
MÜNCHEN. Bei dem ersten Auftrag versichert der Konzern die Garantien, die der deutsche Windkraftanlagenbauer Fuhrländer seinen Kunden gibt. Eine ähnliche Versicherung bietet die Munich Re bereits seit kurzem für Hersteller von Solarpanels an.
Im Kerngeschäft mit der klassischen Rückversicherung ist die Munich Re einem starken Preisdruck ausgesetzt. Daher sucht der Konzern seit einigen Jahren attraktive Nischen, in denen komplexe Risiken abgesichert werden. "Da braucht man eine sehr tiefe technische Expertise", sagte Munich-Re-Vorstand Thomas Blunck dem Handelsblatt. Daher sei die Markteintrittsbarriere für Wettbewerber hoch. In der Tat ist die Munich Re derzeit weiterhin der einzige Anbieter.
Derzeit erzielt die Munich Re mit den Garantieversicherungen nach Handelsblatt-Informationen bei erneuerbaren Energien ein Beitragsvolumen im zweistelligen Millionen-Euro-Bereich. Bislang ist der Konzern mit einem Dutzend Herstellern im Geschäft. In einigen Jahren soll das Segment Beiträge von mehreren hundert Millionen Euro zum Konzernumsatz beisteuern. Da die Technologien neu sind, müssen die Risiken - und damit die Hersteller und ihre Produktion - genau geprüft werden. Bei einigen Herstellern hat die Munich Re die Übernahme der Garantieversicherung bereits abgelehnt.
Die Munich Re hatte früh vor den Risiken des Klimawandels gewarnt und engagiert sich unter anderem bei der Wüstensolarstrom-Initiative Desertec. Die neuen Produkte sollten auch helfen, den neuen Technologien zum Marktdurchbruch zu verhelfen, sagte Blunck.