„Das endet mit dem großen Knall“

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"Das abstrakte Geld ist gefährlich"

 Aber auch das Geld der Deutschen Bank verschwindet nicht.

Aber es verselbstständigt sich. Es wabert zwischen irgendwelchen Banken und bankenartigen Gebilde herum, es potenziert sich sogar noch zu weiterem abstraktem Geld. Das Geld der Deutschen Bank wird erst dann wieder konkret, wenn die Bank in Not ist und Hilfe der Gesellschaft braucht. Das abstrakte Geld ist gefährlich, weil es nicht greifbar ist.

 

Das abstrakte Geld schafft aber auch neues Geld, das dann wieder der Wirtschaft zu gute kommt.

Nein, abstraktes Geld bleibt abstraktes Geld. Die Banken weichen auf die Synthetik aus. Das aber ist eine Epidemie, gegen die noch kein Penicillin erfunden wurde.

 

Das haben wir doch vor drei Jahren schon festgestellt. Synthetische Produkte, Finanzgeschäfte auf Basis von Finanzgeschäften – es scheint, als drehen wir uns im Hamsterrad.

Die Kette ging doch so: Die erste Bankenkrise, beziehungsweise richtiger wohl der erste Höhepunkt der Bankenkrise, trat ein, weil die Banken zu viele Schrottkredite gewährt haben. Dann sprangen die Staaten bei, die Banken erholten sich, rissen aber die Staaten in die Krise. Daraufhin investierten die Banken wieder in Schrottpapiere – dieses Mal am Anleihemarkt. Und gerieten wieder in die Krise. Wir haben also dasselbe, ich sage ausdrücklich nicht das gleiche, Problem wieder.

 

Ich sehe nur nicht, wie die Banker sich in den vergangenen Jahren hätten anders verhalten sollen, als sie das taten: Es wurde ihnen von der Politik nahezu aufgedrängt, genau in jene Staatsanleihen zu investieren, die nun zur nächsten Gefahr zu werden drohen. Gleichzeitig wurde ihnen von den Notenbanken das Geld so billig gemacht, dass es schon fast fahrlässig gewesen wäre, dieses Geld nicht zu nehmen, um damit Geschäfte zu machen. Hätte es der eine Banker nicht genommen, hätte sich jemand anders gefunden.

Wir sehen eine unheilvolle Verquickung zwischen Banken und Staaten. Die ungeheuren Geldmengen, die durch die Notenbanken im Umlauf sind, schreien natürlich nach Verwendung. Deswegen schaffen die Banken ja synthetische Produkte. Um das, was die Notenbanken da machen, Geldpolitik nennen zu können, müsste man Satiriker sein.

  • 14.09.2011, 17:34 Uhrkdrust

    Vielen Dank für den Hinweis auf diese nicht gehaltene Rede. Ich erinnere mich als Poullain zurücktrat, war die Nachricht wie ein Erdbeben.
    Sein Nachfolger Friedel N. hat die weichen für die WestLB so gestellt, dass sie vor den Baum fahren musste. Es ist immer das Gleiche die Politik (H. Rau) suchte sich damals -wie auch heute - einen bequemen, politisch wendigen und glattgeschliffenen nach dem MUnd redenden Banker. Auch so kann man dafür sorgen, dass Unternehmen langfristig vor die Wand fahren. Genauso machen die Politiker es auch mit dem Gemeinwesen und sie finden immer wieder Leute die dabei behilflich sind: siehe Ms. Trichet

  • 14.09.2011, 17:05 Uhrkdrust

    Puollain hat leider Recht; in der Beurteilung: der Situation, der Funktion der Banken, der handelnden Banker und insbesondere mit seinem Urteil über die handelnden Politiker

  • 14.09.2011, 16:58 UhrAnonymer Benutzer: hologramm

    Der Kapitalismus hat Krebs.
    In welchem Stadium? Wird die Zukunft erweisen. Soll heißen: heilbar oder unheilbar? - Ist unbestimmt!
    Nach Marx nicht so sehr heilbar, obwohl auch Marx hat nicht von bestimmten Zeiträumen gesprochen.

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