
ZürichDie Schweizer Privatbank Julius Bär sammelt bei vermögenden Kunden weiter kräftig Geld ein. Der größte börsennotierte reine Vermögensverwalter des Landes verzeichnete in den ersten zehn Monaten 2012 anhaltend solide Nettoneugeld-Zuflüsse. Aufs Jahr hochgerechnet habe die Neugeldrate am oberen Ende des mittelfristig angepeilten Zielbereichs von vier bis sechs Prozent gelegen, teilte Julius Bär am Mittwoch mit
Die verwalteten Vermögen stiegen den Angaben zufolge auf 187 Milliarden Franken. Neben den Neugeldzuflüssen sorgten auch die guten Finanzmärkte für den Anstieg von zehn Prozent im Vergleich zu Ende 2011. Allerdings führte der Handelsstreik vieler Kunden zu einem Rückgang der Erträge, so dass sich der Kosten-Ertragssatz im Vergleich zum Halbjahreswert etwas verschlechterte.
Die laufende Übernahme des internationalen Vermögensverwaltungsgeschäfts von Bank of America Merrill Lynch dürfte Ende Januar 2013 abgeschlossen werden, hieß es weiter. Bär habe bei der Finanzierung und bei der Zustimmung durch Aufsichtsbehörden gute Fortschritte erzielt.