zu drei Milliarden Euro an. Die Papiere - Mischformen zwischen Eigen- und Fremdkapital - werden künftig von den Regulierungsbehörden nicht mehr als Kapitalpuffer anerkannt und verlieren für Banken damit an Wert.

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Zugleich bringt der Rückkauf UniCredit einen Gewinn zwischen 123 Millionen und 490 Millionen Euro, weil die Anleihen am Markt - zum Teil deutlich - unter ihrem Nennwert notieren. Die Bank bietet den Anlegern zwischen 50 und 81 Prozent des Nominalwerts von insgesamt 5,5 Milliarden Euro.

Aus einem ähnlichen Rückkaufprogramm hatte die Commerzbank im Dezember rund 700 Millionen Euro Gewinn gezogen. Die Banken passen sich damit den ab 2013 geltenden „Basel III“-Regeln an, die nur noch Grundkapital und Gewinnrücklagen als Kapitalpolster anerkennen.

Zugleich ringen UniCredit wie Commerzbank um die Erfüllung der Eigenkapitalanforderungen der EU-Bankenaufsicht EBA, die ihnen bis Ende Juni eine Kernkapitalquote von neun Prozent abverlangt und Basel III damit teilweise vorzieht. UniCredit will die von der EBA errechnete Lücke von fast acht Milliarden Euro vor allem mit einer Mega-Kapitalerhöhung unter ihren Aktionären stemmen, die 7,5 Milliarden Euro bringen soll. Der Anleihe-Rückkauf könnte das verbleibende Loch stopfen.

Außerdem will UniCredit bis zu 25 Milliarden Euro über die Ausgabe besicherter Anleihen einnehmen, wie ein Insider sagte, der damit einen Bericht der „Financial Times“ bestätigte. Die Papiere - vergleichbar mit deutschen Pfandbriefen - dienten aber nicht direkt der Refinanzierung. UniCredit wolle sich damit - wie das derzeit viele Banken in Europa tun - nur die nötigen Sicherheiten verschaffen, um bei der Europäischen Zentralbank (EZB) Geld leihen zu können. UniCredit wollte sich dazu nicht äußern. Solche Anleihen sind besonders geschützt: Die dahinterstehenden Ansprüche - etwa Hypotheken - sind selbst bei einer Pleite vor dem Zugriff der Gläubiger sicher.

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