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Premiere in der Schweiz: Julius-Bär-Aktionäre lehnen Banker-Boni ab

Auf der Hauptversammlung der Schweizer Bank haben Aktionäre sich erstmals gegen hohe Manager-Gehälter ausgesprochen. Das Unternehmen gelobt Besserung – zum nächsten Aktionärstreffen.

Die Schweizer Privatbank Julius Bär. Quelle: Reuters
Die Schweizer Privatbank Julius Bär. Quelle: Reuters

ZürichIn der Schweiz haben sich die Aktionäre eines Großunternehmens erstmals gegen hohe Manager-Gehälter ausgesprochen. Fast zwei Drittel der Eigentümer von Julius Bär stimmten am Mittwoch gegen den Vergütungsbericht der Privatbank. Das Votum ist jedoch nicht bindend. „Der Verwaltungsrat wird geeignete Maßnahmen treffen, um an der nächsten Generalversammlung ein positives Abstimmungsergebnis zu ermöglichen“, erklärte das Traditionsinstitut danach.

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Ausschlaggebend dürfte die Empfehlung des einflussreichen US-Aktionärsberaters ISS gewesen sein. ISS empfahl die Ablehnung des Vergütungsberichts, weil die Boni nicht begrenzt sind und Vergütungen in Aktien weniger als drei Jahre gesperrt sind. Zudem würden die Abgangs-Zahlungen nicht offengelegt. Die größten sieben Aktionäre mit einem Anteil von insgesamt 40 Prozent sind US-Finanzinstitute.

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Top-Verdiener unter den Bär-Führungskräften ist Konzernchef Boris Collardi. Mit einer Gesamtvergütung von 6,68 Millionen Franken war Collardi 2012 die Nummer elf auf der Liste der am besten bezahlten Schweizer CEOs.

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