
HB NEW YORK. Wie die „Financial Times“ am Freitag in ihrer Online-Ausgabe schreibt, kommen allerdings noch Aktien hinzu, die die Beschäftigten erst in einigen Jahren zu Geld machen dürfen. Insgesamt wolle die Bank so viel ausschütten wie zum Höhepunkt der Finanzkrise 2008. Damals hatten die Citigroup-Banker für ihre Verhältnisse relativ geringe Boni erhalten.
Die vom US-Steuerzahler vor dem Zusammenbruch bewahrte Citigroup steckt in einer Zwickmühle: Auf der einen Seite muss sie sich gegenüber der Öffentlichkeit für die immer noch üppigen Sonderzahlungen rechtfertigen. Das umso mehr, als sie anhaltend milliardenschwere Verluste anhäuft. Auf der anderen Seite kann sich die Bank nicht leisten, Spitzenleute wegen der Bezahlung an die Konkurrenz zu verlieren.
Die Begrenzung der Boni geschieht letztlich auf politischen Druck. Der Staat hält immer noch 27 Prozent an der Bank. In der Krise hatte die US-Regierung das Institut mit einer Finanzspritze von 45 Mrd. Dollar aufgepäppelt. Ein Teil der Hilfen wurde später in Anteile umgewandelt, wodurch der Staat zum größten Aktionär aufstieg.
Die verbliebenen 20 Mrd. Dollar der Finanzspritze zahlte die Citigroup im Dezember komplett zurück.
Die Zinszahlungen für die Staatsgelder werden im Schlussquartal 2009 aber noch ein großes Loch in die Bilanz reißen. Erschwerend kommen hohe Kreditausfälle hinzu. Analysten gehen unterm Strich von einem Verlust von 6,4 Mrd. Dollar für die Monate Oktober bis Dezember aus. Die Citigroup veröffentlicht ihre Zahlen am 19. Januar.