_

Negativpreis: Gezielte Stichelei gegen den Lobbyisten Ackermann

Wer diesen Preis gewinnt, wird nicht mit Ehre und Ruhm bedacht: Die Initiative Lobby Control hat der Deutschen Bank und ihrem Chef die Medaille für undemokratische Lobbyarbeit verliehen. Das Geldhaus reagiert pikiert.

Bei diesem Preis hat Josef Ackermann keinen Grund zur Freude. Quelle: dapd
Bei diesem Preis hat Josef Ackermann keinen Grund zur Freude. Quelle: dapd

KölnDie Deutsche Bank und ihr Chef Josef Ackermann haben von der Initiative Lobby Control die „Lobbykratie-Medaille 2011“ verliehen bekommen. Bei der erstmals vergebenen Medaille handele es sich um einen Negativpreis für undemokratische Lobbyarbeit, teilte Lobby Control am Mittwoch in Köln mit.

Anzeige

Ackermann hatte im Juli als Vorsitzender des internationalen Bankenverbands IIF an dem Krisengipfel zum Rettungspaket für Griechenland teilgenommen. Damit habe die Bankenlobby einen bevorzugten Zugang zu Regierungschefs erhalten, der demokratischen Prinzipien entgegenlaufe, begründete die Initiative ihre Wahl. Die Eurokrise sei ein weiteres Beispiel dafür, wie Banken durch aktive Mitgestaltung die Interessen der Finanzbranche schützten.

Ackermann Zehn Dinge, die Sie noch nicht über den Top-Banker wussten

  • Ackermann: Zehn Dinge, die Sie noch nicht über den Top-Banker wussten
  • Ackermann: Zehn Dinge, die Sie noch nicht über den Top-Banker wussten
  • Ackermann: Zehn Dinge, die Sie noch nicht über den Top-Banker wussten
  • Ackermann: Zehn Dinge, die Sie noch nicht über den Top-Banker wussten

Ein Sprecher der Deutschen Bank warf Lobby Control vor, ihr gehe es gar nicht um die Sache, „sondern lediglich darum, jemandem ein Etikett anzukleben“. Er verwies in Berlin darauf, dass die Deutsche Bank in Griechenland finanziell relativ gering engagiert sei.

Deutsche Bank

Sie habe daher kein gesteigertes spezifisches Eigeninteresse an einer für sie günstigen Lösung. Dennoch habe sich der Deutsche-Bank-Chef und IIF-Präsident besonders für einen freiwilligen Schuldenverzicht gegenüber Griechenland eingesetzt. „Dies geschah auf Wunsch der demokratisch gewählten Regierung dieses Landes.“ Auf Wunsch der Bundesregierung habe die Deutsche Bank auch gemeinsam mit anderen deutschen Instituten versprochen, griechische Staatsanleihen nicht zu verkaufen. Dies habe die Deutsche Bank in diesem Jahr 400 Millionen Euro an Abschreibungen gekostet.

  • 16.12.2011, 15:59 UhrAnonymer Benutzer: Olli

    Du hast recht. Deshalb wird man zusätzlich versuchen, das Volk durch erhöhte Inflation, die ja niemals von selbst entsteht, abzuzocken, was ja leider immer wieder ungesühnt funktioniert. Wenn Ackidumpfbacke und seine edlen Kollegen, die ja alle studiert haben, die klügsten Geister der Gesellschaft wohlgemerkt, einen nicht zu verkraftenden Schaden für die Volkswirtschaften verursachen, kriegt er den nächstbesseren Posten und der Bürger muss mittels Inflation Reparationszahlung leisten.

  • 16.12.2011, 15:52 UhrAnonymer Benutzer: Olli

    Eine nette Auszeichnung, ich hätte ihm ein Tantō (短刀) verliehen; da ein echtes, antikes Set recht teuer käme, hätte man ja die Merkel um Steuergelder bitten können, wie schon bei Ackermanns Geburtstagsparty!

  • 10.12.2011, 23:50 UhrAnonymer Benutzer: doc.ex

    @ Lutz:Glaubt hier ernsthaft noch jemand, das Merkel würde Entscheidungen treffen?

    Nein, glaube ich auch nicht.
    Deshalb hat er den Preis verdient.

    Er hat mit seiner Lobby- und Beratungsarbeit unserer deutschen Volkswirtschaft einen Schaden von
    mindestens 1 BILLION EURO zugefügt. Allein der HRE-Skandal mit seinen Kollaborateuren Angela Merkel und Peer Steinbrück hat uns mehr als 200 Mrd. Euro in Form der Bad Banks HRE/FMS und WestLB/EAA (indirekt) gekostet.

    Dann als Erfinder und Förderer der Griechenland-/Euro-Rettungsschirme weitere Hunderte von Milliarden Euro.

    Dann für die Formulierung von Parlaments-Vorlagen. Insgesamt die Gehirnwäsche für die EFSF-Kanzlerinmehrheit am 29.09.2011....

    Erstaunlich, dass das niemand interessiert. Spricht für gute Lobby.

  • Die aktuellen Top-Themen
Volkswagen: VW in Chinas wildem Westen

VW in Chinas wildem Westen

Chinas Westen glänzt mit Wachstumsraten. VW will hier jährlich 50.000 Autos produzieren. Der Aufschwung soll soziale Konflikte lindern. Damit gerät VW allerdings zwischen die Fronten eines ethnischen Konflikts.

Übernahmekarussell: Deutsche Wohnen kauft milliardenschweres Wohnungspaket

Deutsche Wohnen kauft milliardenschweres Wohnungspaket

Mit dem Kauf von fast 24.000 Wohnungen stemmt die Deutsche Wohnen als vierter Immobilienkonzern in diesem Jahr eine milliardenschwere Übernahme in Deutschland. Der Bestand des Konzern wächst damit um fast die Hälfte.

Intercontinental Hotels Group: „Wir wollen in Deutschland die Nummer eins werden“

„Wir wollen in Deutschland die Nummer eins werden“

Intercontinental Hotels Group will in Deutschland expandieren und die Branchenspitze erklimmen. Erstmals gibt der Weltmarktführer Einzelheiten des geplanten Projekts bekannt.

  • Video

Projekt Zukunft Wie die Dinosaurier-Forschung hilft, heutige Probleme zu lösen - ein Gespräch mit Oliver Wings

Ein Gespräch mit Dr. Oliver Wings, Dinosaurier-Forscher, Leibniz-Institut für Evolutions- und Biodiversitätsforschung, über den Nutzen der Dino-Forschung für die moderne Wissenschaft

  • Business-Lounge
Business-Lounge: Die großen Auftritte der Entscheider

Die großen Auftritte der Entscheider

Premieren, Feste, Symposien oder Jubiläen – es gibt viele Anlässe, bei denen die Größen aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft im Mittelpunkt stehen. Verfolgen Sie die Auftritte in Bildern.

Deutsche Unternehmerbörse - www.dub.de
DEUTSCHLANDS ANZEIGENPORTAL FÜR FIRMENVERKÄUFE
– Provisionsfrei, unabhängig, neutral –
Verkaufsangebote Verkaufsgesuche




 

.