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Milliarden-Hilfspaket: Ackermann geht für Griechenland sammeln

Deutsche Banken, Versicherungen und Industriefirmen wollen offenbar ein eigenes Rettungsprogramm für Griechenland auflegen. Laut übereinstimmenden Medienberichten haben die Beteiligten bereits bis zu zwei Milliarden Euro zugesagt – am Ende sollen es sechs bis sieben Milliarden werden. Eine Schlüsselrolle spielt Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann. Auch auf Staatsseite werden Pläne geschmiedet.

Deutsche-Bank-Chef Ackermann hilft angeblich bei der Zusammenstellung des Pakets. Quelle: Reuters
Deutsche-Bank-Chef Ackermann hilft angeblich bei der Zusammenstellung des Pakets. Quelle: Reuters

HB FRANKFURT. Die deutschen Finanzinstitute sind offenbar bereit zu einer Beteiligung an den Hilfen für Griechenland. Ein Konsortium aus einer Handvoll Banken, Versicherer und bisher einer Industriefirma habe bislang Gelder von ein bis zwei Mrd. Euro informell zugesagt, sagte eine mit der Angelegenheit vertraute Person am Freitag der Nachrichtenagentur Reuters.

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Unmittelbar vor der Entscheidung über staatliche Milliardenhilfen für Griechenland gibt es Signale für einen freiwilligen Beitrag der deutschen Privatwirtschaft an den Kosten der Krise. „Eine Handvoll“ deutscher Banken, Versicherungen und Industriefirmen seien bereit, Griechenland in Milliardenumfang zu unterstützen, erfuhr die Nachrichtenagentur Reuters am Freitag von zwei mit der Angelegenheit vertrauten Personen. Verhandlungskreise bestätigten die Pläne am Nachmittag der dpa.

Um welche Art der Hilfen es sich dabei handle, sei im Detail noch nicht geklärt. Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann hilft nach Angaben aus Finanzkreisen auf Anregung von Finanzminister Wolfgang Schäuble dabei, ein Hilfepaket der Privatwirtschaft zu arrangieren. Dafür seien bislang informell ein bis zwei Mrd. Euro zugesagt worden. Ein Sprecher Schäubles hatte erklärt, es sei Sache der Banken, ob sie freiwillig helfen wollten. Auch Wirtschaftsminister Rainer Brüderle erklärte bei der Rückreise von einem Südamerika-Besuch, freiwillige Hilfen seien immer besser als Zwang. Die privaten Finanzinstitute seien herzlich eingeladen, sich zu beteiligen. Westerwelle erklärte, er gehe davon aus, dass auch in Europa die Banken ihren eigenen Beitrag „leisten wollen und auch leisten werden.“

Eine andere mit den Plänen der Banken vertraute Person fügte hinzu, eine freiwillige Beteiligung der Institute an den Hilfen für das schuldengeplagte Griechenland „sei eine sehr intelligente Lösung“. Es müsse ein Betrag von sechs bis sieben Mrd. Euro zusammenkommen, um ein symbolisches Zeichen zu setzen.

Bundesaußenminister Guido Westerwelle zeigte sich überzeugt, dass die Banken auf europäischer Ebene ihren Beitrag zu Hilfen für Griechenland leisten werden. Das von IWF, EZB und EU in Athen ausgehandelte drakonische Sparpaket für das Land dürfte am Wochenende stehen. Am Sonntag wollen die Euro-Finanzminister in Brüssel darüber beraten, ob das Paket den Anforderungen für Hilfen genügt.

Im Anschluss an das Treffen, zu dem auch Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble reist, werden die Minister nach Angaben eines Sprechers von Eurogruppen-Chef Jean-Claude Juncker voraussichtlich auch das Gesamtvolumen der Kredite der Eurozone und des Internationalen Währungsfonds an Griechenland bis 2012 beziffern.

Ein Sprecher von EU-Wirtschaftskommissar Olli Rehn sagte in Brüssel, das Ende der Verhandlungen über Sparauflagen für Griechenland sei in Sicht. Die gesamte griechische Wirtschaft müsse von Grund auf reformiert werden. Zu Befürchtungen, Spanien und Portugal könnten schon bald in einer ähnlichen Lage wie Griechenland sein, sagte er, es gebe derzeit keine Diskussionen über Kredithilfen für andere Euro-Länder. „Was wir hier machen, ist speziell für Griechenland, eine Feuerwehr an der griechischen Front.“ Die spanische Regierung betonte, sie werde die Schuldenkrise alleine meistern.

  • 02.05.2010, 13:08 UhrAnonymer Benutzer: Mariana Mayer

    Und welche eigenen interessen vertritt @M?

  • 01.05.2010, 22:07 UhrAnonymer Benutzer: M

    Liebe Mariana, bist Du eigentlich auf Droge? Du bestätigst doch im ersten Absatz meine Meinung, wo Du sagst:“ Doch ob das immer in unserem eigenen interesse ist, ist ein anderes blatt.“

    Diese Ackermänner werden NUR ihre eigenen interessen vertreten. Sie sind zwar clever, doch Merkel und Schäuble holen sich ihre Tipps bei den wöchentlichen Grillfesten der Sonderschulen.

  • 01.05.2010, 20:24 UhrAnonymer Benutzer: Mariana Mayer

    Nein @m meine ich ganz ernst. Es gibt wieder mal nur eine Handvoll Leute die in der Lage sind, auch aufgrund der basis ihrer informationen und Erfahrungen, Probleme zu durchschauen und vielleicht zu lösen. Doch ob das immer in unserem eigenen interesse ist, ist ein anderes blatt.

    ich habe "selber" eine Arbeit gekündigt, obwohl mir vollkommen bewusst war ich werde danach tyrannisiert und fertiggemacht und ausgegrenzt.
    Warum weiß ich das vorher: Weil ich das Sytem in dem ich gearbeitet hatte lange durchschaut hatte und es langfristig sowieso keine andere Möglichkeit gab, ausser als LeiharbeiteriN ausgebeutet und unterdrückt zu werden.
    So hatte ich nur auf die Chance gewartet in ein anders Unternehmen zu wechseln, welches daraufhin unter Aufsicht des EbA und ihrer hochbezahlten Mitarbeiter als Racheakt in der industrie zerschlagen wurde.
    Trotzdem ist meine Entscheidung richtig gewesen, weil die hier in Deutschland betriebene Leiharbeit zu Unfällen und Qualitätsmängeln führt. Sie bedient sich lediglich der Ausbeutung ihrer Mitarbeiter, welche vorher ausreichend Qualifikation erworben hatten.

    Die Frage ist grundsätzlich EU oder nicht, doch wenn die EU im Chaos auseinanderfällt wird nichts besser werden. im Gegenteil.
    Die Probleme liegen an der Raffgier vieler Einzelner. Auch Ackermann hat damals die Gehälter seiner Mitarbeiter einkassiert und diese entlassen.

    Trotzdem ist er einer der Wenigen die wissen was zu tuen ist. Unser akademischer Nachwuchs, ja wo ist er denn?

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