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Landesbanken: BayernLB und WestLB verhandeln über Fusion

Die Fusion der Landesbanken nimmt konkretere Formen an: Die BayernLB und die zum Verkauf stehende WestLB prüfen ein Zusammengehen, wie beide Banken inzwischen bestätigten. Bis zum Jahresende wollen sie nun ausloten, ob eine Fusion betriebswirtschaftlich sinnvoll ist. Die Aufgabe ist komplex.

Die WestLB und die BayernLB können sich füreinander begeistern. Quelle: dpa
Die WestLB und die BayernLB können sich füreinander begeistern. Quelle: dpa

saf/fmd/pk BERLIN. Die BayernLB und die zum Verkauf stehende WestLB prüfen eine Fusion. Dies hätten der Verwaltungsrat der BayernLB und der Aufsichtsrat der WestLB beschlossen, teilten beide Institute am Montag mit. Bis zum Jahresende wollten die Landesbanken ausloten, ob eine Fusion betriebswirtschaftlich sinnvoll ist.

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Angesichts der vielen komplexen Fragen sei es derzeit allerdings offen, ob die Gespräche zum Erfolg führten, räumten die Institute ein. Eine fusionierte Bank könne zu einem wichtigen Partner für die Sparkassen werden, hieß es in der Mitteilung.

Nach Informationen des Handelsblatts aus Finanz- und Regierungskreisen hatte der Verwaltungsrat der bayerischen Landesbank in einer Sitzung am vergangenen Donnerstag dem Vorstand der BayernLB grünes Licht gegeben, um entsprechende Verhandlungen mit der staatlich gestützten WestLB zu führen. BayernLB-Chef Gerd Häusler hat bereits erste Gespräche mit Vertretern der WestLB geführt.

Der Aufsichtsrat der WestLB wird sich heute auf einer Sitzung mit dem Gesprächsangebot beschäftigen, hieß es. Daneben will das Gremium auch über die bereits laufenden Sondierungen der WestLB mit der Landesbank Hessen/Thüringen (Helaba) unter Einbeziehung anderer Institute beraten.

Eine mögliche Fusion von BayernLB und WestLB müsste aus Sicht der EU-Kommission die langfristige Bestandsfähigkeit der Banken sichern. Die Kommission sei am Montag über den Fusionsplan informiert worden und wolle die Entwicklung genau verfolgen, erklärte die Wettbewerbsbehörde am Montag in Brüssel. Beide Landesbanken haben bereits Staatsbeihilfen erhalten. Diese werden von der Kommission noch immer geprüft.

Die Behörde erinnerte daran, dass die Lasten einer Restrukturierung zwischen den Geldhäusern und ihren jeweiligen Eignern angemessen aufgeteilt werden müssten. Auch müsse es Vorkehrungen geben, dass der Wettbewerb durch die Staatsbeihilfe nicht verzerrt werde.

Der Deutsche Sparkassen- und Giroverband unterstützt die Fusionsüberlegungen. „Das Vorhaben wird durch den DSGV positiv begleitet“, erklärte der Verband am Montag in Berlin. Durch Konsolidierungen könnten die Leistungsfähigkeit und Stabilität des Finanzmarktes verbessert und Risiken im Landesbankbereich abgebaut werden. Dafür habe sich der DSGV immer eingesetzt, hieß es. „Eine Verbindung von BayernLB und WestLB könnte hierzu einen wichtigen Beitrag leisten.“

  • 21.09.2010, 02:10 UhrAnonymer Benutzer: Pandora0611

    Wenn Zombi banken fusionieren:
    kommt nichts Gutes dabei raus!
    bayernLb und WestLb = HRE2.0
    Dann sind alle bad bankster beamte und erhalten Millionenboni vom Steuerzahler.
    Und sämtliche Verluste werde natürlich sozialisiert, versteht sich.

  • 20.09.2010, 18:40 UhrAnonymer Benutzer: Ryan Bingham

    ich bin sehr gespannt, wie eine Fusion von West Lb und bayern Lb funktionieren soll!

    Herr Grandke (bzw. die Helaba) will die West Lb nur nehmen, wenn Dekabank und Landesbank berlin oder Nord Lb dazukommen. Möglicherweise ist zu befürchten, dass die Altlasten der "sanierten" West Lb für die Helaba alleine nicht zu verkraften sind?

    Wie soll eine Fusion von bayern Lb und West Lb dann lebensfähig sein? ich gebe der Fusion daher nicht viel Chancen und wenn es klappt, wird es sicher ein teurer Spaß für den Steuerzahler. - Allerdings ist es dann politisch leichter verkraftbar, weil von außen schwer nachvollziehbar ist woher die Altlasten denn kommen.

  • 20.09.2010, 16:50 UhrAnonymer Benutzer: Liberlitas Bavarie

    ich könnte mir eine "große Landesbank" aus:

    - WestLb
    - bayernLb
    - Helaba
    - NordLb und
    - Deka gut vorstellen.

    Die verbleibenden Landesbanken (HSH-Nordbank, LbbW, berliner Landesbank, SaarLb) könnten sich zu einer zweiten "großen Landesbank" fusionieren.

    Diese Lösung hätte den Vorteil, dass z.b. die Schiffs- u. Leasingfinanzierung und das Auslandsgeschäft immer noch auf 2 Landesbanken aufgeteilt ist.

    Sehr "toxische institute" - WestLb, bayernLb/ HSH-Nordbank u. LbbW - sind wenigstens auf 2 große institute aufgeteilt.

    Und es könnten von jeder bisherigen Landesbank eigene "Abbaubanken (bad bank)" entstehen, deren Risiken noch von den bisherigen Eigentümern (bundesländern) getragen werden.

    So würde ich die Neustrukturierung der Landesbanken angehen. Hinsichtlich der Eigenkapitalanforderungen von basel iii ist schneller Handlungsbedarf bei den Landesbanken angesagt.

    P.S.: Vielleicht könnte noch der gesunde Teil der HRE-Vermögen in die Landesbankenfusion mit eingebracht werden. Die Restbank HRE-AbS-Papiere, immofinanzierung im Ausland, beteiligungen etc. wäre auch in einer Abbaubank zu deponieren.

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