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Landesbank: EU-Kommission besiegelt Zerschlagung der WestLB

Nun ist es amtlich - eine Ära geht zu Ende: Die EU-Kommission hat die Zerschlagung der WestLB besiegelt. Nun kann die einst größten deutschen Landesbank zerlegt werden. Eine Mammutaufgabe.

Die Zentrale der WestLB in Düsseldorf: zwar keine leere Hülle, aber längst nicht mehr das, was es mal war. Quelle: dpa
Die Zentrale der WestLB in Düsseldorf: zwar keine leere Hülle, aber längst nicht mehr das, was es mal war. Quelle: dpa

DüsseldorfDas Ende der einst größten deutschen Landesbank WestLB mit aktuell noch etwa 4300 Arbeitsplätzen ist besiegelt. Die EU-Kommission genehmigte am Dienstag nach jahrelangem Tauziehen die Aufspaltung der nordrhein-westfälischen Landesbank, die in Teilen verkauft oder abgewickelt werden soll.

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Laut den Umbauplänen wird die WestLB zum 30. Juni 2012 zerschlagen. Sie wird nach diesem Stichtag keine neuen Bankgeschäfte mehr tätigen. Das teilten Europas oberste Wettbewerbshüter am Dienstag in Brüssel mit. Im Gegenzug genehmigt Brüssel strittige staatliche Beihilfen in Höhe von 3,4 Milliarden Euro.

Im Detail ist vorgesehen, das Sparkassengeschäft aus der WestLB herauszulösen. Dieser kleine Teilbereich mit etwa 400 Arbeitsplätzen kommt unter das Dach der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba). Alle unverkäuflichen Geschäfte der WestLB werden zum 30. Juni 2012 in die „Bad Bank“ überführt. Diese Abwicklungsanstalt arbeitet bereits einen Berg Schrottpapiere ab.

WestLB war jahrelang Zankapfel für die EU

Aus der WestLB geht eine Servicegesellschaft hervor, in der sich das Gros der WestLB-Mitarbeiter wiederfindet. Diese Servicegesellschaft soll der „Bad Bank“ als Dienstleister dienen. Ihr genauer Name steht noch nicht fest. Ein drastischer Stellenabbau ist für die kommenden Jahre vorgezeichnet. Bis Ende 2012 gilt allerdings ein Verzicht auf betriebsbedingte Kündigungen.

EU-Wettbewerbskommissar Joaquín Almunia sagte, nun sei eine Lösung gefunden, „die dieses Kapitel ein für alle Male schließt“. Dies sei auch im Interesse der deutschen Steuerzahler. Der Umbau wird mit Milliarden Steuergeldern bezahlt.

Im Herbst 2008 musste die WestLB gerettet werden. Die Eigentümer, das Land NRW und die Sparkassen, gaben dafür nach EU-Angaben fünf Milliarden Euro Garantien. Der Bund habe später drei Milliarden Euro frisches Kapital als stille Einlage bereitgestellt. Schlechte Papiere, deren Wert um elf Milliarden Euro über dem Marktwert lag, wurden in die „Bad Bank“ ausgelagert.

Diesen Transfer wertete die EU-Kommission als staatliche Beihilfe und prüfte daher den Fall intensiv. Brüssel hatte stets einen radikalen Umbau des Geldhauses verlangt, weil es nur mit öffentlichen Geldern am Leben erhalten werden konnte.

WestLB: Von der „Hülfskasse“ zur Zerschlagung

  • Die Westdeutsche Landesbank hat eine lange und wechselhafte Geschichte. Das Institut geht zurück auf die Gründung der „Westfälischen Provinzial Hülfskasse“ vor 179 Jahren und deren Pendant im Rheinland.

  • 1832

    Die Westfälische Provinzial-Hülfskasse nimmt in Münster ihre Tätigkeit auf. Gut 20 Jahre danach startet ihr Pendant im Rheinland

  • 1954

    Das Land NRW wird Anteilseigner beider Landesbanken

  • 1969

    Aus der Fusion beider Landesbanken entsteht die Westdeutsche Landesbank Girozentrale (WestLB)

  • 1973

    Durch Devisenspekulationen verzockt die WestLB fast ihren gesamten Jahresgewinn.

  • 1981

    Friedel Neuber wird Bankchef und leitet über zwei Jahrzehnte die Geschicke des Bankkonzerns. Unter seiner Führung wird die WestLB zu einem der einflussreichsten Kreditinstitute in Deutschland und zu einem Instrument der Industriepolitik für die NRW-Regierung

  • 1998

    Die Rubelkrise und der Zusammenbruch des russischen Anleihemarkts brockt der WestLB einen Milliardenverlust ein.

  • 1999

    Die WestLB soll an das Land auf Geheiß der EU eine illegale Beihilfe über 808 Millionen Euro zurückzahlen. Ein jahrelanger Rechtsstreit folgt.

  • 2002

    Die WestLB wird auf EU-Druck aufgespalten in die WestLB AG für kommerzielle Geschäfte und die NRW.Bank für das Fördergeschäft

  • 2003

    Die WestLB erlebt mit Fehlinvestitionen unter anderem beim britischen Fernsehverleiher Boxclever ein Fiasko. Die Bank verbucht Milliardenverluste

  • 2004

    Wegen unerlaubter Beihilfen des Landes NRW muss die WestLB auf Druck der EU 1,4 Milliarden Euro zurückzahlen. Bei der WestLB entsteht ein Verlust von 1,2 Milliarden.

  • 2005

    Am 19. Juli beginnt für die Landesbanken eine neue Ära: Die Staatsgarantien fallen weg. Nach einer Kapitalerhöhung sind die beiden Sparkassenverbände im Rheinland und Westfalen mit insgesamt 51 Prozent Mehrheitseigentümer der WestLB

  • 2007

    Händler der WestLB setzen 600 Millionen Euro in den Sand. Chef Thomas Fischer tritt zurück. Nachfolger wird Alexander Stuhlmann von der HSH Nordbank. Die EU gibt grünes Licht für eine staatliche Kapitalspritze über 6,2
    Milliarden Euro, die die Bank zur Aufspaltung in die NRW-Bank und die WestLB braucht.

  • 2008

    In einer Rettungsaktion geben die Eigentümer fünf Milliarden Euro Garantien für faule Papiere

  • 2009

    Harte EU-Auflagen: Die WestLB muss um die Hälfte verkleinert werden und bis Ende 2011 mehrheitlich in neue Hände kommen

  • 2010

    Der Bund steigt in die WestLB mit einer Kapitalspritze von drei Milliarden Euro ein. Damit wird die Auslagerung von risikoreichen und nicht mehr zum Kerngeschäft gehörenden Papieren in eine „Bad Bank“

  • 2011

    Bund, Land und Sparkassen beschließen das Konzept für die Zerschlagung der WestLB. Alle drei müssen tief in die Tasche greifen.

  • 20.12.2011, 17:09 UhrAnonymer Benutzer: danke_dir...

    Warum soll man dir etwas vorkauen, das du dir selbst erarbeiten könntest? Einfach mal lesen und bilden. Dann verstehst du die Legitimation. Aber das ist einer Zecke zu viel Arbeit, nicht?

  • 20.12.2011, 15:25 UhrAnonymer Benutzer: Peer-Bilderbeger

    ---@ missionpossible

    neee, es war so abgesprochen, dass man die FED-Giftpapiere hier aufkauft und dafür die Chefs dann mit einer Bilderberger Ernennung in attraktive Posten belohnt wird.

    Herr Wulff hat sich wohl nicht von den Bilderbergern kaufen lassen und dafür wird er jetzt gerade über die Nazi-Propaganda Sender (öffentlich rechtliche Sender) öffentlich hingerichtet. Erst hat Angela Bilderberger ihn aus dem CDU-internen Rennen genommen und ihn als Bundespräsident „kalt gestellt“. Das war der 1. Warnschuss vor den Bug von Herrn Wulff.

    Aber offensichtlich gehorcht Herr Wulff noch immer nicht den illuminierten Bilderbergern. Wie konnte der freche Lümmel es nur wagen, die dt. Verbündeten im 1. WK (die Türken) als deutsche Mitbürger zu bezeichnen. Die türken sind erbitterte Feinde vom Staat Israel und sie haben es sogar gewagt, dass sie zivile Aktivisten der palästinensischen Urbevölkerung zu Hilfe geschickt haben.

    Ob, Herr Wulff gehorcht einfach nicht und bezeichnet die Feinde von Israel als Mitbürger.

    Peer Steinbrück war artiger. Brav hat er die FED-Giftpapiere aufkaufen lassen und dafür wird er jetzt auch Bundeskanzler von Bilderbeger Gnaden. Keiner war schlimmer. Also lässt man den West-LB Laden jetzt auffliegen und beseitigt im Rahmen der Insolvenz alle störenden Spuren von Peer.

    So kann man Peer später als Bundeskanzler dann nicht mehr abschießen, weil alte West-LB Dokumente gefunden werden.




  • 20.12.2011, 15:00 UhrAnonymer Benutzer: Peer-Bilderberger

    Welt ist eben doch gerecht.

    Herr Peer Steinbrück machen die Bilderberger dafür auch zum Bundeskanzler. Und für die Angestellten tut es mir fast leid. Aber es war noch nie vom Vorteil, sich mit Arbeitsplätzen einzudecken, die von uns Steuerzahlern subventioniert werden.



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