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Mittelstandsfinanzierer: Gläubiger helfen: Neue Hoffnung für CIT

Die drohende Pleite des Mittelstandsfinanzierers CIT sorgt in der Geschäftswelt der Vereinigten Staaten für großes Unbehagen. 32 US-Handelsverbände warnen vor einer „unmessbaren“ Zahl von Arbeitsplatzverlusten. Und die Warnungen scheinen geholfen zu haben, die Rettung der CIT rückt in greifbare Nähe. Die Aktie legt in New York zum Handelsstart um rund 100 Prozent zu.

Sorgenvoll schauen US-Firmen, wie es bei CIT weitergeht. Quelle: ap
Sorgenvoll schauen US-Firmen, wie es bei CIT weitergeht. Quelle: ap

NEW YORK. Jeffrey Peek hat alles auf eine Karte gesetzt. Die US-Regierung hat schon die Citigroup gerettet und Bank of America, den Versicherer AIG und selbst den Konsumenten-Finanzierer GMAC. Der Konzernchef von CIT ging fest davon aus, dass auch der führende Mittelstandsfinanzierer im Fall der Fälle staatlichen Schutz bekommen würde: Eine Bank mit mehr als einer Million Geschäftskunden, die womöglich letzte verbliebene Finanzierungsquelle für den geplagten Mittelstand in den USA; eine Firma mit 75 Mrd. Dollar an Vermögenswerten und 100 Jahren Tradition, Finanzier für Studenten, Häuslebauer und Fluggesellschaften; einer der Großsponsoren der New York City Opera und des Metropolitan Museum of Art.

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Peek hat gesehen, dass sein Geschäftsmodell im Zuge der Kreditkrise zu wackeln begann wie ein Kartenhaus. Vor Jahren hat er die CIT-Zentrale aus dem beschaulichen New Jersey ins benachbarte Manhattan umgesiedelt, um besser wahrgenommen zu werden. Plötzlich aber zog es ihn nach Washington, wo er bei Veranstaltungen gemeinsam mit Notenbankchef Ben Bernanke auftrat. Christopher Shays, einen früheren Kongressabgeordneten aus Connecticut, holte er in den Verwaltungsrat. Das Konzept schien aufzugehen: Auf dem Höhepunkt der Krise im Dezember 2008 erhielt CIT in einer Nacht-und-Nebel-Aktion offiziell Bankenstatus. Einen Tag später erklärte sich das Finanzministerium bereit, aus dem Banken-Rettungsfonds Tarp 2,3 Mrd. Dollar Überlebenshilfe in CIT zu pumpen. Die Zusammenarbeit mit der Notenbank Federal Reserve und der Aufsichtsbehörde FDIC verlaufe "konstruktiv", betonte Peek noch im April.

Inzwischen aber schien klar zu sein: Alle Lobbyanstrengungen der Chefetage waren vergebens. Die US-Regierung hat sich entschieden, CIT im zweiten Anlauf fallen zu lassen. Und Jeffrey Peeks Strategie, das Finanzhaus aus der zweiten Reihe zu einer großen Nummer auf New Yorks Fifth Avenue zu machen, liegt in Trümmern.

Zunächst zeichnete sich ein Insolvenzantrag für den heutigen Montag ab. Am Wochenende hatte CIT einen letzten Rettungsversuch gestartet und Kreisen zufolge mit einer Gruppe von Anleihe-Inhabern gesprochen. In letzter Minute habe sich das Institut am Sonntag mit einer Gruppe wichtiger Gläubiger vorläufig auf einen Zuschuss in Höhe von drei Milliarden Dollar geeinigt, sagten mit der Situation vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters am Sonntag. Unternehmenssprecher Curt Ritter lehnte eine Stellungnahme ab.

Es werde erwartet, dass CIT die Übereinkunft am Montag offiziell vor Börseneröffnung in den USA bekanntgebe, sagte eine Person. Das CIT Führungsgremium habe die Einigung abgesegnet. Bei den drei Milliarden Dollar handle es sich um neues Geld, sagte eine weitere Person. Die Summe sei aber Teil eines Sanierungsplans, der insgesamt auf ein noch deutlich größeres Volumen komme.

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