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Panische Reaktionen: Frankreich und Belgien retten Dexia

Die belgisch-französische Großbank Dexia steht vor der Zerschlagung. Aktionäre reagieren panisch, die Kurse stürzen ab. Jetzt kommen Belgien und Frankreich dem Finanzkonzern zur Hilfe.

ParisFrankreich und Belgien haben angekündigt, die Finanzierung des angeschlagenen Finanzinstituts Dexia sicherzustellen. Zusammen mit den Zentralbanken würden sie zugleich alle notwendigen Schritte unternehmen, um die Kontoinhaber und Gläubiger der Bank zu schützen, teilten die Finanzminister der beiden Länder am Dienstag mit.

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Zuvor war die die Dexia-Aktie am Dienstag zeitweise um fast 40 Prozent eingebrochen, nachdem sie bereits am Montag um zehn Prozent eingebrochen war. Die Ratingagentur Moody's hatte zu Wochenbeginn mit einer Herabstufung der drei wichtigsten operativen Einheiten von Dexia gedroht und Zweifel an der Fähigkeit des Instituts geäußert, sich frisches Geld zu besorgen.

Dexia ist einer der größten ausländischen Besitzer von Staatsanleihen des hoch verschuldeten Griechenlands und außerdem umfangreich in den finanziell bedrängten Staaten Spanien, Portugal, Irland und Italien investiert – insgesamt mit 21 Milliarden Euro. Im zweiten Quartal hatte die Bank auch deshalb einen Rekordnettoverlust von 4,03 Milliarden Euro verbucht.

Die Sorge um die Kapitalausstattung und insbesondere die schlechte kurzfristige Liquidität der Bank war auch der Grund für eine Krisensitzung des Verwaltungsrats in der Nacht zum Dienstag. Dexia hat zunehmend Schwierigkeiten, sich Geld von anderen Instituten zu leihen. Das Gremium traf aber offenbar keine Entscheidungen. Es beauftragte Dexia-Chef Pierre Mariani damit, Maßnahmen vorzubereiten, um die strukturellen Probleme des Finanzkonzerns zu lösen.

Ein neuer Rettungsplan sieht laut französischen Medien eine Zerschlagung der Bank vor. Dexia wird demnach gezwungen sein, seine Risikopapiere in eine Bad Bank auszulagern und zusätzlich Tafelsilber zu verkaufen. Zur Disposition steht beispielsweise das Privatkundengeschäft in Belgien und die Privatbanksparte. Für die türkische Denzibank signalisiert besonders die britische Großbank Standard Chartered seit Monaten Interesse.

  • 04.10.2011, 15:19 UhrAnonymer Benutzer: Silverager

    Die neue Banken-"Rettungs"-Orgie beginnt. Trotz des monströsen Euro-Rettungsschirms wird jetzt eine Bank nach der anderen "gerettet" werden müssen. Vom Geld der Steuerzahler selbstverständlich.

    Da die Staaten aber ihren Etat auch nur mit Schulden finanzieren können, muss natürlich die Staatsverschuldung massiv hochgefahren werden.

    Europa gleicht mehr und mehr einem Irrenhaus.

  • 04.10.2011, 13:27 UhrAnonymer Benutzer: w.schwachtel@gmx.de

    "...an der Fähigkeit des Instituts geäußert, sich frisches Geld zu besorgen."

    Frische Geld ? Wir Bürger haben einfach keine Lust mehr uns krumm und buckelig zu schaffen, während immer wieder Banken mit "frischem Geld" versorgt werden, das auch "frisch gedruckt" wird.

    LEute, das Spiel fällt immer mehr auf, jeden Tag STINKT es gewaltig mehr und mehr, und der Staat muß immer mehr "DEO" drübersprühen in Form von völlig verblödetem Fernsehprogramm, ganz viel Bundesliga, sonstige Shows, und Starts und Dinge die völlig belanglos sind - nur damit ja niemand merkt, daß unserer Finanzsystem schon JETZT BEREITS Völlig kaputt und nicht reparier bar ist.

    Die Reichen haben Angst um ihren Wohlstand, um ihre Villen und Yachten und um ihre Sklaven, die bisher so schön brav für sie gearbetiet haben. Sie befürchten, daß sie vielleicht demnächst alles selber machen müssen, kochen und Wäsche wasschen, weil sie garnicht mehr reich sind.

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