
HB FRANKURT. Im Gegenzug für den leichten Preisaufschlag erhalte die deutsche Seite mehr Mitspracherecht in den entscheidenden Gremien des künftigen Konzerns, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. Der künftige Verwaltungsrat werde die Eigentümerstruktur widerspiegeln und mehr Mitglieder von der deutschen als von der amerikanisch-französischen Seite haben. Der Deal werde voraussichtlich bereits in der nächsten Woche bekannt gegeben.
Die Deutsche Börse und die New York Stock Exchange (Nyse Euronext) hatten am Nachmittag bestätigt, dass sich die Gespräche in einem fortgeschrittenen Stadium befinden. Die Deutsche Börse solle die Mehrheit an dem fusionierten Konzern halten.
In einer Mitteilung der Deutschen Börse heißt es: "Es ist geplant, dass die Deutsche Börse und Nyse Euronext ihr Geschäft im Rahmen eines Aktientausches mit Hilfe einer neu gegründeten und in den Niederlanden ansässigen Gesellschaft bündeln würden." Nach Abschluss der Transaktion sollen die Aktionäre der Deutsche Börse 59 bis 60 Prozent und die der Nyse 40 bis 41 Prozent am Eigenkapital des fusionierten Unternehmens halten.
Durch den Zusammenschluss hoffen Deutsche Börse und NYSE Euronext darauf, 300 Millionen Dollar im Jahr einzusparen, vor allem durch die gemeinsame Betreuung ihrer gigantischen Computeranlagen, über die der Großteil des Handels mittlerweile läuft.
Am Nachmittag waren die Aktien von Deutscher Börse und Nyse Euronext vom Handel ausgesetzt worden. Begründet wurden die Aussetzungen mit "zu erwartenden Neuigkeiten". Die Papiere der Deutschen Börse gewannen bis zur Unterbrechung 1,7 Prozent. Nach der Wiederaufnahme des Handels in New York stiegen Aktien der Nyse Euronext um mehr als 14 Prozent.
Guten Tag,.... Wer mit dem Teufel Suppe isst;... braucht einen langen Loeffel. besten Dank
Abgesehen von dem bis ins Unendliche gesteigerten Titel, welcher Erinnerungen an eine große deutsche boulevard-Zeitung weckt, erinnert diese Art der "Fusion" doch eher an das Vorbild "Daimler Chrysler".
Von der "Deutschen börse" wird in wenigen Jahren jedenfalls nicht mehr viel übrig sein...
Die Eigentümer der „Deutschen börse“ sind die Engländer und Amerikaner, durch diesen Zusammenschluss würden die Eigentümer nur ihre interessen bündeln und sich nicht mehr gegenseitig Konkurrieren.
Vor einigen Jahren wollte doch ein Angestellter der „Deutschen börse“ (ehemaliger Mitarbeiter der Deutschen bank) die „Englische börse“ kaufen, der Angestellte wurde von den Eigentümern (Engländer) in Kenntnis gesetzt, wenn die börse gehört.
Der börsenplatz Frankfurt wird unter den Zusammenschluss weiter leiden, weil Frankfurt nur eine Außenstelle dann ist.
Es ist schon Paradox das die „Wirtschaftlich Stärkste“ Nation in Europa dann keine „internationale börse“ mehr besitzt.
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