
HB PEKING. Es sei schwierig, diese Summe ausschließlich am Kapitalmarkt aufzubringen, erklärte ICBC-Chef Yang Kaisheng am Dienstag. Analysten zufolge könnte die Regierung gezwungen sein, den Banken mit Finanzspritzen zur Seite zu springen.
Nach Angaben Yangs ergibt sich die Summe aus einer geforderten weiteren Erhöhung der Kreditvergabe von 15 Prozent, einer Eigenkapitalquote von 11,5 Prozent sowie einer angestrebten Steigerung des Nettogewinns von zwölf Prozent. Drei der Institute - ICBC, Bank of China und Bank of Communications - hatten in den vergangenen Monaten Kapitalerhöhungen angekündigt. Die China Construction Bank, der zweitgrößte Kreditgeber nach Marktkapitalisierung, hatte erklärt, über Möglichkeiten zur Stärkung der Kapitaldecke nachzudenken.
Auf den Bilanzen der Geldhäuser lastet vor allem, dass sie die heimische Wirtschaft im Vorjahr mit Krediten in Höhe von rund einer Billion Euro (9,6 Billionen Yuan) versorgt hatten. Die Maßnahme hatte den Aufschwung in China kräftig angekurbelt und die Auswirkungen der weltweiten Wirtschaftskrise abgeschwächt.
"Das Wachstumsmodell der chinesischen Banken erfordert, dass sie alle paar Jahre an den Kapitalmarkt kommen", sagte May Yan, Analystin bei Nomura International in Hongkongm der Nachrichtenagentur Bloomberg. "Es gibt keinen anderen Ausweg und dies wird lange auf den Markt drücken". Die Schätzung von Yang sei "recht vernünftig".
Die zuletzt vorgelegten Zahlen der nach Marktkapitalisierung größtem Bank der Welt belegen, dass sie 2009 massiv vom Kredit-Boom profitiert hatte. Allerdings konnte die ICBC die Erwartungen der Börsianer nicht erfüllen. Die Bank hatte angekündigt, durch die Ausgabe von Wandelanleihen bis zu 2,7 Mrd. Euro aufzunehmen. Außerdem will sie bei der Kreditvergabe künftig vorsichtiger vorgehen. Das Institut nannte aber kein Ziel für das Kreditwachstum, das 2009 über 16 Prozent betrug.
Auch die Chinesen kochen nur mit Wasser. Die Zeit der großen Außenhandelsüberschüsse ist ausgebremst und ein unverminderter Ausbau der infrastruktur geht ans Eingemachte. Man kann nur hoffen, daß sich China nicht übernommen hat und deren Wirtschaft wie ein Kartenhaus in sich zusammenfällt. Für die Weltwirtschaft wäre das eine Katastrophe.
Der beitritt zum iWF erfolgte sicherlich nicht aus der Absicht Geld los zu werden, vielmehr meine ich, daß sich China etwas sichern will. Es ist wie mit einer Tsunamiwelle: Sichtbar wird sie, wenn sie aufläuft und dann ist es schon zu spät.
Mit den veröffentlichten Wirtschaftsdaten muß man angesichts unzuverlässiger Provinzregierungen skeptisch umgehen. Da stimmt nicht alles. Aber eine Preisentwicklung, die eindeutig Deflation signalisiert, halte ich für brandgefährlich. Es ist die Aufforderung, einen noch niedrigeren Preis abzuwarten und dann läuft die Wirtschaft unter Niveau. Dagegen ist eine inflationsrate von 4% die Aufforderung, sofort zu kaufen.
Langsam holt die Realitaet auch die Chinesen ein (http://crisismaven.wordpress.com/2010/02/13/bloom-of-doom-vi-will-china-survive-the-crisis/). Wer dreissig Jahre lang seine Statistik danach ausrichtet, was die Regierung hoeren will, und seine Wirtschaft mit selbst gedrucktem Geld und infrastrukturprojekten "in Schwung" haelt, muss sich ueber einen Zusammenbruch á la Sowjetunion amd dicken Ende nicht wundern. Haetten die die Auslandschinesen nicht, ginge es denen wie Nordkorea.
50 Mrd sind kein Problem. Das mag sein, bis die Wahrheit rauskommt. Denn bei einem zugegebenen Problem von "nur" 50 Mrd, ist meistens noch ein weitaus größeres dahinter.
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