
HB ZÜRICH. Die UBS hat mit einem Reingewinn von 2,005 Mrd. Franken (1,47 Mrd. Euro) besser abgeschnitten als Analysten erwartet hatten. In ihrem Vermögensverwaltungsgeschäft konnte die Bank den Abfluss von Kundengeldern eindämmen und im Investmentbanking stieg der Vorsteuergewinn im Gegensatz zu dem vieler Konkurrenten gegenüber dem Vorquartal um zehn Prozent auf 1,31 Mrd. Franken an. Im ersten Quartal 2010 hatte der Konzerngewinn 2,2 Mrd. Franken betragen, nachdem die Bank im letzten Quartal 2009 nach langer Durststrecke in die Gewinnzone zurückgekehrt war.
Ein Jahr zuvor hatte UBS noch unter den Nachwirkungen der Finanzkrise gelitten und einen Verlust von 1,40 Mrd. Franken geschrieben. Analysten hatten mit einem Reingewinn von 1,34 Mrd. Franken gerechnet.
UBS-Aktien schnellten daher zum Börsenstart am Dienstag um mehr als sechs Prozent in die Höhe.
Im Bereich Wealth Management Swiss Bank zogen Kunden mit netto 5,5 Mrd. Franken so wenig Geld ab wie nie seit 2008. Analysten hatten mit einem Minus von 4,75 Mrd. Franken gerechnet. Reiche Kunden hatten im Vorquartal 18 Mrd. Franken und vor einem Jahr knapp 40 Mrd. Franken abgezogen. Neues Geld kam nach Angaben der Bank vor allem aus der Region Asien-Pazifik. Vor allem Superreiche tragen ihr Geld offenbar wieder zur UBS. Zuflüsse gab es auch von institutionellen Kunden. Der Vorsteuergewinn im Wealth Management & Swiss Bank blieb mit 1,13 Mrd. Franken praktisch stabil. Wealth Management Americas schloss mit einem kleinen Verlust ab und verlor 2,6 Mrd. Franken Kundenvermögen, doch der Trend dürfte sich nach den Worten von Finanzchef John Cryan bald drehen.
Die UBS wollte nicht ausschließen, dass die Märkte volatil und ohne klar erkennbare Richtung verlaufen. Das könnte reduzierte Kundenaktivitäten zur Folge haben, hieß es weiter. "Zudem erwarten wir, dass die Einkünfte im Portfolio Management tiefer ausfallen werden als im zweiten Quartal, aufgrund des geringeren Volumens an verwalteten Vermögen per Ende Juni", erklärte die Bank weiter. Es werde in den kommenden Quartalen mit weiteren Fortschritten gerechnet.
Die Kernkapitalquote (Tier-1) verbesserte sich auf beachtliche 16,4 Prozent. Zum Vergleich: Die Deutsche Bank kommt derzeit auf 11,3 Prozent.