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Private-Equity-Geschäft: Experten prophezeien eine goldene Zukunft

Während im Ausland die Branche schon seit längerem wieder Schwung hat, hat nun auch das Geschäft der Finanzinvestoren in Deutschland an Fahrt aufgenommen. Das macht auch die Profis mit ihren Vorhersagen mutiger.

Evonik-Zentrale: Der Konzern lässt sich seine Industrierußsparte für 900 Millionen Euro abkaufen. Quelle: AP
Evonik-Zentrale: Der Konzern lässt sich seine Industrierußsparte für 900 Millionen Euro abkaufen. Quelle: AP

FrankfurtDavid Rubinstein kommt ins Schwärmen, wenn er von der Zukunft der Finanzinvestoren spricht, die das Geld ihrer Kunden in Unternehmensbeteiligungen anlegen. Die Branche befinde sich mitten in goldenen Zeiten, fast so wie in den Boomzeiten vor der Finanzkrise im Jahr 2009, sagt der Branchenpionier, der Carlyle, einen der Top-Private-Equity-Fonds weltweit, führt. Doch in Deutschland war von diesen goldenen Zeiten lange Zeit wenig zu spüren. Das Geschäft dümpelte vor sich dahin. Nur kleine Transaktionen kamen zustande.

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Das hat sich seit kurzem geändert. Mit dem Verkauf des drittgrößten deutschen Kabelkonzerns Kabel Baden-Württemberg ging Ende März ein Ruck durch die Branche. Der US-Medientycoon John Malone und seine Firma Liberty nutzten die Chance, ihr Kabelnetz in Deutschland auszubauen. Kostenpunkt: über drei Milliarden Euro.

Die Liste der Transaktionen wird länger

Was dem Verkäufer, dem schwedischen Finanzinvestor EQT, Ende März gelungen ist, haben andere inzwischen nachgemacht. Anfang April reichte die europäische Beteiligungsgesellschaft Hg Capital den Leuchtenhersteller SLV an den britischen Finanzinvestor Cinven für über 500 Millionen Euro weiter.

Auch Rubinsteins Carlyle machte von sich reden. Der Finanzinvestor übernahm mehrheitlich den Hotelkosmetikhersteller ADA vom Konkurrenten Halder Private Equity. Am Sonntag wurde zudem bekannt, dass Evonik seine Industrierußsparte Carbon Black für 900 Millionen Euro an den US-Finanzinvestor Rhone Capital verkauft. Weitere Transaktionen sind geplant und werden in den nächsten Wochen abgearbeitet. Dazu gehört der Tiefkühlspezialist Eismann. Die Intermediate Capital Group will Finanzkreisen zufolge ihr Anteilspaket abgeben – für 300 bis 400 Millionen Euro.

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