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Nach Milliarden-Verlust: Commerzbank befürchtet auch 2010 rote Zahlen

Die Commerzbank ächzt unter neuen Wertberichtigungen und den Kosten für die Integration der Dresdner Bank. Deutschlands zweitgrößte Bank verfehlte mit ihrem Ergebnis für das Jahr 2009 die Erwartungen der Analysten deutlich. Doch für das laufende Geschäftsjahr droht weiteres Ungemach.

Für die Commerzbank könnte es auch 2010 abwärts gehen. Quelle: dpa
Für die Commerzbank könnte es auch 2010 abwärts gehen. Quelle: dpa

HB FRANKFURT. Die Commerzbank häufte im vergangenen Jahr unter dem Strich 4,5 Mrd. Euro Verlust an, wie das Institut am Dienstag überraschend mitteilte. Darin enthalten sind nach Angaben des vom Staat gestützten Dax-Konzerns 1,9 Mrd. Euro Aufwendungen für die Integration der Dresdner Bank sowie Abschreibungen auf die Immobilientochter Eurohypo.

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Commerzbank-Chef Martin Blessing bezeichnete das Ergebnis in einer Mitteilung als unbefriedigend, es zeige aber die Folgen der Wirtschafts- und Finanzmarktkrise. "Und diese Krise ist noch nicht vorüber, auch wenn das Jahr 2010 operativ erfreulich angelaufen ist", warnte Blessing. Für 2010 stellte Blessing für den Konzern nur schwarze Zahlen in Aussicht, "sofern die Entwicklung der Konjunktur und der Finanzmärkte in 2010 sehr positiv verlaufen wird".

Das Institut ist im ersten Monat des Jahres in die schwarzen Zahlen zurückgekehrt. Laut Finanzchef Eric Strutz verdiente die Commerzbank im Januar mehr als 300 Mio. Euro. Einen großen Anteil daran habe die Investmentbank, sagte er am Dienstag. "Doch eine Schwalbe macht noch keinen Sommer", warnte Strutz vor überzogenen Erwartungen. Aus dem Ergebnis eines Monats könne man nicht den Jahresgewinn ableiten. "Auch für 2010 ist ein Verlust durchaus realistisch." Strutz bekräftigte jedoch: "Spätestens 2011 werden wir wieder Gewinne erzielen.

Die Commerzbank rechnet für das laufende Jahr trotz Wirtschaftskrise mit weniger Kreditausfällen. Das teilverstaatlichte Institut peile für 2010 eine Risikovorsorge von 3,8 Mrd. Euro an, betonte Strutz. Das wäre ein Rückgang um etwa 400 Mio. Euro im Vergleich zu 2009. "2010 werden wir im kundennahen Geschäft den Umschwung erreichen", betonte Vorstandschef Martin Blessing.

Im Mittelstandsgeschäft, einem der Kernsegmente der Bank, sei im vergangenen Jahr mit 954 (2008: 556) Mio. Euro der Höchststand bei der Risikovorsorge erreicht worden, kündigte der Finanzchef an. Die Commerzbank ist wegen ihrer Konzentration auf Mittelständler besonders stark von der Konjunktur abhängig. Viele Experten erwarten 2010 einen Anstieg der Insolvenzen.

  • 23.02.2010, 16:34 UhrAnonymer Benutzer: Lutz

    ist doch egal, der Steuerzahler wird schon blechen!

    irgendwann, wenn dann mal zurückbezahlt wird, dann sicherlich ohne die Zinsen, die wir dann gezahlt haben und weiterhin zahlen müssen.

    Das Zinseszinssystem hat keinerlei sozialen Nutzen für die Allgemeinheit. im Gegenteil bewirkt es durch verselbstständigtes Wachstum von Guthaben in astronomische Dimensionen und durch unbezahlbar werdende Schuldenberge soziale und andere destruktive Entwicklungen. Da die reale Produktion linear wächst, der Kapitalanteil aber exponentiell, eröffnet sich im Laufe der Zeit systembedingt ein unüberbrückbar werdender Abgrund. Die Spannung zwischen arm und reich wird explosiv - und zwar überall in der Welt. Das praktizierte Zinssystem verstößt gegen den sozial verbindlichen Geist des Grundgesetzes. Die exponentiell wachsenden Geldmengen sind nur auf lukrative investitionen aus, auf Profit des Profits wegen, sozial-ethische Werte stehen diesem nur im Wege. Zerstörung durch Krieg garantiert märchenhafte Gewinne durch Wiederaufbau. Unser Wirtschaftsystem ist von daher ein System des nackten Wahnsinns. Einerseits ist die Überschuldung der verschuldeten Staaten, Länder und Gemeinden ohne Zauberei ohnehin nicht mehr zu begleichen. Und andererseits spielen die begrenztheit der natürlichen Ressourcen, die Lebensinteressen der Menschen und die sozial-ökologischen Folgekosten kaum eine Rolle im Planspiel der konzernfreundlichen Weltwirtschaft. Wenn nach der monetären Logik weiterhin Schulden gemacht werden, wächst der Zwang, andernorts Rohstoffe zu rauben oder hier wie andernorts billige Arbeit zu erzwingen, um die Schulden begleichen zu können. Daher heute die Neu-Auflage des Kolonialismus in all den Ländern, wo reiche Ressourcen vermutet werden. Daher auch die erneute Kriegsbereitschaft in unserem Land (selbst unter einer rot-grünen Regierung), wo es nach der letzten großen Katastrophe vor nun fast 60 Jahren hieß: NiE WiEDER KRiEG.

  • 23.02.2010, 14:45 UhrAnonymer Benutzer: no.7

    Es ist gruselig, was blessing hier zusammenmurkst. Mit der Übernahme der dresdner bank hatte er den vogel abgeschossen: Kein Mensch auf der ganzen welt hätte dieses Katastropheninstitut gekauft, blessing nahm es. Und dann dieses Optimismus- getue hier. blessing gaukelt den Leuten vor, daß alles läuft wie vorgesehen. Dabei steht die Pleitewelle in der industrie mit massiven belastungen erst noch bevor. Dieses institut geht mit voller Fahrt in die Milliardenverlustzone, aus der es nicht wieder herauskommen wird. Dann wird Madame Merkel wieder zigmilliarden-Schecks ausstellen müssen, macht ja nichts. ist ja geld aus der Staatskasse, und die hats ja ! Warum weden solche "institute" wie diese dresdner bank nicht geschlossen, sondern mit aller gewalt weitergeschleift ??

  • 23.02.2010, 13:29 UhrAnonymer Benutzer: Profit

    Es ist unerträglich, daß so Leute wie Müller, blessing u.a. noch an bord sind. Die Aktionäre der Commerzbank wurden und werden (!) im höchsten Maße durch dieses Versager-Management geschädigt. Der Kauf der Dresdner bank wird sich niemals lohnen. Das wußten viele vorher, aber nein, es handelte sich wieder einmal um eine "strategische" Entscheidung, zum Wohle der Allianz.Die Probleme in der Ukraine z.b. sind doch seit Jahren bekannt. Wieso kauft man dann vor 2 (!) Jahren eine dortige bank?! War der blessing jeweils in Ost-Europa und kennt die Verhältnisse? Aber Gehaltserhöhungen streben sie an, obwohl kein anderer Vernünftiger sie überhaupt engagieren würde! Wohin man in Deutschlands Konzerne blickt: Die meisten Manager ("Strategen") taugen nichts, und man fragt sich, durch welche "Maßnahmen" sie an die Spitze kommen konnten.

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