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Möglicher Verkauf: Morgan Stanley will offenbar Rohstoffe loswerden

Die Rohstoffsparte der US-Großbank Morgan Stanley könnte in absehbarer Zeit den Besitzer wechseln. Konzernchef James Gorman äußerte sich dazu zurückhaltend - aber ein möglicher Käufer verrät mehr Details.

Morgan Stanley zieht einen Verkauf seiner Rohstoffsparte in Betracht. Quelle: Reuters
Morgan Stanley zieht einen Verkauf seiner Rohstoffsparte in Betracht. Quelle: Reuters

New YorkDie US-Großbank Morgan Stanley denkt über den Verkauf ihres Rohstoffgeschäfts nach. Das Geldhaus prüfe derzeit „verschiedene Strukturen“ für die milliardenschwere Sparte, sagte Konzernchef James Gorman am Donnerstag nach der Vorlage von Quartalszahlen.

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Laut Bankenkreisen spricht das Kreditinstitut seit über einem Jahr mit Katars Staatsfonds QIA über eine Veräußerung von einer Mehrheitsbeteiligung des Geschäfts. Am Montag hatte Katars Regierungschef Sheich Hamad bin Jassim Al-Thani gesagt, dass sich der Golfstaat derzeit einen Vorschlag ansehe, der darauf abziele, in Morgans Stanleys Rohstoffgeschäft zu investieren. Das Opec-Mitgliedsland benötige aber ein paar Wochen Zeit, um die Details zu prüfen.

Das berichten die US-Großbanken über das 3. Quartal

  • JP Morgan

    Die größte US-Bank JP Morgan Chase verdient wieder soviel wie vor der Krise. Im dritten Quartal steigerte JP Morgan den Nettogewinn um ein Drittel auf 5,7 Milliarden Dollar. Hauptgrund ist die boomende Nachfrage nach Hypotheken in den USA. Allein im Geschäft mit Häuserkrediten nahm das Institut 1,8 Milliarden Dollar ein – 36 Prozent mehr als vor einem Jahr. Das Ergebnis übertraf die Analystenerwartungen.

  • Wells Fargo

    Die Erfolgsgeschichte von Wells Fargo geht weiter. Im dritten Quartal wuchs der Gewinn im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 22 Prozent auf den Rekordwert von 4,94 Milliarden US-Dollar. Damit übertraf die Bank die Erwartungen von Analysten. Wells Fargo profitierte von der sich bessernden US-Konjunktur und dem weiter anziehenden Immobilienmarkt.

  • Citigroup

    Die Citigroup muss einen Gewinneinbruch hinnehmen. Die Erlöse gingen um 88 Prozent auf 468 Millionen Dollar zurück. Wesentlicher Grund dafür waren Sonderabschreibungen in Höhe von 2,9 Milliarden Dollar (nach Steuern), weil die Bank beim Verkauf ihrer Tochter Smith Barney nicht den erhofften Preis erzielen konnte.

  • Goldman Sachs

    Goldman Sachs wies einen überraschend kräftigen Gewinn von 1,5 Milliarden Dollar aus, nachdem ein Jahr zuvor noch ein Verlust von 428 Millionen Dollar in den Büchern stand. Die Einnahmen stiegen um 133 Prozent auf 8,4 Milliarden Dollar. Die Investmentbank verdient dank der Erholung an den Finanzmärkten wieder prächtig.

  • Bank of America

    Einen Gewinn von gerade einmal 340 Millionen Dollar hat die Bank of America im dritten Quartal erzielt. Vor einem Jahr erwirtschaftete die Bank noch ein Plus von 6,2 Milliarden Dollar. Schuld daran waren vor allem Sondereffekte wie die Abschreibung von 1,6 Milliarden Dollar nach einer 2,4 Milliarden Dollar teuren Einigung, um einer Sammelklage von Aktionären zu entgehen.

  • Morgan Stanley

    Die US-Großbank Morgan Stanley fuhr im dritten Quartal einen Verlust von einer Milliarde Dollar ein. Im entsprechenden Vorjahreszeitraum erzielte die Investmentbank noch einen Gewinn von 2,2 Milliarden Dollar. Der Umsatz schrumpfte in den drei Monaten von Juli bis September im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von 9,8 auf 5,3 Milliarden Dollar.

    Bereinigt um Abschreibungen auf Schuldbewertungen kletterte aber der Umsatz auf 7,6 Milliarden Euro. Im Vorjahr bezifferte sich der bereinigte Umsatz nur auf 6,4 Milliarden Dollar. Um die Abschreibungen bereinigt stand ein Gewinn von 561 Millionen Dollar, verglichen zu 64 Millionen Dollar im Vorjahr.

Die Rohstoffsparte von Morgan Stanley hat dem Geldhaus im vergangenen Jahrzehnt geschätzte 17 Milliarden Dollar eingebracht. QIA verwaltet rund 100 Milliarden Dollar und ist unter anderem bereits an Xstrata und Barclays beteiligt.

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