Banken

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Marktaufsicht: US-Aufseher fordert Gefängnisstrafen für Banker

exklusivWenn Banker in gravierender Weise gegen das Gesetz verstoßen haben, sollen sie ins Gefängnis. Das fordert ein Mitglied der US-Marktaufsicht. Auch die Geldstrafen für Einzelne und Firmen sollen drastisch angehoben werden.

Banker sollen für Verstöße gegen das Gesetz härter bestraft werden. Quelle: dapd
Banker sollen für Verstöße gegen das Gesetz härter bestraft werden. Quelle: dapd

New YorkDas für die Ermittlungen im Libor-Skandal zuständige Mitglied der US-Marktaufsicht CFTC, Bart Chilton, fordert drastisch höhere Strafen für Banker. „Bankern und anderen Marktteilnehmern muss eines klar sein: Sie müssen in den Knast, wenn sie in gravierender Weise gegen das Gesetz verstoßen“, sagte er im Interview mit dem Handelsblatt (Dienstagsausgabe). Daher arbeite er daran, dass die Behörde in Zukunft auch Klagen nach dem Strafrecht erheben könne.

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Gleichzeitig verfolge er das Ziel, die maximale Höhe von Geldstrafen drastisch anzuheben. „Ich habe dem Parlament, das unsere Regeln festsetzt, vorgeschlagen, dass eine Rechtsverletzung durch eine Person mit einer Million und ein Verstoß durch eine Firma mit zehn Millionen Dollar bestraft werden können“, sagte er. Derzeit kann die CFTC pro Rechtsverstoß maximal eine Strafe von 140.000 Dollar verhängen. Außerdem darf die Behörde maximal einen Verstoß pro Tag ahnden. Diese Beschränkung will Chilton ebenfalls aufheben lassen.

Übersicht Die wichtigsten Antworten zur Libor-Affäre

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Das sei vor allem bei Rechtsverletzungen durch Hochgeschwindigkeitshandelssysteme wichtig. „Stellen Sie sich vor, wir stellen fest, dass so ein Computerhandelssystem Tausende Mal am Tag gegen Recht und Gesetz verstoßen hat. Das wird ganz schnell sehr teuer für die Firma, wenn das jedes Mal zehn Millionen Dollar kostet“, sagte er.

Libor-Ermittlungen Wie die US-Notenbank den Zinsskandal entdeckte

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Chilton ist innerhalb der CFTC-Führung unter anderem für die Ermittlungen im Libor-Skandal zuständig. Die Behörde hat bereits Milliardenstrafen gegen Banken wie die britischen Institute Barclays und Royal Bank of Scotland verhängt. Diese sollen den Londoner Interbankenzinssatz Libor manipuliert haben.

Chilton ließ durchblicken, dass die Untersuchungen noch lange nicht zu Ende sind. Auf die Frage, ob es etwas Neues gebe, sagte er: „Es ist mir nicht erlaubt, darüber zu sprechen. Aber ich streite nicht ab, dass uns das Thema weiter ausgesprochen intensiv interessiert."

  • 01.04.2013, 20:38 Uhrbabsack69

    Gute Idee,kann ich da nur sagen.Wird auch allerhöchste Zeit.
    Strafen von hundert Tausenden für Leute,die Millionen abgegriffen,wie bisher sorgen höchstens für Hohn und Spott.

  • 01.04.2013, 22:31 Uhrkuac

    CFTC "FORDERT" .Gefängnisstrafe...
    Lachhaft. Wenn jemand in Kalifornien, auch Kinder,hintereinander 2 mal beim Kaugummiklauen erwischt wird muss ins Gefängnis.

  • 02.04.2013, 01:56 UhrShadowstats.com

    Nur die Spitze des Eisberges...

    1) Eric Scott Hunsader googeln
    2) diesen Nanex Arktikel lesen, http://www.nanex.net/aqck2/4022.html
    3) die Credit Suisse Studie im ARTIKEL lesen
    4) das Broken Markets Buch lesen von Joe Saluzzi und Sal Arnuk
    5) Harvard paper von Adam D. Clark-Joseph which analyzes CFTC audit level trading data.
    und zu guter letzt:
    6) http://www.zerohedge.com/news/2013-03-27/flash-crash-mystery-solved

    Dann ist man sehr viel schlauer, der Markt ist seit einiger Zeit nicht mehr fair und war es auch vor dem Siegeszug des Electronic Trading (gemeint ist nicht #HFT) nicht. Nur zwischenzeitlich durch den Siegeszug des Online Brokerage bzw. Electronic Trading verminderte sich das Maß an unfairness. Online Brokerage nahm den Profis in den Banken etliche Vorteile, die haben sie sich nun mit HFT per RegNMS http://en.wikipedia.org/wiki/Regulation_NMS und MiFiD http://en.wikipedia.org/wiki/Markets_in_Financial_Instruments_Directive wieder zurückerobert.

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