
Frankfurt/BerlinDeutsche-Bank-Chef Josef Ackermann warnt vor einem Ausstieg Griechenlands aus dem Euro. „Das ist eine Lösung, die man gar nicht andenken sollte. Das wäre ein ganz dramatisches Ergebnis“, sagte Ackermann am Sonntag in der ARD-Sendung „Bericht aus Berlin“. „Wir müssen Griechenland im Euro behalten.“ Am gefährlichsten sei die Gefahr einer Ansteckung auf andere Länder. Die italienische Regierung habe die Lösung aber selbst in der Hand. „Italien ist ein reiches Land“, sagte der Deutsche-Bank-Chef. Das Land müsse endlich seinen Haushalt in Ordnung bringen. In Griechenland gehe es darum, das Land als Investitionsstandort attraktiver zu machen.
Ackermann drängte auf eine rasche Aufstockung des Euro-Rettungsschirms, um die Staatsfinanzierung von Italien und Spanien in den nächsten drei Jahren sicherzustellen. Er sprach sich allerdings strikt gegen Pläne aus, die Währungsreserven einzelner Länder für die Euro-Rettung zu verpfänden. „Das ist verständlich, das würde ich aber verheerend finden.“ Aus den Reihen der G20 hatte es einen entsprechenden Vorschlag gegeben. „Wir kennen diesen Plan und wir lehnen ihn ab“, hatte ein Bundesbank-Sprecher dazu gesagt.
Ackermann bekräftigte die Absicht der Deutschen Bank, ihre Eigenkapitalquote wie von Politikern und Regulierern gefordert aufzustocken: „Ja, absolut, und zwar sehr schnell.“ Die Bank muss bis Mitte 2012 auf eine Eigenkapitalquote von neun Prozent im Verhältnis zu ihren Bilanzrisiken kommen. Neun Prozent sind Bankenkreisen zufolge auch der Prozentsatz, den das Institut von 2016 an vorhalten muss, weil es zu groß ist, als dass es ins Wanken kommen dürfte, ohne das weltweite Finanzsystem zu gefährden. Wichtiger seien Hilfen bei der Refinanzierung, die für viele Banken in Europa schwieriger geworden sei, betonte der Deutsche-Bank-Chef.
Ackermann wandte sich erneut gegen eine Flut von Regulierungsmaßnahmen, - etwa Bankenabgaben und Transaktionssteuern -, die auf die Banken zukomme. „Irgendwann muss man sagen: Genug ist genug“, sagte er. Die Banken könnten nicht mehr leisten, wenn sie zugleich das Wachstum finanzieren sollten.
Den gleichen Quatsch haben Sie bei der Bilderserie "die gefährlichsten Banken" auch schon geschrieben.
Um es kurz zu machen: Die Bilanzsumme ist nicht die Summe aller Schulden.
Die Haltung Josef Ackermanns ist vorbildlich. Denn wenn es ein Institut gibt, das Potentiale erkennt und fördert, dann die Deutsche Bank. Offenbar ist Griechenland nicht potentiell gefährlich, sondern potentiell förderbar. In Griechenland gibt es Akademiker, die keine Arbeit finden. Damit hatte Griechenland nicht einfach nur Geld zum Fenster hinaus geworfen, sondern eben eher in die Bildung investiert. Ich glaube der Deutschen Bank, wenn diese sagt, dass Griechenland im "Euro" gehalten werden müsse.
Das Potential der aus der Rettung geschaffenen Möglichkeiten für ein wirtschaftlich erstarktes Griechenland kommt in den Kommentaren einfach zu kurz. Zumal die Kommentatoren selbst kaum in der Lage sind, einen Betrieb zu gründen: vielleicht wegen mangelnden Mutes, vielleicht wegen mangelnder Intelligenz. Jedenfalls spiegelt die Einstellung der Kommentatoren gegenüber Griechenland eher die jeweilige Qualifizierung wieder. Womit die Erkenntnis, dass Griechenland zu retten ist, den Horizont der Kommentatoren übersteigen dürfte. Besser ist, die Kommentatoren ändern ihre Einstellung zu Griechenland, oder man schenkt ihnen besser kein Vertrauen.
Griechenland ist unverschuldet in Not geraten.
Spielt doch keine Rolle. Dei Griechen werden denn EURO schon behalten...dass die Deutsche Bank ein geringeres Risiko trägt als die anderen Pfeffersäcke spielt doch keine Rolle...Die Politik deckt die Banken, die mit Ihrer Vollkaskomentalität dem Steuerzahler bürgen lässt. Wo bleibt denn da der Markt mit dessen ordnenden Funktion? Ach ja...bewusst ausser Funktion gesetzt!!!
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