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Investment: Warren Buffett stockt bei Munich Re auf

Die Investorenlegende hält nun jeweils drei Prozent am größten Rückversicherer und am Branchenzweiten Swiss Re. Er schätzt den Markt für Großrisiken als hoch profitabel ein. Nur der Vermögensverwalter Blackrock hat mehr Stimmrechte.

Investorenlegende Warren Buffett: Einstieg bei Deutschlands größtem Rückversicherer, der Munich Re. Foto: AP Quelle: ap
Investorenlegende Warren Buffett: Einstieg bei Deutschlands größtem Rückversicherer, der Munich Re. Foto: AP Quelle: ap

FRANKFURT. Der US-Milliardär Warren Buffett hat seine Beteiligung am weltgrößten Rückversicherer Munich Re kräftig aufgestockt. Gestern gaben die Münchner bekannt, dass die Investorenlegende mehr als drei Prozent der Aktien besitze. Das entspricht bei einer Börsenkapitalisierung von 21,4 Mrd. Euro einem Wert von rund 660 Mio. Euro.

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Bereits 2008 hatte Buffett eine Beteiligung von etwa einem halben Prozent an dem Versicherer der Versicherer aufgebaut und als "Handelsbestand" klassifiziert. Damit bezeichnet Buffett Aktien, die er nicht ewig halten, sondern nach einigen Jahren wieder verkaufen will. Munich Re gilt als die erste deutsche Firma, in die er direkt investiert hat.

Buffett ist nun der zweitgrößte Anteilseigner des Konzerns, der sich im vergangenen Herbst von Münchener Rück in Munich Re umbenannte. Nur der US-Vermögensverwalter Blackrock hat mit 4,6 Prozent mehr Stimmrechte. "Wir freuen uns über jeden Investor", sagte eine Sprecherin von Munich Re. "Das Engagement ist ein Beleg für unsere nachhaltige Strategie."

Neben Munich Re ist Buffett auch an dem Branchenzweiten Swiss Re mit drei Prozent beteiligt - und könnte diese Beteiligung über eine Wandelanleihe sogar auf rund ein Viertel der Anteile aufstocken. Eingestiegen ist er mit einer Kapitalspritze von rund drei Mrd. Dollar, nachdem die Schweizer sich mit Wertpapieren verzockt hatten und rote Zahlen schrieben. Das entsprach Buffetts Philosophie, Krisenzeiten für profitable Geschäfte zu nutzen.

Buffett kennt die Versicherungsbranche und vor allem den Markt für Großrisiken seit 40 Jahren. Unter anderem besitzt er den drittgrößten Rückversicherer General Re. Er kann daher das Geschäftsgebaren der wichtigsten Konkurrenten bestens beurteilen.

Der Buffett-Experte und Frankfurter Fondsmanager Hendrik Leber interpretiert den Munich Re-Aktienkauf als "starkes Signal", dass die Investmentlegende aus Omaha im Bundesstaat Nebraska den Rückversicherungsmarkt für interessant hält. Der Marktführer Munich Re sei gut aufgestellt: "Die Aktie ist rundum solide Aktie und sauber durch die Krise gesegelt ist". Im vergangenen Jahr verdiente der Konzern nach Schätzung von Analysten zwischen 2,2 und 2,5 Mrd. Euro. Auch dieses Jahr sollen es mehr als zwei Mrd. Euro werden.

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