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Millionen-Panne: Manager der KfW sollen doch nicht haften

300 Millionen Euro überwies die Mittelstandsbank KfW an das US-Institut Lehman Brothers - kurz vor dessen Zussammenbruch. Zwei Vorstände wurden als Verantwortliche für die fatale Fehlentscheidung ausgemacht. Doch der Verwaltungsrat der Förderbank stellt wohl beide von Schadensersatzansprüchen frei.

Fataler Fehler: 300 Mio. Euro überwies die KfW an Lehman Brothers. Quelle: dpa
Fataler Fehler: 300 Mio. Euro überwies die KfW an Lehman Brothers. Quelle: dpa

FRANKFURT. Die 300 Millionen Euro schwere Fehlüberweisung der KfW an Lehman Brothers sorgt weiter für Schlagzeilen. Laut „Welt am Sonntag“ („WamS“) soll der Verwaltungsrat am Mittwoch vier Vorstände um den heutigen Bankchef Ulrich Schröder von potenziellen Ansprüchen freistellen. Zudem soll das Gremium, wie bereits berichtet, dem Vergleich mit Detlef Leinberger, einem der beiden 2008 geschassten Vorstände, zustimmen. In der Haftung stünde dann nur noch der zweite damals entlassene Vorstand, Peter Fleischer, der sich mit der KfW bislang nicht auf einen Vergleich einigen konnte.

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Leinberger und Fleischer gelten als Verantwortliche für die Überweisung von 300 Millionen Euro an die US-Investmentbank Lehman Brothers am Tag, als sie pleiteging.

Die Grünen-Politikerin Christine Scheel, die im Verwaltungsrat sitzt, sagte der „WamS“: „Ich sehe es äußerst kritisch, wenn die Vorstände ohne Not von weiteren Schadensersatzansprüchen freigestellt werden sollen.“ Die Bank lehnte unter Verweis auf das laufende Verfahren eine Stellungnahme ab. Dem KfW-Chef war mehrfach in „Welt“-Artikeln vorgeworfen worden, seine Verantwortung bei der Überweisungspanne unter den Tisch zu kehren.

Im Umfeld der KfW wird darauf hingewiesen, dass innerhalb des Vorstands eine sogenannte gesamtschuldnerische Haftung besteht. Diese verpflichtet die Mitglieder dazu, etwaige Ansprüche an einzelne Vorstände auszugleichen. Im Rahmen des Vergleichs mit Leinberger dürfte die KfW auch auf Schadensersatzforderungen gegen den Manager verzichten. Würden dabei die damals nicht beschuldigten Vorstände nicht ebenfalls freigestellt, stünden sie praktisch schlechter da als Leinberger. Sollte Fleischer später in der juristischen Auseinandersetzung tatsächlich zu Schadensersatz verurteilt werden, könnte dieser seine Ex-Kollegen heranziehen. Genau das soll offenbar durch den geplanten Verwaltungsratsbeschluss vermieden werden.

  • 06.12.2010, 11:44 UhrAnonymer Benutzer: Comet

    Ein weiteres beispiel wie verkommen jehne sind,die sich " ELiTEN " nennen. Das ganze erinnert an Zocker, nur mit dem feinen Unterschied, dass der mit seinem Geld spielt und nicht das frischgedruckte Papiergeld der Regierung verspielt.
    Neben einer Trillionen hohen Abfindung müssen diese Ganoven noch das bundesverdienstkreuz bekommen.

  • 06.12.2010, 11:43 UhrAnonymer Benutzer: herbert ax

    Eigentlich dürfte man aus Selbsterhaltungstrieb gar keine Zeitung mehr lesen oder Nachrichten hören. Alles, ja eigentlich alles was diese sogenannten Eliten anstellen wird von Haftung oder Strafrecht freigestellt. Egal wieviel Millionen oder Milliarden verbrannt werden.
    ES iST EiNFACH NUR NOCH ZUM KOTZEN.

  • 06.12.2010, 10:48 UhrAnonymer Benutzer: Ich

    ich möchte mich gar nicht über diese Entscheidung aufregen, da es mir nur schadet. Aber eines möchte ich trotzdem los werden:
    Gebt ihnen Millionen, gebt ihnen Milliarden, gebt ihnen Fantastilliarden. Gebt ihnen so viel Geld das Sie daran verrecken!

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