
BERLIN, DÜSSELDORF, FRANKFURT. Die Eigentümer der WestLB verhandeln mit dem staatlichen Rettungsfonds Soffin unter Hochdruck über einen Einstieg des Bundes bei der Landesbank. Nach Angaben aus Berliner Verhandlungskreisen könnte der Soffin eine Eigenkapitalspritze von zwei Mrd. bis drei Mrd. Euro für die zukünftige Kernbank der WestLB geben.
Grund für die Überlegungen sind die schwierigen Gespräche über die Nutzung des Bad-Bank-Modells zur Sanierung der WestLB. Um die Bilanz zu entlasten, will die Bank als erstes Institut toxische Wertpapiere und nichtstrategische Geschäftsfelder in eine neue Abwicklungsbank auslagern. Im Gespräch sind für die Abspaltung verschiedene Aktiva über mindestens 87 Mrd. Euro, möglicherweise werden es am Ende der Verhandlungen aber deutlich mehr werden. Die dadurch entlastete Kernbank soll dann nach den Vorgaben der EU-Wettbewerbshüter verkauft werden oder mit einer anderen Landesbank fusionieren.
Die WestLB war durch riesige Fehlspekulationen an den Kapitalmärkten in Not geraten und wird derzeit durch Ausfallgarantien der Eigentümer und des Soffin über Wasser gehalten. Diese Maßnahmen laufen aber am 30. November aus.
Der Einstieg des Bundes würde einen Präzedenzfall schaffen. Bisher galten die Landesbanken in Deutschland als reine Ländersache, Eigenkapital vom Soffin bekamen nur die mittlerweile verstaatlichte Hypo Real Estate, die Commerzbank und der Immobilienfinanzierer Aareal. Die Anteile an der WestLB halten im Wesentlichen die Sparkassenverbände und das Land NRW. Seit Wochen verhandeln der Soffin, die Eigentümer und das Bundesfinanzministerium (BMF) über das künftige Modell für die WestLB.
Der Deal soll auch Signalwirkung für andere Landesbanken haben, die die Bad Bank in Anspruch nehmen könnten. "Wir gehen davon aus, dass vielleicht doch noch einige dieses Instrumentarium noch nutzen müssen oder wollen", sagte BMF-Sprecher Michael Offer gestern. "Es werden auch noch weitere Gespräche geführt." Konkrete Anträge hat bisher aber erst die WestLB gestellt.
Die Rettung der West-Lb hat zwangsweise zur folge, das auch die anderen Landesbanken
vom bund (Soffin) gestützt werden.
Die Sparkassen werden bei übernehme der Landesbanken nicht in der lage sein die Folgekosten zu trgen,da sie selber mindesten 0,6billionen benötigen,um ihren eigenen
Müll aus den „Keller“ zu entsorgen.
Eine geordnete insolvenz für die Landesbanken ist die sauberste Lösung.
Ansonsten kostet es den Steuerzahler billionen.
Es wäre das beste für alle beteiligten:
Der bund übernimmt sämtliche Anteile an der
- der WestLb,
- der bayernLb,
- der HSH-Nordbank
optional im zweiten Schritt vielleicht noch an der
- LbbW (Landesbank baden Württemberg).
in einem dritten Schritt könnte überlegt werden, ob daraus eine Nord-, Mitte- und Süd-Landesbank wird. Die Eigentümerzusammensetzungen könnten neu gemischt werden - Länder u. Sparkassen vielleicht auch Genossenschaftsbanken oder Privatbanken könnten sich dann an den instituten beteiligen.
Aber solange der Finanzmarkt noch unsicher ist - wäre eine Übernahme durch den bund für den Steuerzahler die kostengünstigste Alternative!
ich würde eine "staatliche bundeslösung" nur begrüßen - aber bitte schnell!
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