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Japanische Finanzaufsicht: Deutscher Bank drohen härtere Kapital-Auflagen

Die japanische Finanzaufsicht hält Deutschlands größtes Geldhaus einem Medienbericht zufolge für das weltweit systemrelevanteste Kreditinstititut. Sollten sich andere Aufsichtsbehörden dieser Sichtweise anschließen, könnten auf die Deutsche Bank zusätzliche, massive Kapitalvorschriften zukommen. Unterdessen mehren sich die Anzeichen, dass auch China seinen Großbanken härtere Vorgaben aufbrummt.

Deutsche-Bank-Zentrale in Frankfurt. Quelle: DAPD
Deutsche-Bank-Zentrale in Frankfurt. Quelle: DAPD

hgn/HB TOKIO. Der Deutschen Bank drohen zusätzliche Kapital-Auflagen. Die japanische Finanzaufsicht und die Notenbank des Landes hätten das Geldhaus auf den ersten Rang einer Liste mit systemrelevanten Instituten gesetzt, berichtete die japanische Zeitung "Mainichi" am Mittwoch. Erst dahinter folgten Goldman Sachs und JPMorgan Chase.

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Seit langem wird erwartet, dass die Deutsche Bank – womöglich als einziges Institut hierzulande – in die Kategorie der systemrelevanten Institute fällt. Überraschend ist aber, dass Japan nun offensichtlich bei einem Zusammenbruch des heimischen Branchenprimus mehr Gefahrenpotenzial als bei einem Kollaps der stets als risikoreicher wahrgenommenen US-Investmentbanken sieht.

Die Deutsche Bank hatte die Finanzkrise mit relativ geringen Blessuren überstanden. Allerdings hätte auch ihr der Kollaps gedroht, hätten die USA nicht mitten in der Krise den Versicherer AIG aufgefangen und damit Milliardenzahlungen an die Deutsche Bank abgesichert.

Die japanischen Behörden haben dem "Mainichi"-Bericht zufolge die insgesamt 60 Namen umfassende Banken-Liste bereits dem Finanzstabilitätsrat (FSB) vorgelegt. Dieses aus etwa zwei Dutzend Nationen bestehende Gremium soll dann bis Mitte 2011 entscheiden, welche Institute als so genannte „Systemically Important Financial Institutions“ (SIFIs) eingestuft werden.

Mit Systemrelevanz spielen die Regulierer auf den Umstand an, dass ein Zusammenbruch dieser großen Banken das gesamte Finanzsystem rund um den Globus ins Wanken bringen könnte. In den kommenden Wochen dürften andere FSB-Mitglieder ihre Einschätzung ebenfalls an das internationale Gremium weiterleiten.

Noch ist unklar, welche konkreten Konsequenzen es für eine Bank hat, wenn das FSB zu dem Schluss kommt, dass das Geldhaus hohe Systemrelevanz hat. Allgemein wird jedoch davon ausgegangen, dass diese Institute dann beispielsweise eine höhere Eigenkapitalausstattung vorweisen müssen, um Verluste im Krisenfall besser abfangen zu können. Dabei ist durchaus möglich, dass die Aufseher jeweils unterschiedliche nationale Vorgaben machen.

  • 29.12.2010, 12:45 UhrAnonymer Benutzer: MW

    Könnte daran liegen, dass die Deutsche bank - was vielen nicht so bewusst ist - einer der größten Abwickler des internationalen Zahlungsverkehrs und anderer Transaktionsdienstleistungen ist. (ein eer "langweiliges" Geschäft, as relativ stabile Erträge produziert bei gleichzeitig eher geringen Risiken - darum redet kaum jemand davon).
    Allerdings sind hier JP Morgan, Citi und HSbC mindestens genauso groß, wenn nicht größer.
    Die Deutsche bank ist zusätzlich aber noch Marktführer im Devisenhandel, vielleicht legen die japanischen Aufseher darauf besonderes Gewicht.
    Wenn es um das sonstige investmentbanking geht, dann spielt die Deutsche bank zwar unter den größten mit, aber global gesehen nicht auf Platz 1. Vom Privatkundengeschäft mal ganz abgesehen, dafür ist die Deutsche bank in diesem bereich immer noch in zu wenigen Ländern aktiv. Da sind die großen Klötze vor allem Citi und HSbC

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