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Investments in Südeuropa: Milliarden-Risiko bei JP Morgan Chase

Die Schuldenkrise in Südeuropa macht auch vor der US-Bank JP Morgan Chase nicht halt. Im schlimmsten Fall könne das Institut bis zu fünf Milliarden Dollar verlieren, sagte Vorstandschef Dimon in einem Zeitungsinterview.

Das Logo von JPMorgan Chase an der Zentrale in New York. Quelle: AFP
Das Logo von JPMorgan Chase an der Zentrale in New York. Quelle: AFP

BerlinDie US-Bank JP Morgan Chase könnte wegen ihres Engagements in den Krisen-Ländern Europas Milliarden verlieren. „Wir sprechen hier von einer Summe von etwa fünf Milliarden Dollar, also knapp 30 Prozent, wenn es richtig schlecht läuft“, sagte Vorstandschef James Dimon der „Welt am Sonntag“.

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Insgesamt habe das Institut ein 16 Milliarden Dollar schweres Südeuropa-Portfolio. Er halte das Risiko aber für überschaubar, sagte Dimon. „Ein solcher Verlust würde uns schmerzen, aber nicht umbringen.“ JPMorgan Chase werde sich nicht aus der Region zurückziehen. Dies sei nicht der Weg, langfristig Geschäfte zu machen, sagte der Bankchef. „Wir sind seit über 100 Jahren in Europa, und wir werden auf Dauer hier bleiben.“

Sein Institut habe das Engagement trotz der Krise bislang nicht reduziert. „Wir haben in den Staaten Portugal, Italien, Irland, Griechenland und Spanien nicht reduziert. Auch in den anderen Ländern gab es nur kleine Verschiebungen.“ Die US-Bank JPMorgan Chase hatte im vergangenen Jahr einen Rekordgewinn eingefahren.

Dabei zehrte das Wall-Street-Institut vor allem von den guten Geschäften zu Jahresbeginn. In der zweiten Jahreshälfte hinterließen die Schuldenkrise und die sich abkühlende Weltwirtschaft ihre Spuren in der Bilanz des Branchenprimus. Im Gesamtjahr stieg der Gewinn um 9 Prozent auf unterm Strich annähernd 19 Milliarden Dollar (14,9 Mrd Euro), wie das Institut am Freitag mitgeteilt hatte. JPMorgan war die erste US-Großbank, die ihre Bilanz fürs Gesamtjahr veröffentlichte.

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