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Keine Fusion mit BayernLB: Der Verkauf der WestLB hängt nun an Friedrich Merz

Eine gemeinsame Zukunft von WestLB und BayernLB wird es nicht geben - die Gespräche sind geplatzt. Nun kommt alles auf den ehemaligen Spitzenpolitiker Friedrich Merz an, der den von der EU geforderten Verkauf der WestLB organisieren soll. Das wird nicht einfach.

Friedrich Merz ist nun mehr denn je gefordert. Quelle: dpa
Friedrich Merz ist nun mehr denn je gefordert. Quelle: dpa

hgn/rob/HB. FRANKFURT/DÜSSELDORF. Rund anderthalb Monate nach Ankündigung ihrer Fusionspläne stehen WestLB und BayernLB vor einem Scherbenhaufen. Und dass mit dem Platzen der Fusion auch die Chefs von BayernLB und WestLB, Gerd Häusler und Dietrich Voigtländer, enorm unter Druck geraten. Beide hatten ihr Gewicht für das Projekt in die Waagschale geworfen - auch wenn von Anfang betont wurde, es sei offen, "ob die Gespräche zum Erfolg führen". Gerade für die WestLB wächst nun die Gefahr einer Zerschlagung. Denn die Eigentümer, regionale Sparkassen und das Land Nordrhein-Westfalen, müssen sich auf Druck der EU zurückziehen.

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Die WestLB kritisierte den Abbruch der Fusionsgespräche durch die BayernLB. In einer Mitteilung sprach die nordrhein-westfälische Landesbank von einem "vorzeitigen Abbruch". Die BayernLB teilte heute mit, „die Fusionsprüfung mit der WestLB nicht fortzusetzen“. Ein Zusammenschluss zu Deutschlands drittgrößter Bank bringe keine ausreichenden ökonomischen Vorteile: „Maßstab für diese mögliche Fusion war aus Sicht der BayernLB alleine die Frage, ob eine fusionierte Bank eine hinreichend höhere Eigenkapitalrendite erwirtschaften kann, als jedes Haus für sich alleine“, erklärte die Münchener Bank.

Die WestLB nehme die Entscheidung, die Gespräche mit sofortiger Wirkung und noch vor Klärung der entscheidenden inhaltlichen Fragen einzustellen, mit Bedauern zur Kenntnis, teilte sie am Donnerstag mit. "Aus Sicht der WestLB stellten sich die Perspektiven einer fusionierten Bank bereits zu diesem frühen Zeitpunkt positiv dar. Daher wäre eine vertiefte Prüfung eines Zusammenschlusses sinnvoll und aussichtsreich gewesen", erklärte Bankchef Dietrich Voigtländer.

WestLB-Chef Voigtländer bedauerte die Entscheidung und betonte, eine vertiefte Prüfung eines Zusammenschlusses wäre „sinnvoll und aussichtsreich“ gewesen. Sein Geldhaus sei nach seinem Umbau und der Auslagerung milliardenschwerer Risiken ein „attraktiver Fusionspartner“.

Angeblich hakten die Gespräche bereits in den vergangenen Wochen. So sei ein Treffen Mitte Oktober abgesagt worden, in dem eigentlich Details über das Öffnen der Bücher und die damit einhergehende gegenseitige Prüfung der Bilanzen vereinbart werden sollte.

BayernLB und WestLB hatten vereinbart, bis zum Jahresende einen Zusammenschluss zur drittgrößten Bank in Deutschland zu prüfen. Viele Experten waren bereits im Vorfeld skeptisch, was die Pläne betraf. Im Lager der Landesbanken sind bereits zahlreiche Anläufe zu Zusammenschlüssen gescheitert.

Mit dem Ende der Gespräche droht der vor allem vom Bund geforderten Neuordnung des öffentlich-rechtlichen Bankensektors ein schwerer Rückschlag. Die Landesbanken waren in der Krise mit milliardenschweren Staatshilfen am Leben gehalten worden. Die WestLB muss nach Auflagen der EU-Kommission bis Ende 2011 mehrheitlich in neue Hände kommen. Alternativ ist eine Landesbanken- Fusion möglich. Diese Option favorisieren die WestLB-Eigentümer.

  • 04.11.2010, 16:27 UhrAnonymer Benutzer: tommel

    der pakt das schon. einer der wenigen leute, die angie gefährlich geworden wären. aber er hat die richtige wahl getroffen. finde es bloß schade, dass er der mistaufräumer vom dienst sein muss, um sich zu profilieren.

  • 04.11.2010, 15:37 UhrAnonymer Benutzer: Fortunio

    Eine bewährungsprobe für Herrn Merz. ist er erfolgreich steigt seine Aktie beträchtlich.im Falle eines Mißerfolgs hätte er sich vorher überlegen müssen, ob er sich nicht eher auf eine Art von Himmelfahrtskommando eingelassen hat.

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