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In der Kritik: Japaner misstrauen ihren Banken

Auch wenn die Kapitaldecke noch dünn ist - die japanischen Banken erholen sich. Doch deren Aktionäre fürchten, dass die Vorstände zu viel kassieren. Und dem neuen Minister für Finanzwesen gefällt die Auslandsstrategie der Kreditinstitute nicht.

Die Aktionäre der japanischen Banken verlangen Einblick in die Managervergütung. Quelle: Reuters
Die Aktionäre der japanischen Banken verlangen Einblick in die Managervergütung. Quelle: Reuters

TOKIO HB. Für japanische Verhältnisse grenzte der Antrag an Majestätsbeleidigung. Ob man nicht die Vergütung aller Manager individuell aufschlüsseln könne, wollte ein Aktionär vergangene Woche auf der Hauptversammlung der Mizuho-Finanzgruppe wissen. Brüsk wurde sein Ansinnen abgelehnt. Immerhin aber ließ Takashi Tsukamoto, Chef der zweitgrößten Bank im Lande, die Aktionäre wissen, dass man angesichts der Finanzkrise nicht einfach so zur Tagesordnung übergehe: Seine eigene Entlohnung und die der zwei anderen Präsidenten in der Gruppe würden für drei Monate um 30 Prozent gekürzt.

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Ein Tropfen auf den heißen Stein. Die Situation von Japans Banken sei geprägt von einer „weiterhin schwachen Performance“, urteilte die Rating-Agentur Fitch.

Die Finanzkrise scheint zwar überstanden, aber der wirtschaftliche und politische Druck bleibt groß. Ob es die international diskutierten Anforderungen an das Eigenkapital sind, die Pläne für eine Bankensteuer oder die Vergütung der Führungsriege ist – die Kreditinstitute müssen sich zunehmend unangenehme Fragen gefallen lassen.

Morgen stehen bei der größten und der drittgrößten Bank im Land, der Mitsubishi UFJ Finanzgruppe und der Sumitomo Mitsui, die Hauptversammlungen an. Besonderer Aufreger dürfte dort auch die Strategie der großen Banken sein, stärker in Übersee Geschäfte zu machen. Ein Ansinnen, das der neue Minister für das Finanzwesen, Shozubaru Jimi, kritisiert: „Japanische Banken waren nie so gut im Investment-Banking wie etwa Goldman Sachs“, sagte er und ergänzte. „Sie sollten sich daran erinnern. Die Profitabilität zu stärken, ist jetzt die wichtigste Aufgabe.“ Jimi zielt damit etwa auf Beteiligungen von Mizuho an Merrill Lynch, von Sumitomo Mitsui an Barclays und Mitsubishi UFJ an Morgan Stanley.

Tatsächlich befinden sich die heimischen Banken noch im Erholungsprozess. Im abgelaufenen Geschäftsjahr kehrten etwa Mizuho mit einem Nettogewinn von 239 Mrd. Yen (2,2 Mrd. Euro) und Sumitomo mit einem Nettogewinn von 271 Mrd. Yen (2,5 Mrd. Euro) zwar in die schwarzen Zahlen zurück, doch die Eigenkapitaldecke ist bedenklich dünn. Marktbeobachter gehen davon aus, dass das Basel-Komitee zur Regelung des Kapitalmarkts die neue Quote auf 6,5 Prozent festlegen könnte. Diejenige der japanischen Banken wird derzeit auf zwei bis maximal fünf Prozent geschätzt.

  • 28.06.2010, 18:27 UhrAnonymer Benutzer: aruba

    Guten Tag,.... Die Japaner? Nein jeder Mensch der noch halbwegs alle Tassen im Schrank hat, misstraut diesen banditen. besten Dank

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