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Großbanken: BNP Paribas braucht keine Kapitalerhöhung

Moody's hat drei französische Großbanken herabgestuft. Wegen unsicherer Staatsanleihen in Milliardenhöhe hat so auch die BNP Paribas ihr aktuelles Rating verloren. Dabei gibt sich Bankchef Prot siegessicher.

BNP-Paribas -Verwaltungsratschef Baudouin Prot sieht sein Kreditinstitut gut aufgestellt - auch inmitten der Krise. Quelle: AFP
BNP-Paribas -Verwaltungsratschef Baudouin Prot sieht sein Kreditinstitut gut aufgestellt - auch inmitten der Krise. Quelle: AFP

ParisDie Ratingagentur Moody's hat am Freitag drei führende französische Banken unter Bezug auf die Schuldenkrise in Europa herabgestuft. Betroffen sind BNP Paribas, Societe Generale und Credit Agricole. Das Langfristrating für BNP und Credit Agricole setzten die Analysten auf Aa3 herab, das für Societe Generale auf A1. Als Gründe wurden die schlechter werdenden Bedingungen für Liquidität und Finanzierung genannt sowie das fragile Geschäftsumfeld für europäische Banken. Diese haben Milliarden an Staatsanleihen aufgenommen, bei denen nun die Gefahr besteht, dass nicht alle zurückgezahlt werden können. Zudem verschlechterten sich die Wirtschaftsprognosen.

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An der Pariser Börse sorgte die Nachricht zeitweise für Kursverluste: BNP Paribas startete mit einem Abschlag von drei Prozent in den Handel, die Papiere von Societe Generale gaben mehr als drei
Prozent nach.

Wobei sich die französische Großbank BNP Paribas sich gut gerüstet sieht, um ohne Kapitalaufstockung den Stresstest der EU-Bankenaufsicht EBA zu meistern. BNP-Paribas -Verwaltungsratschef Baudouin Prot beschrieb in einem Gespräch mit der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (FAZ) die finanzielle Situation der Bank als solide.
Die harte Kernkapitalquote liege bei 9,6 Prozent, sie habe sich in den vergangenen drei Jahren verdoppelt. BNP werde die neuen Anforderungen der EBA - eine Quote von neun Prozent - ohne Probleme erfüllen. „Wir brauchen keine Kapitalerhöhung“, sagte Prot. Die EU-Aufsichtsbehörde hatte am Vorabend geschätzt, dass BNP Paribas 1,5 Milliarden Euro an frischem Kapital benötige. Die größten europäischen Banken sollen ihr Eigenkapital bis zum Sommer um ingesamt 115 Milliarden Euro aufstocken. Die EBA will mit der großangelegten Aktion verloren gegangenes Vertrauen in die Branche wiederherstellen.

  • 09.12.2011, 10:44 UhrAnonymer Benutzer: hermann

    Genau Eddie,
    und wie benötigen nicht nur ein Verbot des Short-Sellings sondern auch des Sellings, ausserdem ein Verbot der Ratingagenturen, und falls das nicht ausreicht, ein Verbot des Publizierens schlechter Nachrichten.
    Am Ende werden nur noch die Gedanken frei sein in unserer EUDSSR.

  • 09.12.2011, 09:52 UhrAdamSchmitz

    Wenn Sie das alles für Währungskrieg halten, empfehle ich Ihnen den Kauf von z.b. Griechischen Anleihen. Sie können auch Aktien der BNP kaufen.

    Wenn die Risiken nur von der Amerikanisch-Britischen-Weltverschwörung erfunden sind, ist Ihnen eine fette und zudem sichere Rendite gewiss. Viel Glück!!!

  • 09.12.2011, 09:35 UhrAnonymer Benutzer: Eddie

    So, so, nun ist also Moody's an der Reihe. Wie die sich doch schoen abwechseln, um das Dauerfeuer auf Europa (EUR, EU-Staaten und deren Banken) aufrecht zu erhalten. Das ist nichts anderes als ein Wirtschafts- und Waehrungskrieg und die Waffen dieser Mafiosi, sind die Medien, die von ihnen manipulierten Maerkte und die "Rating-Agenturen"... Wie schoen, dass dann auch noch ein Obama und Geithner uns gute Tips geben und uns sagen, wir sollten diese Krise endlich loesen - und uns dabei jede Hilfe zu verweigern. Die "Krise" waere schon laengst beendet, falls die Amis (und auch deren "kleiner Bruder", die Briten) ihre Spekulanten und deren Helfershelfer an die Kandarre nehmen wuerden. Statt dessen wird jede Massnahme blockiert (z.B. Verbot des "short-sellings). Immerhin werden die Amis und die Briten gemeinsam mit uns untergehen, falls diese Krise kein baldiges Ende findet, schliesslich sind im Zeitalter der Globalisierung alle Wirtschaften miteinander verflochten.

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