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Niedriges Zinsniveau: Commerzbank zahlt auch für 2013 keine Dividende

Die Commerzbank wird, entgegen ihrer Ankündigung, wohl auch für das Geschäftsjahr 2013 keine Dividende auszahlen. Laut eines Medienberichts verhindern auch Probleme im Kreditgeschäft eine Ausschüttung an die Aktionäre.

Commerzbank: Auch im Geschäftsjahr 2013 bleibt unterm Strich nichts für die Aktionäre übrig. Quelle: dpa
Commerzbank: Auch im Geschäftsjahr 2013 bleibt unterm Strich nichts für die Aktionäre übrig. Quelle: dpa

FrankfurtDie Commerzbank wird ihren Aktionären einem Bericht zufolge auch für das Geschäftsjahr 2013 voraussichtlich keine Dividende zahlen. Obwohl Vorstandschef Martin Blessing im Frühjahr eine Dividende für den Ausschüttungstermin nach der Hauptversammlung 2014 in Aussicht gestellt hatte, gebe es derzeit kaum Chancen, das Versprechen einzuhalten, meldete die „Wirtschaftswoche“ unter Berufung auf Führungskreise des zweitgrößten deutschen Kreditinstituts.

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Ursache für die geplante Streichung sind die düsteren Aussichten: Wegen des niedrigen Zinsniveaus gibt es kaum Möglichkeiten, Kundeneinlagen profitabel anzulegen. Zudem sorgen Probleme bei Staats-, Schiffs- und Immobilienkrediten für Verluste. Im ersten Halbjahr sank deshalb das Konzernergebnis vor Steuern im Vergleich zu 2011 um etwa ein Viertel auf rund 900 Millionen Euro. Zuletzt erhielten die Commerzbank-Aktionäre für das Geschäftsjahr 2007 eine Dividende. An der Commerzbank hält der Bund ein Viertel der Aktien.

Die Commerzbank wollte den Magazinbericht nicht kommentieren. Anfang August hatte aber Finanzchef Stephan Engels angesichts der dunklen Wolken am Konjunkturhimmel bereits ein Fragezeichen hinter die in Aussicht gestellte Wiederaufnahme der Dividenden-Zahlung gesetzt. Die Bank plane weiterhin, für das Jahr 2013 eine Dividende zu zahlen, doch die Umstände seien schwieriger geworden, räumte Engels damals ein.

  • 07.11.2012, 12:55 UhrWILHER


    Dividende ist Sand streuen in die Augen der Aktionäre.
    Bei Erhalt einer Dividende wird dem Aktionär aus der einen Tasche (der AG) Geld gezogen und in die andere Tasche (die private) gesteckt. DAs Dumme ist ist dabei, es wird ihm dabei aus der rechten Tasche mehr Geld gezogen als in die private Tasche gesteckt wird.
    (Abgeltungssteuer plus Soli (plus Kirchensteuer), was einen Abschlag von knapp 30 % ausmacht. Dabei hat die AG vorher schon den Gewinn mit der Kapitalertragsteuer versteuert.
    Der Aktionär zahlt damit knapp 50 % des Gesamt-Gewinns seiner AG an den Staat.
    Viele Aktionäre haben dabei einen privaten Grenzsteuersatz von rd 30 %.
    Aktienbesitz-Gewinn wird für viele damit extrem hoch besteuert.
    wenn man dann noch bedenkt, dass t.B. Wertpapierkreditkosten nicht mehr als Werbungskosten abgesetzt werden können,
    hat man das Gefühl, man habe es mit dem Staat als einem Raubritter zu tun.

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