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Medienbericht: Befreiungsschlag von HSBC steht in Frage

Die britische Großbank HSBC wollte durch den Verkauf ihrer Anteile der Versicherungsgruppe Ping An ihre Bilanz aufbessern. Doch nun scheint der Verkauf des zehn Milliarden US-Dollar großen Pakets in Gefahr zu sein.

Eine Vertretung von HSBC in Dubai. Die britische Großbank will sich von ihren Anteilen an einer chinesischen Versicherungsgruppe trennen. Quelle: Reuters
Eine Vertretung von HSBC in Dubai. Die britische Großbank will sich von ihren Anteilen an einer chinesischen Versicherungsgruppe trennen. Quelle: Reuters

PekingEiner der größten aktuell anstehenden Anteilsverkäufe in der Finanzindustrie scheint in Gefahr zu geraten. Der chinesische Staat ziehe seine Unterstützung für den Verkauf eines Aktienpakets der Versicherungsgruppe Ping An durch die britische Großbank HSBC zurück, berichtet die Zeitung „South China Morning Post“ online. Die HSBC wollte durch den Verkauf der Anteile im Wert von knapp zehn Milliarden US-Dollar ihre Bilanz aufbessern. Käufer sollte der thailändische Agrarkonzern Charoen Pokphand (CP Group) sein.

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Ursprünglich wollte die China Development Bank (CDB) der CP Group bei der Finanzierung der Übernahme unter die Arme greifen. Die Regierung in Peking hat den Verkauf als sinnvoll angesehen, weil CP als langfristig denkender Investor mit großem Engagement für China gilt. Die CDB ist eine staatliche Förderbank.

Das sind die größten Banken der Welt

  • Platz 10

    Die Commonwealth Bank of Australia eröffnet die Top Ten der größten Banken der Welt nach Marktkapitalisierung. Das Institut mit Sitz in Sydney verfügt über einen Börsenwert von 81 Milliarden Euro.

    Stand: 08. Januar 2013, Quelle: Thomson Reuters

  • Platz 9

    Die Citigroup ist die neuntgrößte Bank der Welt. Die US-Großbank hat einen Börsenwert von 96 Milliarden Euro.

  • Platz 8

    Mit knappen Vorsprung belegt die Bank of America Rang acht im Ranking. Das US-Institut verfügt über eine Marktkapitalisierung von 101 Milliarden Euro.

  • Platz 7

    Die Agricultural Bank of China kommt auf Platz sieben. 114 Milliarden Euro beträgt die Marktkapitalisierung.

  • Platz 6

    Auch der sechste Rang geht an ein Institut aus dem Reich der Mitte – die Bank of China. 125 Milliarden Euro ist das Geldhaus an den Börsen wert.

  • Platz 5

    JP Morgan Chase eröffnet die Top Fünf. 132 Milliarden Euro beträgt die Marktkapitalisierung.

  • Platz 4

    Die US-Großbank Wells Fargo scheitert knapp am Treppchen des Rankings. Der Börsenwert beträgt 140 Milliarden Euro. Nur drei Banken sind mehr wert.

  • Platz 3

    Die HSBC kann sich über den Bronzerang freuen. Der Börsenwert des Instituts beträgt 151 Milliarden Euro.

  • Platz 2

    Die China Construction Bank kommt auf Platz zwei mit einer Marktkapitalisierung von 195 Milliarden Euro. An den Spitzenreiter kommt das Institut damit aber noch lange nicht heran.

  • Platz 1

    Die Industrial and Commercial Bank of China hat einen gigantischen Börsenwert von 227 Milliarden Euro. Die Bank ist die größte der Volksrepublik, auch wenn man die Bilanzsumme heranzieht.

Doch seit Dezember sei die Begeisterung für den Verkauf an die Thailänder abgekühlt, berichten chinesische Zeitungen. Sowohl für CP als auch für den britischen Verkäufer sei diese Wendung überraschend gekommen. „Die Gespräche sind zum Stillstand gekommen“, lässt sich ein Verhandlungsteilnehmer zitieren. „Es gibt bisher auch noch keinerlei unterschriebene Vereinbarung.“

Hintergrund des Rückziehers könnte eine Intrige des bestens vernetzten Geschäftsmannes Xiao Jianhua sein, dem Chef der Beteiligungsgesellschaft Tomorrow Holding in Peking. Auch Xiao habe ein Auge auf den 16-prozentigen Anteil an der aussichtsreichen Versicherungsgruppe Ping An geworfen. Er ziehe nun im Hintergrund die Strippen, um die begehrten Aktien doch noch zu ergattern, berichtet ein chinesisches Blog.

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Einer anderen Version zufolge ist CP auf Xiao zugegangen, um Hilfe bei der Finanzierung zu erbitten. Das berichtet die Zeitschrift „Caixin Century Weekly“. Alle Beteiligten Institutionen dementieren nun die Berichte über Probleme bei der Finanzierung des Geschäfts. Die Übernahme des Anteils an Ping An lasse sich mit eigenen Mitteln stemmen, versichert CP. Auch Xiao leugnet eine Beteiligung an dem Geschäft.

Doch CP verfügt selbst nur über Eigenkapital in Höhe von neun Milliarden Dollar - das entspricht bereits dem Kaufpreis für Ping An. Ohne einen Finanzpartner kann CP das nötige Bargeld voraussichtlich nicht aufbringen.

 

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