Banken

Die goldenen Zeiten sind vorbei

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Kredite sind schwer zu beschaffen

Der schwierige Zugang zur Bankenfinanzierung war gestern auf dem "German Summit" das meistdiskutierte Problem. "Die Finanzierungssituation hat sich drastisch geändert", sagte Volker Hichert, geschäftsführender Gesellschafter bei der DPE Deutsche Private Equity GmbH. Viele Landesbanken und ausländische Kreditinstitute hätten sich zurückgezogen, Sparkassen und Volksbanken seien bei Finanzierungen im mittleren bis hohen zweistelligen Millionenbereich überfordert. "Man spürt den massiven Aderlass bei den Banken als Folge der Finanzkrise", so Hichert. Etwas optimistischer war dagegen Ralph Huep von Advent International, der wieder Fremdfinanzierungen über 300 bis 400 Millionen Euro aus einer Hand als machbar bezeichnete.

Die Kreditbeschaffung ist aber nur eine Hürde im Beteiligungsmarkt. Das Angebot an attraktiven Übernahmezielen ist relativ klein, um alle Beteiligungsfonds zu ernähren, denn die Industriefirmen und Dienstleister stehen wegen der boomenden Konjunktur in den zurückliegenden Jahren heute gut da. Hinzu kommt, dass die institutionellen Investoren jeden Euro zweimal umdrehen, bevor sie ihn in Beteiligungsfonds stecken.

Gute Chancen rechnen sich die im Volksmund als "Heuschrecken" bezeichneten Beteiligungsmanager im deutschen Mittelstand aus, wenngleich die große Bonanza hier nie stattgefunden hat.

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Für den deutschen Markt erwarte man 2012 eine "Seitwärtsbewegung", sagte Hanns Ostmeier, Präsident des Branchenverbands BVK, gestern in Berlin bei der Vorstellung der Bilanz für 2011. Danach stiegen die Investitionen um 22 Prozent auf 5,9 Milliarden Euro, die Beteiligungsverkäufe im deutschen Markt legten um 28 Prozent auf 4,1 Milliarden Euro zu, wobei die Euro-Krise die Aktivität im zweiten Halbjahr merklich dämpfte. Der Verband macht sich vor allem Sorgen, er könne wieder in den kommenden Bundestagswahlkampf hineingezogen werden. "Wir müssen bereit sein, wenn es wieder zu einer öffentlichen Debatte über die Finanzindustrie kommt und die Opposition Front macht", sagte Ostmeier, dem die Kampagne des früheren SPD-Chefs Franz Müntefering noch sehr präsent sein dürfte.

  • 28.02.2012, 10:28 UhrThomasDittler

    da sind bzw. waren so viele Blinde und Unfähige am Werk, da ist der Schaden schnell geschätzt, wenn die alle von der Bildfläche verschwinden.
    Kinderlandverschickung 2.0 braucht kein Mensch, erst waren es die Unternehmensberatungen, danach die PE-Szene mit immer den gleichen Mustern: 30-jährige High Potentials erklären die Welt.

  • 28.02.2012, 09:20 UhrAlice

    Ich hab da meine ganz eigene Philosophie was Markenklamotten angeht. Ich bin nicht gewillt, egal von welchem Hersteller, Klamotten überteuert zu erstehen und anschließend jahrelang mit dem Label auch noch Reklame zu laufen. Die Unternehmen bauen genau auf den Werbeeffekt und haben damit bei der eitlen Kundschaft Erfolg. Man muss ja dem anderen zeigen, was man (auch Frau) sich so leisten kann.

  • 28.02.2012, 08:29 Uhrihr

    Im Grunde sind es doch faule, parasitäre Blutsauger.
    Florierende Unternehmen werden gekauft, verschuldet zerstört. tausendmal geschehen.
    Profiteure sind wenige Reiche. Positive Aspekte Keine.

    Ist es nicht gut, wenn dieses Zeug verschwindet? Wäre eine Überschrift: "Blutsauger am Ende" nicht besser?

    Bleibt zu hoffen, daß es so wird. Ich befürchte, man wird seine Macht wieder spielen lassen.

    Übrigens, seit Jack Wolfskin von diesen Parasiten übernommen wurde, taucht dies nichts mehr. Es wird nur noch die Marke verheizt.

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