
hgn/rob/HB. FRANKFURT/DÜSSELDORF. Die WestLB kritisiert den Abbruch der Fusionsgespräche durch die BayernLB. In einer Mitteilung sprach die nordrhein-westfälische Landesbank von einem "vorzeitigen Abbruch". Die WestLB nehme die Entscheidung, die Gespräche mit sofortiger Wirkung und noch vor Klärung der entscheidenden inhaltlichen Fragen einzustellen, mit Bedauern zur Kenntnis, teilte sie am Donnerstag mit. "Aus Sicht der WestLB stellten sich die Perspektiven einer fusionierten Bank bereits zu diesem frühen Zeitpunkt positiv dar. Daher wäre eine vertiefte Prüfung eines Zusammenschlusses sinnvoll und aussichtsreich gewesen", erklärte Bankchef Dietrich Voigtländer.
Fest steht: Rund anderthalb Monate nach Ankündigung ihrer Fusionspläne stehen WestLB und BayernLB vor einem Scherbenhaufen. Und dass mit dem Platzen der Fusion auch die Chefs von BayernLB und WestLB, Gerd Häusler und Dietrich Voigtländer, enorm unter Druck geraten. Beide hatten ihr Gewicht für das Projekt in die Waagschale geworfen - auch wenn von Anfang betont wurde, es sei offen, "ob die Gespräche zum Erfolg führen". Gerade für die WestLB wächst nun die Gefahr einer Zerschlagung. Denn die Eigentümer, regionale Sparkassen und das Land Nordrhein-Westfalen, müssen sich auf Druck der EU zurückziehen.
Grund für das Scheitern ist Finanzkreisen zufolge offenbar die mangelnde Rückendeckung Häuslers im eigenen Vorstand. Dieser habe voll in die Gespräche eingebunden sein wollen, sagte ein Beteiligter. Zudem habe es Angst vor Rechtsrisiken gegeben sowie Vorbehalte in der bayerischen CSU beziehungsweise der Staatsregierung.
Offiziell würden die Bayern aber wirtschaftliche Argumente gegen die am 20. September bekannt gewordenen Fusionspläne anführen. Angeblich hakten die Gespräche bereits in den vergangenen Wochen. So sei ein Treffen Mitte Oktober abgesagt worden, in dem eigentlich Details über das Öffnen der Bücher und die damit einhergehende gegenseitige Prüfung der Bilanzen vereinbart werden sollte.
BayernLB und WestLB hatten vereinbart, bis zum Jahresende einen Zusammenschluss zur drittgrößten Bank in Deutschland zu prüfen. Viele Experten waren bereits im Vorfeld skeptisch, was die Pläne betraf. Im Lager der Landesbanken sind bereits zahlreiche Anläufe zu Zusammenschlüssen gescheitert.
Mit dem Ende der Gespräche droht der vor allem vom Bund geforderten Neuordnung des öffentlich-rechtlichen Bankensektors ein schwerer Rückschlag. Die Landesbanken waren in der Krise mit milliardenschweren Staatshilfen am Leben gehalten worden. Die WestLB muss nach Auflagen der EU-Kommission bis Ende 2011 mehrheitlich in neue Hände kommen. Alternativ ist eine Landesbanken- Fusion möglich. Diese Option favorisieren die WestLB-Eigentümer.
@3 Hast' es mal wieder nicht gebacken bekommen, einen Satz unfallfrei runterzuschreiben ;-))
http://www.youtube.com/watch?v=brnuqlQiviU
@[1] Kauf' Dir erst mal einen Duden, bevor Du hier solche Statements abgibst.
Zum Thema: Dieses Rumgeiere mit der WestLb gehoert beendet. Die WestLb muss - nicht sollte - schnellstmoeglich dichtgemacht werden. Das verhuetet vermutlich die Politik, wie im Fall der Hypo Real Estate.
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