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Probleme: Kroatien belastet Hypo Alpe

Die BayernLB-Tochter Hypo Group Alpe Adria (HGAA) bekommt zunehmend Probleme mit osteuropäischen Kreditnehmern. Insbesondere im früheren Jugoslawien setzen die Folgen der weltweiten Wirtschaftskrise erst jetzt mit Verspätung ein.

Die HGAA, Tochter der BayernLB, leidet unter Kreditausfällen in Osteuropa. Quelle: ap
Die HGAA, Tochter der BayernLB, leidet unter Kreditausfällen in Osteuropa. Quelle: ap

WIEN. Länder wie Kroatien und Slowenien gehören zu den wichtigsten ausländischen Standbeinen der Hypo-Bank aus Klagenfurt. In Kroatien hat die BayernLB-Tochter mehr Beschäftigte als auf dem Heimatmarkt in Österreich.

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Die Hypo Alpe hat wie die meisten anderen in Osteuropa vertretenen Banken ihre Kreditvorsorge wegen der wachsenden Zahl von Firmenpleiten und Privatkonkursen erhöht. Zum Halbjahr hatte die HGAA 349 Millionen Euro dafür zurückgestellt, 119 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Trotzdem wachsen die Zweifel daran, ob die Rücklagen angesichts wachsender Kreditausfälle reichen werden. Erst in der vergangenen Woche hatte der bayerische Finanzminister und BayernLB-Verwaltungsratschef Georg Fahrenschon angedeutet, dass die Tochterbank in Kärnten einen weiteren Kapitalzuschuss brauchen werde. Ende 2008 hatte sie bereits mehr als 1,5 Milliarden Euro aus München und vom österreichischen Staat bekommen.

In Kroatien ringen verstärkt größere Unternehmen ums Überleben. So verhandelt etwa Pevec, mit 4 000 Beschäftigten die größte Baumarktkette des kleinen Landes, mit den Gläubigerbanken über eine Rettung. Zu den Geldgebern gehört auch die BayernLB-Tochter aus Klagenfurt. Ein Sprecherin der HGAA lehnte eine Stellungnahme ab. Das Bankgeheimnis verbiete es dem Kreditinstitut, sich zu einzelnen Kunden zu äußern. Auch zu einem möglichen weiteren Kapitalbedarf wollte die Sprecherin keine Stellung nehmen. Zum Halbjahr hatte das Kärntner Institut eine Kernkapitalquote („Tier 1“) von 8,1 Prozent ausgewiesen. Angesichts der wachsenden Pleitenzahl in den Balkanländern wird diese Quote absehbar schrumpfen.

An der Adria-Küste hat sich die Bank aus Kärnten besonders stark bei Tourismus-Projekten engagiert. Kein anderes Kreditinstitut hat in Kroatien so viel Geld in diesen Sektor gesteckt. Wegen der Krise gehen die Gästezahlen zurück und von der HGAA finanzierte Hotel-Projekte verdienen nicht mehr genug Geld. Mindestens 70 Millionen Euro hat die österreichische Bank in ein Luxushotel in Savudrija im Norden des Landes gesteckt.

  • 11.01.2010, 19:37 UhrAnonymer Benutzer: Katica Makic

    Vor Jahren habe ich mich schon über die 100% - Finanzierungen durch die Hypo- Alpe- Adria von immobilienprojekte - vornehmlich Hotels - kroatischer Unternehmer gewundert. Unter http://e-izvadak.pravosudje.hr gelangt man in die kroatischen Grundbücher, bei Eingabe der Grundbuchnummer findet man dann die entsprechenden Eigentümer mit ihren Verbindlichkeiten - und da kommt man nur ins Staunen. ich wäre über solche freizügigen Kredite in Deutschland hoch erfreut - oder besser nicht.

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