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Investmentbanker halten Kursentwicklung für entscheidend: Keine schnellen Gegengebote für HVB erwartet

Investmentbanker erwarten nicht, dass die Übernahme der Hypo-Vereinsbank (HVB) durch die italienische Unicredito noch vor der Sommerpause durch ein feindliches Gegengebot gestört wird. „Natürlich sind Gegengebote für die HVB nicht ausgeschlossen, aber für Interessenten gibt es keinen Grund zur Eile“, betonte ein Banker am Wochenende.

Die Aktionäre von Unicredo entscheiden über das Angebot für die HVB.
Die Aktionäre von Unicredo entscheiden über das Angebot für die HVB.

HB FRANKFURT/M. Unicredito und die HVB hatten sich am vergangenen Wochenende auf eine 15 Mrd. Euro teure Übernahme der Münchener Bank durch einen Aktientausch geeinigt. Seither halten sich Spekulationen, andere europäische Banken könnten ein in der Finanzbranche eigentlich unübliches feindliches Gegengebot abgeben. Zu den Kandidaten zählen die französische BNP Paribas, die niederländische ABN Amro und die britische HSBC. Zu all diesen Instituten hatte die HVB in den vergangenen Monaten Kontakte. Das Nachrichtenmagazin Focus hat am Wochenende die Royal Bank of Scotland ins Spiel gebracht. Die nach Börsenwert zweitgrößte Bank Europas plane ein Angebot an die HVB-Aktionäre, das bis zu 1,50 Euro je Aktie über dem von Unicredito liegen solle. In schottischen Finanzkreisen hieß es allerdings, dass keine Offerte vorbereitet werde.

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Am 27. Juli müssen die Aktionäre von Unicredito über das Angebot für die HVB entscheiden. Erst danach können die Italiener die offizielle Tauschofferte auf den Weg bringen. Der Abschluss der Übernahme dürfte sich deshalb bis in den Herbst hinziehen. „Für jeden anderen Interessenten macht es Sinn, so lange zu warten“, hieß es in Frankfurter Finanzkreisen. Sollte der Kurs von Unicredito im Laufe der Monate deutlich unter Druck geraten und damit das Tauschangebot an Wert verlieren, sei es gut möglich, dass eine andere Bank die Gelegenheit zu einer höheren Offerte nutze.

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