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Privatisierung: Russland scheffelt Milliarden mit Sberbank-Teilverkauf

Beinahe die Hälfte der russischen Privatkonten liegen bei der Sberbank. Das hat Investoren aus aller Welt angezogen: Bei der Teilprivatisierung des Traditionshauses gingen die Aktien zu einem guten Kurs weg.

Russische Tänzer vor einer Filiale der Sberbank in Stavropol. Quelle: Reuters
Russische Tänzer vor einer Filiale der Sberbank in Stavropol. Quelle: Reuters

MoskauRussland nimmt bei der Teilprivatisierung des landesgrößten Geldinstituts Sberbank die angepeilten rund fünf Milliarden Dollar ein. Die russische Zentralbank teilte am Dienstagabend mit, die Aktien der Bank würden an Investoren zu 93 Rubel (rund 2,30 Euro) pro Stück und damit in der Mitte der gesetzten Preisspanne verkauft.

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Der Staat trennt sich dabei von 7,6 Prozent der Aktien des Instituts, behält aber auch danach mit 50 Prozent plus einer Aktie die Kontrolle. Käufer der Papiere sind den Angaben zufolge Investoren aus aller Welt. Gemessen am Börsenwert ist die Sberbank das drittgrößte Geldhaus Europas nach der britischen HSBC und der spanischen Santander.

Für die Sberbank selbst ist der Verkauf ein wichtiger Schritt im Bemühen, aus dem schwerfälligen Staatsapparat eine moderne Bank mit internationalen Ambitionen zu formen. Gegründet wurde das Geldhaus vor 170 Jahren und hatte während der Sowjetzeiten ein Monopol. 46 Prozent der russischen Privatkonten liegen immer noch bei ihr. Damit hat das Institut bei seinen westlichen Konkurrenten eine herausragende Position.

  • 20.09.2012, 12:16 UhrAktienfreund

    verstehe nur Bahnhof??????

  • 19.09.2012, 04:03 Uhrjanzvolens

    "Halbstaatlich" koennte sich in "the wave of the future" verwandeln und koennte das Rezept bedeuten fuer moderne "soziale Marktwirtschaften". Der Staat, und damit die Gesellschaft in einer Demokratie - ist mit der staerkeren Hand am Kontrolsteuer- aber der "Markt" und damit auch der Verbraucher, koennen die Steuerung beeinflussen. Also nicht "winner takes all" sondern "benefit for the national majority". Nachdem in Brasilien in den 1990ziger wichtige staatliche Gesellschaften privatisiert wurden - fuer die Zahlung der Schulden an die New York Banken, hat die Mitte-Links-Regierungen des Praesidenten Lula da Silva (2003-2010) die wichtigsten Gesellschaften teilweise wieder in Staatsbesitz zurueck gewonnen - aber anscheinlich ohne das Ziel zur einer vollkommenn Verstaatlichung. Durch die staatliche Entwicklungsbank BNDS und staatliche Pensionskassen hat die Bundesregierung in fast 200 Gesellschaften investiert. Die grossen Entwicklungsprojekte wie der Belo Monte Hydroelektrikstaudamm, werden von staatlichen, halbstaatlichen und privaten Gesellschaften finanziert. Dadurch entsteht ein "team" welches zusammen fuer die nationale Entwicklung wirkt. Aber die groessten Banken und Sparkassen - bleiben fest im Besitz und in der Kontrolle der Bundesregierung - welche dadurch die Privatbanken zu nuechterner Finanzverwaltung zwingt. Neue Ideen aus dem "Sueden" ?

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