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Landesbanken: HSH-Chef Berger tritt zurück

Der Vorstandsvorsitzende der angeschlagenen HSH Nordbank, Hans Berger, hat seinen Hut genommen. Er übernehme damit die Verantwortung für die Verluste der Bank infolge der Finanzkrise. Sein Nachfolger werde bis auf weiteres Finanzvorstand Dirk Jens Nonnenmacher.

Hans Berger, Chef der HSH Nordbank, hat seinen Rücktritt eingereicht. Foto: ap Quelle: ap
Hans Berger, Chef der HSH Nordbank, hat seinen Rücktritt eingereicht. Foto: ap Quelle: ap

BERLIN/FRANKFURT. Der Vorstandschef der HSH Nordbank, Hans Berger, ist gestern von seinem Posten zurückgetreten und damit offensichtlich einer Abberufung zuvorgekommen. „Der Rücktritt ist ebenso konsequent wie unausweichlich“, erklärte Hamburgs Finanzsenator Michael Freytag gestern. Nach Bergers Fehleinschätzungen über den Geschäftsverlauf sei die notwendige Vertrauensbasis nicht mehr gegeben. Neuer kommissarischer Leiter wird Finanzvorstand Dirk Jens Nonnenmacher, der dem Vorstand erst seit Oktober 2007 angehört.

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Die HSH Nordbank wird in diesem Jahr wohl einen Verlust ausweisen, der sich nach Informationen aus Bankenkreisen zwischen 600 und 800 Mio. Euro belaufen soll. Noch im September rechnete Berger mit einem Gewinn von 400 Mio. Euro, den er eine Woche später kassierte. Seit Ausbruch der Finanzmarktkrise im Sommer 2007 summierten sich die Abschreibungen des Instituts auf 2,6 Mrd. Euro.

Mit der Wahl Nonnenmachers übergingen die Eigner den stellvertretenden Vorstandschef Peter Rieck, der für die Schiffsfinanzierung verantwortlich ist. Das spricht auch für wachsende Probleme in diesem Bereich, in dem die Bank eine weltweit führende Rolle für sich reklamiert. So leidet die Sparte unter einem dramatischen Charterraten-Verfall. Zudem ist das Neugeschäft eingebrochen, auch weil die Bank kaum noch Möglichkeiten hat, Kredite zu verbriefen oder zu syndizieren.

„Die trauen halt den Markt-Leuten nicht mehr", kommentierte ein Insider die Annahme des Rücktritts-Angebots und die Berufung Nonnenmachers. An dem Institut sind die Länder Hamburg (30,4 Prozent) und Schleswig-Holstein (29,1 Prozent) mehrheitlich beteiligt. Zudem halten der US-Investor Christopher Flowers (25,7 Prozent) und die Sparkassen Schleswig-Holsteins (14,8 Prozent) Anteile.

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