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LBBW: Das Schlimmste kommt noch

Großbanken wie die LBBW stocken massiv die Risikovorsorge auf. Aber erst im nächsten Jahr wird sich zeigen, ob die Milliardensummen auch tatsächlich ausreichen. Die deutschen Banken gehen dabei geschwächt in die nächsten Monate und haben ihr Risikopolster höchst unterschiedlich aufgestockt.

Die LBBW rutscht bleibt tief in den roten Zahlen. Quelle: ap
Die LBBW rutscht bleibt tief in den roten Zahlen. Quelle: ap

FRANKFURT. Die Risikovorsorge für Forderungsausfälle im Kreditgeschäft verhagelt den Banken die Bilanzen. Am Donnerstag konnte die Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) unter ihrem Vorstandschef Hans-Jörg Vetter zwar über Fortschritte im operativen Geschäft berichten; allerdings musste die Risikovorsorge in den ersten neun Monaten um 8 800 Prozent auf 1,25 Mrd. Euro aufgestockt werden. Nach Abschreibungen auf Firmenwerte in Höhe von 651 Mio. Euro - im wesentlichen auf die übernommene frühere SachsenLB - verblieb unter dem Strich ein Verlust von 620 Mio. Euro.

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Die LBBW kämpft vor allem mit einer steigenden Risikovorsorge für das gewerbliche Immobiliengeschäft, aber auch mit der schlechten Konjunktur in der mittelständisch geprägten Wirtschaft des Südwestens. Vetter hat der LBBW auf Druck der EU-Wettbewerbshüter einen harten Sanierungsplan verordnet und packt in den Abschluss 2009 einen möglichst großen Brocken der Risikovorsorge.

Ähnlich wie die LBBW haben auch die anderen deutschen Großbanken ihre Vorsorge kräftig aufgestockt. Die führenden Institute verzeichneten hier in den ersten neun Monaten einen Zuwachs von 9,8 Mrd. Euro auf 13,6 Mrd. Euro - Tendenz weiter steigend. "Die Risikovorsorge für Kreditausfälle bleibt das beherrschende Thema für die Banken in den kommenden beiden Jahren. Wir glauben, 2010 wird die Vorsorge mindestens so hoch ausfallen wie im laufenden Jahr", sagt Stefan Best, Leiter der Bankenanalyse bei der Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) in Frankfurt. Dabei versuchen die Kreditinstitute heute schon alles, um echte Ausfälle zu vermeiden. "Viele Banken verhandeln derzeit über Tilgungsstreckungen mit den Unternehmen. Dann müssen die Darlehen nicht als notleidend eingestuft werden. Dahinter steht die Hoffnung, dass es in den kommenden Jahren zu einer konjunkturellen Erholung kommt", sagt der Rating-Experte.

Die deutschen Banken gehen geschwächt in die nächsten Monate

Die Banken waren der Auslöser der gegenwärtigen Wirtschaftskrise. Durch milliardenschwere Transaktionen mit strukturierten Wertpapieren hatten sie den amerikanischen Immobilienmarkt spekulativ aufgeheizt. Nach dem Platzen der Blase mussten sie Abschreibungen in bisher nicht gekannter Höhe auf diese Investments vornehmen. Jetzt drohen ihnen neue Belastungen aus dem schlechten Zustand der realen Güterwirtschaft. "Die Banken gehen wegen der Finanzkrise relativ geschwächt in den Nachlauf der Rezession", sagt Katharina Barten, Vize-Präsidentin bei der Ratingagentur Moody's Investors Service. Die Wirtschaftsauskunftei Creditreform und auch die Firmen-Ratings von Feri rechnen mit dem Höhepunkt der Rezession im kommenden Jahr, dann werden viele Vorsorgepositionen tatsächlich ausfallen. "Den Höhepunkt bei den Risikokosten für die Gewinn- und Verlustrechnungen der Banken erwarten wir im Verlauf des kommenden Jahres," pflichtet Analystin Barten bei.

  • 03.12.2009, 19:12 UhrAnonymer Benutzer: Dorfdepp!

    Lieber heute als morgen sämtliche Landesbanken schließen.

    Dann können die Politiker wenigstens nur für hoheitliche Aufgaben (Kindergarten, Schule, Polizei, Autobahnen etc.) Gelder ausgeben und müssen nicht sinnlos bei den Landesbanken Geld vernichten.

    Das gilt v.a. für die HSH-Nordbank, die bayernLb, die WestLb (hat die längste Tradition an Skandalen) und die LbbW.

    Wer sagt es mal den Verantwortlichen, dass eine Landesbank nur Risiken und keine Chancen mit sich bringt.

    Weg damit, aber schnell - notfalls auf Druck der bundesregierung. Wenn es durch gutes Zureden nichts hilft, muss die bundesregierung den Geldhahn für Mittel der Soffin zumachen und die Landesbanken bankrott gehen lassen. Die Verbindlichkeiten und Aussenstände würde dann die Soffin übernehmen - damit wäre für die Anleger eigentlich kein Schaden entstanden (nur für die Alt-Eigentümer ein Kapitalverlust).

  • 03.12.2009, 13:56 UhrAnonymer Benutzer: JN

    Die LbbW will sich auf ihr Kerngeschäft konzentrieren. Welches soll das denn sein. Nach meiner Meinung sind die Landesbank absolut überflüssig. Ein Zentralinstitut der Sparkassen wäre vollkommen ausreichend. Wenn man die bisherigen Geschäfte der Landesbanken betrachtet, fällt auf, dass sie immer in den Märkten unterwegs waren, die überhitzt sind. Und das mit öffentlichen Geldern. Weg damit

  • 03.12.2009, 12:45 UhrAnonymer Benutzer: Achmuth

    Genau deshalb müssen jetzt banken großzügiger bei der Kreditvergabe werden!

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