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Offenbar Kredite vergeben: Deutsche Bank hat Kredit an Tribune vergeben

Die Deutsche Bank ist von der Insolvenz des US-Medienhauses Tribune betroffen. Das größte Geldhaus Deutschlands hat Kredite über 572 Millionen Euro an Tribune vergeben. Und nachdem der Verlagshaus nun Insolvenz nach Chapter 11 angemeldet hat, wäre die Rückzahlung äußerst unsicher.

Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann hat laut Medienberichten Kreidte an Tribune vergeben. Foto: Reuters Quelle: Reuters
Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann hat laut Medienberichten Kreidte an Tribune vergeben. Foto: Reuters Quelle: Reuters

HB NEW YORK/FRANKFURT. Die Deutsche Bank hat am Dienstagnachmittag dem Handelsblatt bestätigt, dass sie den Kredit an Tribune vergeben hatte. Das Geldhaus erwarte hieraus aber keinerlei Verluste, sagte eine mit der Angelegenheit vertraute Person am Dienstag. Das Engagement sei komplett abgesichert.

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Finanzkreisen zufolge hatte die Deutsche Bank die Kredite mit einem Nominalwert von umgerechnet 572 Millionen Euro am Markt zu einem Abschlag erworben. Daher stünden sie zu einem niedrigeren Wert in den Büchern des Geldhauses.

Wie die US-Zeitung "Editor & Publisher" berichtet, ist die Deutsche Bank nach JP Morgan Chase der größte Gläubiger von Tribune. Die US-Großbank habe an Tribune Kredite in Höhe von umgerechnet 811 Mio. Euro vergeben. Dem dem Verlagshaus gehören unter anderem die "Chicago Tribune" und die "Los Angeles Times".

Tribune hatte am Montagabend Insolvenz angemeldet. Es ist das erste große Medienhaus in den USA seit dem Platzen der Internetblase Anfang des Jahrzehnts, das diesen Schritt gehen muss. Bei Tribune sind etwa 20 000 Menschen beschäftigt.

Grund für die Pleite ist unter anderem ein Einbruch bei den Werbeeinnahmen, mittlerweile hat das Unternehmen, das im vergangenen Jahr von Immobilienmogul Sam Zell übernommen worden war, rund 13 Mrd. Dollar Schulden angehäuft. Beobachter gehen davon aus, dass eine Sanierung nur über einen Verkauf großer Unternehmensteile möglich sein wird. Wegen der Rezession und der allgemein eher schlechten Zukunftsaussichten für Zeitungen dürfte es allerdings schwierig werden, zahlungskräftige Käufer zu finden.

Die Zeit des Gläubigerschutzes solle zu einer weitreichenden Umstrukturierung genutzt werden, hieß es in der Erklärung des Konzerns, dem neun Zeitungen und mehr als 20 TV-Stationen gehören. „Das Unternehmen wird seinen Medienbetrieb unter Gläubigerschutz fortsetzen, Zeitungen herausgeben und seine Fernsehstationen und Internetmedien ohne Unterbrechung betreiben“, hieß es weiter.

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