
Düsseldorf/London/Frankfurt/ParisEs ist das Finale einer für viele europäischen Banken furchtbaren Woche: Moody's hat zwölf britische Banken herabgestuft. Die Ratingagentur senkte ihre Bonitätsnoten für Lloyds TSB Bank, Santander UK und Co-Operative Bank um eine Stufe, die Ratings für die Royal Bank of Scotland und Nationwide Building Society nahm sie um zwei Stufen zurück. Außerdem wurden sieben kleinere Institute um eine bis fünf Stufen zurückgesetzt.
Bereits im Mai hatte Moody's die Ratings für die britischen Banken auf Beobachtung gesetzt. Die daraus resultierende Herabstufung begründet die Agentur mit einer Neubewertung der staatlichen Unterstützung des Finanzsektors. Zwar gehe man weiter davon aus, dass die britische Regierung systemrelevante Banken auch künftig stützen würde. Allerdings werde die Unterstützung zurückgehen. Außerdem sei die Wahrscheinlichkeit gestiegen, dass die Regierung kleinere Institute fallen lasse, wenn diese in Nöte geraten sollten.
Der britische Schatzkanzler George Osborne erklärte in einer ersten Reaktion auf BBC Radio 4, die Herabstufung sei ein Resultat der Regierungspläne zur Restrukturierung des Finanzsektors. Einer der Gründe sei, dass Moody's glaubt, die britische Regierung versuche von den Garantien für britische Banken wegzukommen. Die Ratingagenturen und andere wollten nun sehen, dass die Banken ihren Weg alleine gehen können. "Ich bin sicher, dass sie das tun werden", sagte Osborne.
Die Nachricht von der Herabstufung trifft allerdings mit einem Pressebericht zusammen, dem zufolge in der britischen Regierung die Sorge vor einem neuem Kapitalbedarf der Royal Bank of Scotland (RBS) wächst. „Wenn es in Europa eine breite Bewegung zur Rekapitalisierung von Banken gibt, dann ist es denkbar, dass auch die RBS mehr Staatshilfen benötigt“, zitierte die „Financial Times“ einen Regierungsvertreter.
Die RBS hat im Vergleich zu anderen britischen Banken viel Geld in Staatspapieren von Euro-Schuldenländern angelegt. Bereits im ersten Halbjahr korrigierte sie den Wert ihrer griechischen Staatsanleihen von 1,2 Milliarden Euro nach unten. In Italien hat sie noch 4,0 Milliarden Euro im Feuer. Die RBS zählt weltweit zu den größten Verlierern der Finanzkrise von 2008. Sie hatte in den Jahren 2008 bis 2010 einen Verlust von rund 29 Milliarden Pfund angehäuft und musste verstaatlicht werden. 82 Prozent der Aktien liegen derzeit beim Staat. Die Kosten für die Rettung der Bank belaufen sich laut Zeitung bislang auf 45 Milliarden Pfund (52 Milliarden Euro).
Die RBS-Aktie fiel in London im frühen Handel um vier Prozent, die Papiere von Lloyds TSB gaben knapp drei Prozent nach.
Seit zwei Jahren gehört das deutsche Institut zu einem Viertel dem Staat. Mit den Mitteln aus der Kapitalerhöhung will die Bank den größten Teil der rund 16 Milliarden Euro schweren staatlichen stillen Einlage ablösen - eine Art haftendes Eigenkapital ohne Stimmrechte. Insgesamt sammelte die Commerzbank zwischen April und Juni rund 14 Milliarden Euro ein.
Erst kürzlich erhöhte die italienische Bank Intesa SanPaolo ihr Eigenkapitel um rund 7 Milliarden Dollar. Mit einer Kernkapitalquote von 7,9 Prozent zum Ende des Jahres 2010 benötigt Intesa nicht unmittelbar frisches Geld. Die Großbank dürfte sich jedoch auf die neuen Eigenkapitalregeln unter Basel III vorbereiten.
Auch die dänische Danske Bank polsterte in diesem Jahr bereits ihre Kapitalausstattung auf. Im April sammelte sie rund 4 Milliarden Dollar ein. Mit Hilfe der Emission sollen staatliche Finanzhilfen zurückgezahlt werden.
Im August hat die italienische Bank Monte dei Paschi eine Kapitalerhöhung durchgeführt. Der Schritt mit einem Volumen von rund 3 Milliarden Dollar soll dem Institut die Rückzahlung der so genannten Tremonti-Bonds ermöglichen.
Auch die dänische Nordea Bank sah sich gezwungen, ihre Eigenkapital aufzustocken: Im April dieses Jahres sammelte sie rund 2,9 Milliarden Dollar ein.
Das irische Institut Bank of Ireland entging durch eine Kapitalerhöhung von rund 2,8 Milliarden Dollar in diesem Jahr nur knapp der Verstaatlichung. Durch die Beteiligung eines privaten Konsortiums liegen mindestens 68 Prozent des Instituts in privaten Händen.
Die mailändische Banco Popolare stockte im Februar ihre Kapitaldecke auf – um 2,7 Milliarden Dollar. Sie hatte in der Krise staatlich garantierte Anleihen in Anspruch genommen. Die wollte sie ablösen.
Die Agricultural Bank of Greece (ATE) ist ein Sorgenkind des griechischen Bankensektors und fiel beim Stresstest der Bankenaufsicht durch. Sie erhöhte ihr Eigenkapital im Juni um 1,8 Milliarden Euro.
Im zweiten Quartal dieses Jahres konnte Italiens viertgrößte Bank ihr Ergebnis durch Steuergutschriften fast verdreifachen. Zuvor hatte sie eine Kapitalerhöhung von 1,4 Milliarden Dollar durchgeführt.
Die viertgrößte Bank Griechenlands erhöhte ihr Eigenkapital im März ebenfalls um 1,4 Milliarden Dollar.
Die griechische Bank ist wegen des Umtauschs einheimischer Staatsanleihen tief in die roten Zahlen gerutscht. Im Januar griff sie zum Instrument der Kapitalerhöhung – und sammelte rund 1,1 Milliarden Dollar ein.
Die zyprische Marfin Popular Bank erhöhte im Februar ihr Eigenkapital um 700 Millionen Dollar.
Die spanische Bank kam beim Stresstest nur auf eine Kernkapitalquote von 5,7. Erst im Februar hatte sie Kapital um rund 600 Millionen Euro erhöht.
Die italienische Traditionsbank Monte dei Paschi di Siena hat sich mit 536 Millionen Dollar neuem Kapital eingedeckt. In der Finanzkrise hatte das Institut aus der Toskana als erste italienische Bank Staatshilfen in Anspruch genommen, nachdem es sich vor der Krise vor allem mit der Übernahme der norditalienischen Banca Antonveneta stark verschuldet hatte.
Knapp 399 Millionen Dollar nahm die Aareal Bank durch die Platzierung neuer Aktien im April 2011 ein. Ein Teil des Erlös nutzte das Institut, um Staatshilfen an den Bankenrettungsfonds zurückzuzahlen.
Auch die Banco Comercial Portugues hat sich mit frischem Kapital eingedeckt. Das Institut generierte 377 Millionen Dollar.
Auch an der Börse in Lissabon gaben die Kurse von Bankaktien nach. Denn parallel zu den britischen Banken stufte Moody's auch neun portugiesische Banken zurück. Die Agentur sieht eine Verschlechterung der Finanzstärke der Institute als Folge des hohen Bestandes an portugiesischen Staatsanleihen, der erwarteten Verschlechterung der Anlagen in der Heimat sowie der aktuellen Liquiditätsbeschränkungen für portugiesische Banken. Betroffen von der Herabstufung sind unter anderem die Ratings der Großbanken Banco Comercial Portugues, Banco Espirito Santo und Banco BPI.
Die Menschheit muss aus meiner Sicht heute gleich in mehrfacher Hinsicht in einem zunehmend lebensbedrohlichen Dilemma befindet, welches nur durch einen grundlegenden Wertewandel aufzulösen sein wird. Dieser Wertewandel muss mit ebenso grundlegenden Veränderungen des Geld- und Finanzsystems einhergehen, damit dieser auch auf Dauer tragfähig gestaltet werden kann. Ferner muß dieser Wandel von den wohlhabenden Nationen der Ersten Welt ausgehen, die es wider besseren Wissens bis zum heutigen Tage versäumt haben ihren Ressourcen- verzehrenden Lebensstil zu korrigieren und an die natürlichen Gegebenheiten des Lebensraums Erde anzupassen.
99 Prozent aller Tierarten hat die Evolution bereits rausgekickt.
Kollaps bereits in Sicht! Wieviel Zeit haben wir noch, etwas Werthaltiges von unserem Geld zu kaufen? 1 Woche oder doch noch 1 Monat?
Die Banken brauchen nicht zu den "Herren der Welt" zu mutieren, weil sie es schon immer waren.
Und die geben halt vor, in welcher Form der Austausch von Dienstleitungen und Waren stattzufinden hat. In dem man nämlich ihre Papierwährungen leiht.
Alles andere ist "undemokratisch".
"Das unverzeihliche Verbrechen Deutschlands vor dem Zweiten Weltkrieg war der Versuch, seine Wirtschaftskraft aus dem Welthandelssystem herauszulösen und ein eigenes Austauschsystem zu schaffen, bei dem die Weltfinanz nicht mehr mitverdienen konnte."
Winston Churchill
"Am Ausgang der dreißiger Jahre stand das System des Freien Welthandels, verkörpert durch seine Leitmacht USA, vor großen Herausforderungen durch autoritäre, wirtschaftlich erfolgreiche Machtblöcke. Noch bedrohlicher für die Verfechter der alten Ordnung war, dass man sogar in Gefahr war zu verlieren.
Die Regierung des Dritten Reiches hatte sich vom Goldstandard gelöst und führte die "Arbeitswährung" ein. Dazu wurde mit 25 Staaten in aller Welt bilaterale Handelsabkommen auf Verrechnungsbasis abgeschlossen. Es entstand ein reiner Tauschhandel moderner deutscher Industrieerzeugnisse gegen benötigte Rohstoffe und Lebensmittel. Dollar und Pfund Sterling wurden weitgehend ausgehebelt, was die Eliten der Wall Street erheblich traf. Das deutsche System funktionierte bestens und es bestand die Gefahr, dass andere Länder dieses Vorgehen übernahmen. Für das Wohlergehen der US-Eliten musste verhindert werden, dass sich ein neues Handelssystem den globalen Weg bahne und den wirtschaftlichen Liberalismus wie eine Börsenblase platzen lasse...
Aus "Unternehmen Patentraub" von Friedrich Georg
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