_

Kreditvergabe: Sparkassen kritisieren die KfW Bankengruppe

Der Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes (DSGV), Heinrich Haasis, hat die angeblich mangelnde Risikobereitschaft der staatlichen KfW Bankengruppe bei der Vergabe von Mittelstandskrediten kritisiert. Kreditanträge werden von der staatlichen Förderbank wegen schlechter Bonität abgelehnt, obwohl die Sparkassen sie noch empfehlen würden.

Zentrale der KfW in Frankfurt. Die Sparkassen kritisieren die Zurückhaltung des staatlichen Finanzierers bei der Kreditvergabe an den Mittelstand. Quelle: dpa
Zentrale der KfW in Frankfurt. Die Sparkassen kritisieren die Zurückhaltung des staatlichen Finanzierers bei der Kreditvergabe an den Mittelstand. Quelle: dpa

BERLIN. Es sei leider oft so, "dass die KfW Finanzierungen aus Bonitätsgründen ablehnt, die die Sparkassen durchaus noch empfehlen würden", sagte Haasis anlässlich einer Veranstaltung am Dienstag in Berlin. Die Förderprogramme aus dem Wirtschaftsfonds Deutschland sollten laut Haasis den Mittelständlern leichter zugänglich gemacht werden. Bisher wurden von den 40 Mrd. Euro zur Verfügung stehenden Krediten erst 6,6 Mrd. Euro in Anspruch genommen. Die staatliche Hilfe komme bei den Unternehmen noch nicht richtig an.

Anzeige

Sechs Prozent der Mittelständler sind akut in ihrer Existenz bedroht

"Das kann durchaus vorkommen, dass wir uns in der Beurteilung der Kreditwürdigkeit und der Bewertung von Sicherheiten von der Hausbank unterscheiden", räumte ein Sprecher der KfW auf Anfrage ein. Generell stimme jedoch der vermittelte Eindruck nicht, die KfW handele besonders kleinlich.

Eine Umfrage der Sparkassen unter ihren Kunden aus dem Mittelstand ergab, dass 20 Prozent durch die Finanzkrise mindestens schwer angeschlagen sind. Knapp sechs Prozent sind akut in ihrer Existenz bedroht, darunter vor allem exportorientierte Unternehmen im Süden und Westen Deutschlands.

Haasis empfahl der KfW eine größere "Risikotoleranz" bei der Bewilligung von Krediten an den Tag zu legen. Viele Mittelständler mussten in der Krise auf ihr Eigenkapital zurückgreifen. Dadurch sinkt ihre Bonität und damit das Risiko, dass sie die Kredite nicht zurückzahlen können. Während die Bonität bei großen Unternehmen durch Rating-agenturen ermittelt wird, übernehmen bei Mittelständlern die Banken selbst diese Bewertung anhand eigener Kriterien - wie zum Beispiel Branchensituation und Unternehmenskennzahlen. Hier besteht ein gewisser Spielraum. Die Sparkassen haben bereits bei ihrem Rating einen pauschalen Abschlag für Krisenbranchen abgeschafft. "Außerdem schauen wir nicht nur die Bilanzen von 2008 und 2009 an, sondern bewerten die Unternehmensentwicklung der letzten vier bis fünf Jahre", sagte Haasis. Dennoch dürfen die Banken die Kreditrisiken nicht unterschätzen. Zu gute Ratings waren einer der Auslöser für die Finanzkrise.

  • 17.03.2010, 14:26 UhrAnonymer Benutzer: Bernhard Pallmann

    Die banken, die laut ihrem Artikel im "Süden und Westen" Deutschlands bedroht sind, haben allesamt CSU/CDU- Politiker in ihren Aufsichtsräten sitzen, die sich bei Wind und Sturm dann fix davonmachen. bayern macht vor, wohin: in die Arme der Katholiken, deren Vatikan-bank einen Chef aus Niederbayern mit vornamen Sepp und einen schlagfertigen bruder hat. Nun schwappen neuerlich, das stöähnen manche Herren wie Mixa, der bischoff der Augsburger Erz-Konservativen, nochmals auf, auch Nonneklöster und deren bankinteressanten Klienten wie die (Un)"barmherzigen Schwestern vom Hl. Vincent Paul" in einen ekligen Sexstrudel, der die hin und wieder gleichgeschlechtlich orientierten Damen mit gestärkter Haube und vielen Kliniken, Mineralwässern, Landwirtschaft und Altenheimen von bayern bis in die schöne Schweiz nicht weniger beuteln dürfte, als Frau barbara Stamm ihre CSU-entlaufenen Männer, allen voran Glück Alois. in die Arme des Papstes? Wohl kaum. Zu weit. in Rom. Doch italien besitzt ja die HyopoVereinsbank. Und so werden Schieflagen im nahen München und/oder dem Würtemmbergischen sicherlich aus berusconis Land ausgeglichen. Man kann nur hoffen, nicht mit einem Stiefel-Tritt in den Hintern von bad-bankern. Die Form hätten die Azzuris von Südtirol bis Sizilien schon mal hart und ziemlich trittig vorrätig - oder?

  • Die aktuellen Top-Themen
Intercontinental Hotels Group: „Wir wollen in Deutschland die Nummer eins werden“

„Wir wollen in Deutschland die Nummer eins werden“

Intercontinental Hotels Group will in Deutschland expandieren und die Branchenspitze erklimmen. Erstmals gibt der Weltmarktführer Einzelheiten des geplanten Projekts bekannt.

Frauen gefragt: Dax-Aufsichtsräte werden weiblicher

Dax-Aufsichtsräte werden weiblicher

Der Anteil von Frauen in den Aufsichtsräten der DAX-Konzerne ist gestiegen. In ein paar Jahren könnten sie bereits knapp ein Drittel ausmachen. Das ist allerdings nicht der einzige Trend, der in den Gremien auffällt.

Die teuerste Werbefläche: Das Trikot-Sponsoring als Millionengeschäft

Das Trikot-Sponsoring als Millionengeschäft

Der Werbeplatz auf dem Bundesliga-Trikot ist beliebt - und kostspielig. Und die Preise dürften weiter steigen. Derzeit ist bei Werder Bremen wieder ein Fleckchen zu haben. Interessenten gibt es genug.

  • Video

Projekt Zukunft Wie die Dinosaurier-Forschung hilft, heutige Probleme zu lösen - ein Gespräch mit Oliver Wings

Ein Gespräch mit Dr. Oliver Wings, Dinosaurier-Forscher, Leibniz-Institut für Evolutions- und Biodiversitätsforschung, über den Nutzen der Dino-Forschung für die moderne Wissenschaft

  • Business-Lounge
Business-Lounge: Die großen Auftritte der Entscheider

Die großen Auftritte der Entscheider

Premieren, Feste, Symposien oder Jubiläen – es gibt viele Anlässe, bei denen die Größen aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft im Mittelpunkt stehen. Verfolgen Sie die Auftritte in Bildern.

Deutsche Unternehmerbörse - www.dub.de
DEUTSCHLANDS ANZEIGENPORTAL FÜR FIRMENVERKÄUFE
– Provisionsfrei, unabhängig, neutral –
Verkaufsangebote Verkaufsgesuche




 

.