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Medienbericht: Commerzbank will offenbar 6000 Stellen streichen

Kahlschlag bei der Commerzbank? Deutschlands zweitgrößte Bank will laut einem Medienbericht rund 6.000 Stellen abbauen. So will die Bank den Profit des Privatkundengeschäfts steigern.

Die Commerzbank will offenbar Stellen im Privatkundengeschäft streichen. Quelle: dapd
Die Commerzbank will offenbar Stellen im Privatkundengeschäft streichen. Quelle: dapd

BerlinDie Commerzbank plant einem Bericht des „Wall Street Journal“ zufolge den Abbau von etwa 6000 Jobs in Deutschland. Ein Sprecher der zweitgrößten deutschen Bank wollte den Bericht auf Nachfrage am Donnerstag nicht kommentieren. Das „Wall Street Journal“ meldete in seiner Onlineausgabe, dass die Commerzbank die Stellenstreichungen bei den im Februar beginnenden Tarifverhandlungen vorschlagen werde. Die geplanten Kürzungen würden 18 Prozent der Belegschaft betreffen, schrieb die Zeitung unter Berufung auf drei „mit der Sache betraute Personen“. 25 Prozent der Commerzbank-Anteile befinden sich noch in staatlicher Hand.

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Die deutsche Nummer zwei hatte im November angekündigt, bis 2016 etwa eine Milliarde Euro in ihr schwächelndes Privatkundengeschäft stecken zu wollen. In einzelnen Filialen sollen Spezialisten zusammengezogen werden, zudem sind flexiblere Öffnungszeiten im Gespräch. Online-Angebote und klassische Filialbank sollen enger verzahnt werden. Schon damals war über den Abbau von 6000 Stellen spekuliert worden, Gerüchte über Filialschließungen sorgten für Schlagzeilen.

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In einem Interview hatte Privatkundenvorstand Martin Zielke schon damals die Grundzüge der Umstrukturierung umrissen: „Natürlich werden wir auch über Arbeitszeiten sprechen. Wir müssen unser gesamtes Angebot am Bedarf der Kunden orientieren. Darüber werden und müssen wir mit den Arbeitnehmervertretern reden“, sagte Zielke. Die Neuausrichtung der Bank und des Privatkundengeschäfts werde von einer großen Mehrheit der Mitarbeiter mitgetragen.

Bis Jahresende seien rund 120.000 zusätzliche Kunden gewonnen worden. Ende des dritten Quartals waren es netto 90.000 Neukunden. Zielke führt das auch auf die Umstellung der Beratung und die Einführung des sogenannten Kundenkompasses zurück, mit dem standardisiert der Bedarf der Kunden erfasst wird.

Stellenabbau in der Finanzbranche

  • Finanzbranche - Commerzbank

    Die Commerzbank hat ihre neue Strategie für die kommenden Jahre bis 2016 vorgestellt. Details zu einem möglichen Stellenabbau nannte die Bank nicht. Die Wochenzeitung „Die Zeit“ hatte unter Berufung auf Kenner der Situation berichtet, die Commerzbank könne in den kommenden Jahren 5000 bis 6000 Stellen streichen. Dies entspräche in etwa einem Zehntel der Belegschaft.

    Das Privatkundengeschäft eingeschlossen, will die Commerzbank bis 2016 insgesamt zwei Milliarden Euro investieren, wie Konzernchef Blessing erklärte. Zusätzlich solle es auch „Effizienzmaßnahmen“ geben, mit denen der Konzern seine Kosten „stabil“ halten wolle. Die Bank setze ihr „konsequentes Kostenmanagement“ fort.

  • Finanzbranche - Deutsche Bank

    Zwei Monate waren die neuen Deutsche Bank-Chefs Jürgen Fitschen und Anshu Jain im Amt, da gaben sie Ende Juli bekannt, die Deutsche Bank werde 1900 Arbeitsplätze abbauen. Allein 1500 Stellen sollen im Investment-Banking wegfallen. Deutschland ist von den Streichungen allerdings nur geringfügig betroffen.

  • Finanzbranche - ING

    Der niederländische Finanzkonzern ING hat im Quartal Juli bis September deutlich weniger Gewinn erzielt als von Analysten erwartet und den Abbau von 2350 Arbeitsplätzen angekündigt. Damit passe sich das Unternehmen dem unsicheren Marktumfeld an, teilte das Unternehmen mit.

„70 Prozent der Kunden, die mit dem Kundenkompass beraten werden, würden unsere Bank weiterempfehlen“, sagte Zielke. „Das ist eine unglaublich hohe Zahl.“ Der Privatkundenchef bekräftigte: „Wo es Sinn macht, bieten wir Fremdprodukte an.“ Das habe sich in der Baufinanzierung bewährt: „In der Baufinanzierung bekommt der Kunde ab Anfang 2013 in allen unseren Filialen das Beste aus rund 250 Angeboten.“

Die näheren Aussichten für das Geschäft mit Privatkunden sieht Zielke weiterhin jedoch eher pessimistisch: „Ich erwarte nicht, dass sich die Rahmenbedingungen kurzfristig ändern werden.“ Er rechne damit, dass auch 2013 herausfordernd bleiben werde.

  • 19.01.2013, 15:27 UhrAmeise

    Die IT wird so modernisiert und umstrukturiert,dass weniger Mitarbeiter die gleiche Leistung, oder ggf. mehr,erbringen können.

  • 18.01.2013, 18:18 Uhrblockstone

    echt??? was ist das denn für ein kommi?
    die bessten geschäfte werden von mensch zu mensch gemacht(das ist auch heute noch so)

  • 18.01.2013, 18:15 Uhrblockstone

    unglaublich- nach 4-5 jahren fällt der com.bank mal ein,das es da noch kunden und auch filialen gibt,da wo kunden ihre gelder depotnieren-kunden-gelder die gerade mal mit 0,75% beliehen werden und wahnsinns Renditen bei vergabe bringen. das ist nicht mal bemitleidswert,wie man so das kerngeschäft vergessen kann und dessen kunden dazu beigetragen haben,das die bank mal so gross werden konnte.
    wie undankbar das ganzen finanzinstitue sind, irgendwann rächt es sich mal (richtig)....

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