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Ratingagentur: Fitch sieht Zukunft der Commerzbank kritisch

Die Commerzbank muss womöglich nochmals Geld vom Staat beantragen. Nach Meinung der Analysten sei es fraglich, ob das zweitgrößte deutsche Geldhaus die verschärften Eigenkapital-Vorschriften erfüllen könne.

Die Commerzbank braucht womöglich nochmals Staatshilfen. Quelle: dapd
Die Commerzbank braucht womöglich nochmals Staatshilfen. Quelle: dapd

FrankfurtDie Commerzbank muss nach Ansicht der Kreditanalysten von Fitch möglicherweise noch einmal Staatshilfe beanspruchen. Die Experten sehen die Bemühungen der Bank, die verschärften Eigenkapital-Vorschriften bis Mitte 2012 aus eigener Kraft mit Hilfe von Sparmaßnahmen zu erfüllen, kritisch, wie aus einer am Montag veröffentlichten Kurzstudie hervorgeht. Eine Eintrübung der Konjunktur könnte ihr einen Strich durch die Rechnung machen: „Wenn sich die Weltwirtschaft abschwächt, dürfte die derzeit niedrige Risikovorsorge steigen und damit den Nutzen der Kostensenkungsmaßnahmen neutralisieren“, warnte Fitch. Dann könnte die Bank nicht mehr hoffen, ihre Eigenkapitalquote durch Einbehaltung von Gewinnen aufzubessern.

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Die Commerzbank hatte angekündigt, das Neugeschäft ohne Bezug zu Deutschland und Polen vorübergehend einzustellen, um Bilanzrisiken abzubauen und damit Kapital freizusetzen. Auch der Immobilienfinanzierer Eurohypo soll daher keine neuen Kredite mehr vergeben. Rechnerisch braucht die Commerzbank 2,9 Milliarden Euro mehr Kapital. Die Chance, einen Teil davon mit einer Kapitalerhöhung aufzubringen, schätzt Fitch als gering ein, nachdem sie in diesem Jahr bereits elf Milliarden Euro eingesammelt hatte. „Deshalb erwartet Fitch, dass jeglicher zusätzlicher Kapitalbedarf zum größten Teil durch den Staat gedeckt werden müsste“, ist das Fazit der Kreditexperten.

Der finanzpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Klaus-Peter Flosbach, hält es für verfrüht, aus dem Urteil der Kreditanalysten von Fitch über die Commerzbank Konsequenzen in Bezug auf mögliche weitere Staatshilfen abzuleiten. „Wir nehmen den Hinweis von Fitch zur Kenntnis und beziehen ihn in unsere eigene Beurteilung ein“, sagte der CDU-Politiker Handelsblatt Online. „Ich halte es nicht für richtig, allein aus dem Urteil von Fitch auf bestimmte Konsequenzen für den Bundesfinanzminister zu schließen.“ 

Die Commerzbank hatte 2009 insgesamt 18 Milliarden Euro an frischem Kapital vom Bankenrettungsfonds SoFFin erhalten. Mehr als 90 Prozent der Stillen Einlage hat sie zurückgezahlt, der Staat hält aber immer noch 25 Prozent an Deutschlands zweitgrößter Bank.

  • 08.11.2011, 02:28 UhrNeutral

    Ausnahmsweise muss man Fitch mal recht geben. Der Commerzbank wird es nicht moeglich sein sich auf dem Kapitalmarkt erneut zu refinanzieren. Dazu ist das Geschaeftsmodell einschliesslich des CEO zu schwach. Ob Herr Flosbach das Zahlenwerk des Herrn Blessing & Co, versteht - fraglich.

  • 07.11.2011, 19:38 UhrAnonymer Benutzer: Mazi

    "der Staat hält aber immer noch 25 Prozent an Deutschlands zweitgrößter Bank"

    Löblich ist, dass Herr Blessing laut seiner eigenen Angabe im HANDELSBLATT für die Commerzbank kein staatliches Geld mehr möchte.

    Nun warten wir einmal die Halbwertzeit für einen derart zur Schau dargestellten Stolz ab.

  • 07.11.2011, 19:10 UhrAnonymer Benutzer: AKTIONAER

    Das kann doch gar nicht sein die haben keine AHNUNG.
    Die sollen sich erst mal mit H.Blessing UNTERHALTEN.
    Der wird Ihnen dann Sagen das die Bank nie mehr STEUERGELD braucht und das die AKTIE SUPER da steht und das das Ziel für 2012 AUSGEGEBEN wurde die DEUTSCHE Bank zu kaufen um sie vor der INSOLVENZ zu R E T T E N

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