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Rating-Agenturen: US-Börsenaufsicht maßregelt mit Samthandschuhen

Die Wall Street soll nach der Finanzkrise sicherer werden. Neue Regeln gibt es deshalb auch für Rating-Agenturen. Doch die US-Börsenaufsicht geht dabei äußerst milde vor.

Das Bürogebäude von Fitch in New York. Quelle: dpa
Das Bürogebäude von Fitch in New York. Quelle: dpa

WashingtonDie US-Börsenaufsicht SEC will das grundlegende Geschäftsmodell der Rating-Agenturen trotz deren Mitschuld an der Finanzkrise nicht antasten. Die Behörde schlug am Mittwoch vor, dass die mächtigen aber umstrittenen Agenturen - allen voran Moody's, Standard & Poor's sowie Fitch - künftig mehr Details über ihre Urteile verraten müssen und Interessenskonflikte reduzieren sollen. Mit ihrem Entwurf für neue Branchenregeln will die SEC vor allem verhindern, dass die Agenturen wie in der Finanzkrise geschehen noch einmal komplexe und hochriskante Finanzprodukte reihenweise mit Top-Noten bewerten und Anleger damit in falsche Sicherheit wiegen.

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Die Vorschläge rütteln jedoch nicht an dem von Kritikern monierten Grundproblem der Agenturen: Sie erhalten ihr Geld von den Wertpapier-Emittenten, die sie objektiv beurteilen sollen. Stattdessen setzt sich die SEC etwa dafür ein, dass die Agenturen in einem jährlichen Bericht die Effektivität ihrer internen Kontrollen darlegen und das Training ihrer Analysten verbessern. Um Interessenskonflikte zu minimieren, sollen die für die Bonitätseinstufungen verantwortlichen Analysten intern unter anderem besser von der Marketing-Abteilung abgeschirmt werden.

Die SEC-Vorschläge sind Teil der sogenannten Dodd-Frank-Reformen, die die Wall Street als Lehre aus der Finanzkrise sicherer machen sollen. Moody's ist eine eigenständige Firma, während Standard & Poor's zu der Verlagsgruppe McGraw Hill gehört und Fitch zu der französischen Firma Fimalac.

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