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Investment-Banking: UBS verbucht wieder Milliardenerträge

Das Sorgenkind wird zur Cash-Cow. Die leidgeprüfte UBS rechnet bei ihrer einstigen Sorgensparte Fixed Income im ersten Quartal mit Milliardenerträgen. Die Schweizer Großbank kann solche Nachrichten äußerst gut gebrauchen.

Die UBS hofft auf das Investment-Banking. Quelle: dpa
Die UBS hofft auf das Investment-Banking. Quelle: dpa

ZÜRICH. Die UBS ist besser ins Jahr 2010 gestartet, als von vielen Analysten erwartet wurde. Motor des Erfolgs ist dabei ausgerechnet der krisengeschüttelte Handel mit festverzinslichen Schuldtiteln. Nach Angaben der Schweizer Großbank peilt die Sparte Fixed Income, Currencies und Commodities (FICC) im ersten Quartal Erträge in Höhe von 2,3 Mrd. Dollar an. Die UBS bestätigte damit weitgehend eine Spekulation der Nachrichtenagentur Bloomberg. „Die Zahl ist leicht höher als die derzeit prognostizierten Erträge“, teilte die Bank mit. Die Börse reagierte mit einem Kursanstieg von mehr als vier Prozent auf die Osterüberraschung.

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Die Sparte FICC war verantwortlich für die herben Verluste der Bank während der Finanzkrise. Durch Spekulationen mit Hypothekenanleihen mussten die Eidgenossen mehr als 50 Mrd. Dollar abschreiben. Konzernchef Oswald Grübel strich daraufhin die Aktivitäten der Investmentbanker radikal zusammen, machte sich jedoch kurz danach bereits an den Wiederaufbau. Um seine Ergebnisziele zu erreichen, soll die Sparte FICC in den nächsten drei bis fünf Jahren acht Mrd. Franken erwirtschaften. Im vergangenen Jahr machten die Händler noch ein Minus von gut einer halben Mrd. Franken.

Selbst Notenbanker haben Zweifel

„Sollten die Erträge aus dem risikoarmen Kundengeschäft stammen, wäre das sehr ermutigend“, sagte Peter Thorne, Bankanalyst beim Brokerhaus Helvea in London. Skepsis erscheint angebracht, weil die UBS noch vor kurzem über „eingeschränkte Handelschancen“ im vierten Quartal des vergangenen Jahres berichtet hatte. Die Einnahmen waren damals gegenüber dem Vorquartal noch um die Hälfte auf eine knappe Mrd. Franken eingebrochen. Selbst Notenbanker haben große Zweifel, ob die UBS den FICC-Motor wieder zum Laufen bringen kann, ohne deutlich höhere Risiken einzugehen. Thorne rechnet bislang damit, dass die UBS mit ihren FICC-Aktivitäten in diesem Jahr allenfalls rund vier Mrd. Franken einnehmen kann.

Die UBS würde damit Anschluss finden an andere Investmentbanken. So erwarten Analysten für Goldman Sachs in den ersten drei Monaten Einnahmen von rund 6,8 Mrd. Dollar aus diesem Bereich. Das wäre noch einmal ein Plus gegenüber dem hohen Vorjahreswert. Die Credit Suisse, Erzrivalin der UBS, verbuchte 2009 Einnahmen von fast elf Mrd. Franken aus dem Fixed-Income-Geschäft.

Verantwortlich für den Wiederaufbau des FICC-Geschäfts bei der UBS ist Carsten Kengeter. Seiner Meinung nach kann es sich die Großbank nicht leisten, auf wichtigen Finanzmärkten außen vor zu bleiben. Kürzlich deutete er deshalb die Rückkehr in den Rohstoffhandel an. Auch das Hypothekengeschäft in den USA sei nicht mehr tabu. Allerdings wolle man in Zukunft viel vorsichtiger zu Werke gehen. Insgesamt habe die Einheit etwa zwei Drittel der Restrukturierung hinter sich gebracht.

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