Vor 25 Jahren, am 16. Februar 1984 und damit fast zehn Jahre nach der Pleite seines Instituts, wurde der Ex-Banker Iwan Herstatt zu viereinhalb Jahren Haft verurteilt. Das Bild zeigt ihn auf dem Weg in den Verhandlungssaal am Kölner Landgericht. Sein Name steht für die größte Bankenpleite der deutschen Nachkriegsgeschichte: Herstatt war Chef des 1974 zusammengebrochenen gleichnamigen Bankhauses. Den Absturz vom erfolgreichen Privatbankier in den Konkurs hat er nie ganz verwunden: Herstatt, der am 9. Juni 1995 einem Krebsleiden erlag, beteuerte bis zuletzt seine Unschuld am Zusammenbruch des Kölner Bankhauses. Er sei, klagte er, mit "verbrecherischen Devisenspekulationen" seiner Mitarbeiter um sein Lebenswerk betrogen worden. Wie es zu der Bankenpleite kam - und welche spektakulären Banken-Schieflagen Deutschland seitdem noch erlebt hat. Foto: dpa